Wirtschaft

Teure Ausfälle und Verspätungen Bahn muss hohe Strafen an Auftraggeber zahlen

84992176.jpg

Die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn ist ausbaufähig.

picture alliance / dpa

Die Deutsche Bahn gerät wegen der Unzuverlässigkeit ihrer Züge immer wieder in die Kritik. Doch nicht nur Fahrgäste müssen bei Ausfällen und Zuspätkommen entschädigt werden. Auch die Auftraggeber im Regionalverkehr wollen nun Geld sehen.

Die Deutsche Bahn muss einem Zeitungsbericht zufolge wegen Verspätungen und Zugausfällen hohe Vertragsstrafen an ihre Auftraggeber im Regionalverkehr zahlen. Diese Gelder summierten sich allein seit 2017 auf fast 500 Millionen Euro, berichtete der Berliner "Tagesspiegel" unter Berufung auf interne Unterlagen. Bis 2023 erwarte Bahnchef Richard Lutz insgesamt weitere Strafen in Höhe von rund 650 Millionen Euro.

Wieder was gelernt

Falls Sie wissen möchten, warum die Deutsche Bahn trotz regelmäßiger Milliardengewinne in der Krise steckt, hören Sie rein in diese Ausgabe von "Wieder was gelernt", dem Podcast von n-tv.de. Abonnieren Sie uns auch gerne auf iTunes, Spotify, Deezer, Google Podcast oder per Feed in der Podcast-App Ihrer Wahl.

Die Strafzahlungen summierten sich damit auf fast 1,2 Milliarden Euro und verschlechtern die Ertragslage des größten Staatskonzerns massiv, heißt es in dem Bericht. Die Strafen sind demnach in den Verträgen mit den Auftraggebern der Länder und Kommunen geregelt, die den Regionalverkehr ausschreiben, bestellen und bezahlen.

Eine Bahn-Sprecherin erklärte, die internen Papiere würden grundsätzlich nicht kommentiert. Die Bahn steht derzeit wegen der im vergangenen Jahr wiederholt mangelnden Zuverlässigkeit der Züge in der Kritik.

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP

Mehr zum Thema