Wirtschaft

VW Pkw und Škoda im Clinch Bei Volkswagen gibt's Streit um neues Werk

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Im neuen Werk sollen 4000 bis 5000 neue Arbeitsplätze entstehen.

(Foto: imago/regios24)

Wer soll die Führung beim neuen Mehrmarkenwerk in Osteuropa erhalten? Innerhalb des Volkswagen-Konzerns herrscht darüber Dissens. Laut Aufsichtsratschef Pötsch steht eine Entscheidung noch aus.

Im Volkswagen-Konzern streiten die beiden Schwestermarken VW Pkw und Škoda um die Führung des neuen Mehrmarkenwerks in Osteuropa. Das berichtet die "Automobilwoche". Ab 2022 sollen in der Fabrik zunächst die kompakten SUVs Škoda Karoq und Seat Ateca vom Band laufen. Derzeit werden unter anderem Standorte in Bulgarien und Rumänien geprüft.

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"Über die Markenhoheit in unserem neuen Werk haben wir noch nicht entschieden", sagte VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch der Branchen- und Wirtschaftszeitung. "Škoda ist eine von mehreren Optionen", bestätigte Konzernchef Herbert Diess auf Anfrage.

Das neue Werk in Osteuropa werde "4000 bis 5000 neue Arbeitsplätze bieten", sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh der "Automobilwoche". Die Arbeitnehmervertreter plädieren für die Führung der Fabrik durch VW Pkw.

Interner Projektcode lautet "Polaris"

Tschechien, Škodas Heimatmarkt, ist als Standort des neuen Werks aufgrund zu hoher Lohnkosten bereits aus dem Rennen. Volkswagen prüft anstelle eines Neubaus auch die Umrüstung eines Motorenwerks zu einer Autofabrik, so das Blatt. Im Gespräch sind dafür die Fabriken im polnischen Polkowice und im ungarischen Györ.

Auch mit der markenübergreifenden Volumenbündelung soll die Produktivität des Konzerns bis 2025 um 30 Prozent steigen. Der interne Projektcode lautet "Polaris". Zu den VW-Plänen gehört zudem die Umstellung der Werke in Emden, Zwickau und Hannover auf die Produktion von Elektroautos. Insgesamt 44 Milliarden Euro will Volkswagen bis Ende 2023 in E-Autos, autonomes Fahren, Mobilitätsdienste und Digitalisierung investieren.

Quelle: ntv.de, wne