Wirtschaft

Erstmals seit den 1980er-Jahren Schallplatten verkaufen sich besser als CDs

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(Foto: imago/Agencia EFE)

Vinyl auf der Überholspur: Zum ersten Mal seit 1986 sorgen in den USA Schallplatten für mehr Umsatz als CDs. Insgesamt fristen die physischen Tonträger aber mittlerweile nur noch ein Nischendasein.

Vinyl-Platten gelten gemeinhin als Produkt einer längst vergangenen Zeit. Doch das ist ein Irrtum: In den USA wurden im ersten Halbjahr mehr Schallplatten verkauft als CDs - zum ersten Mal seit den 1980er-Jahren. Vinyl-Platten sorgten in den Monaten von Januar bis Juni für einen Umsatz von rund 231 Millionen Dollar, wie CNN unter Berufung auf den Verband "Record Industry Association of America" berichtet. CDs brachten lediglich knapp 130 Millionen Dollar ein.

Schallplatten waren lange weit verbreitet und trotzten anderen Aufnahme-Medien wie Tonband oder Audio-Kassette. Mit der Verbreitung der CDs galt ihr Schicksals allerdings als besiegelt. Doch den schwarzen Polyvinylchlorid-Scheiben gelang ein Comeback: Seit 2005 steigen ihre Verkaufszahlen den Angaben zufolge in den USA kontinuierlich. Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz um 4 Prozent, während der CD-Erlöse um fast 50 Prozent einbrachen.

Doch selbst zusammengenommen kommen die Verkäufe von Platten und CDs nur auf einen Bruchteil des Volumens von Streaming. Hier kletterten die Umsätze auf 4,8 Milliarden Dollar - ein Plus von zwölf Prozent. Streaming baute damit seine Position als dominierendes Musik-Format noch weiter aus.

Quelle: ntv.de, jga