Flensburg jubelt nach Krimi

"Kacktor" entscheidet Topspiel nach der Schlusssirene

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Simon Pytlick entschied das Topspiel der Handball-Bundesliga. (Foto: IMAGO/Maximilian Koch)
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18.10.2026 | 20:40 Uhr
Was für ein Finish: Die Füchse Berlin kämpfen sich im Bundesliga-Topspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt ran, gleicht kurz vor Schluss aus - und kassiert dann doch noch den finalen Nackenschlag.

Die SG Flensburg-Handewitt hat das Topspiel des neunten Spieltags gegen die Füchse Berlin auf dramatische Weise gewonnen und ist zurück an die Tabellenspitze der Handball-Bundesliga gestürmt. Der frühere Champions-League-Sieger setzte sich in einem Krimi gegen den Pokalsieger dank eines direkt verwandelten Freiwurfs von Simon Pytlick bei abgelaufener Uhr mit 34:33 (17:19) durch und bleibt als einziges Team der Liga ungeschlagen. Verfolger SC Magdeburg hielt derweil durch das mühevolle 29:28 (18:12) gegen den TVB Stuttgart den Druck weiter hoch.

Mit 17:1 Punkten zogen die Flensburger wieder am Nordrivalen THW Kiel (17:3) vorbei, der ein Spiel mehr bestritten hat. Die Füchse (10:6) haben nach der bereits dritten Saisonniederlage bereits deutlichen Rückstand. Der Däne Emil Jacobsen war mit neun Treffer der überragende Mann für Flensburg, Berlins Topstar Mathias Gidsel konnte die Niederlage auch mit elf Treffern nicht verhindern. Matchwinner der Flensburger war aber Pytlick, der in der letzten Szene den Ball durch die aufgetürmte Mauer der Berliner durchwarf. Das leicht abgefälschte Spielgerät trudelte zum Entsetzen der Berliner flach links an Torwart Andreas Palicka vorbei ins Tor.

"Ich habe von den Berlinern gehört, dass ein Unterarmwurf kommt und da wusste ich, dass ich vielleicht keinen machen sollte", verriet der Siegtorschütze bei Dyn. "Ein Kacktor, aber wirklich schön. Ich habe nur eine Lücke gesehen und versuche, dadurch zu werfen."

Füchse-Trainer "mega zufrieden"

Füchse-Trainer Nikolej Krickau war nach der bitteren Niederlage überraschend positiv gestimmt: "Das war ein Topspiel auf Topspiel-Niveau. Aber wir müssen daran arbeiten, auch die letzten Details für uns zu gestalten", sagte der Däne, der vor seinem Engagement in Berlin in Flensburg gearbeitet hatte. "Wir hatten eigentlich genug Chancen, den Unterschied zu machen, aber trotzdem bin ich unfassbar zufrieden mit unserem Fokus über 60 Minuten. Das war sehr cool, uns von Minus vier zurückzuarbeiten in der ersten Halbzeit und in der zweiten Halbzeit von Minus drei. Damit bin ich mega zufrieden."

Flensburg erwischte den besseren Start und führte nach 18 Minuten 15:11. Danach drehten aber die Berliner auf und mit sieben Treffern in Serie das Spiel. Der Däne Gidsel war alleine in der ersten Halbzeit achtmal erfolgreich. Es entwickelte sich eine packende Partie, die ab Mitte der zweiten Halbzeit zugunsten der Flensburger kippte - auch dank des starken Torhüters Simon Möller.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter/sid