Wirtschaft

Münchner Labordienstleister Synlab erlebt verhaltenes Börsendebüt

Es ist der erste Tag, an dem die Aktien von Synlab an der Börse gehandelt werden. Doch die Aktien der größten Laborkette Europas kommen bei ihrem Debüt an der Frankfurter Börse nicht so recht voran.

Der Börsengang des Münchener Labordienstleisters Synlab verläuft bisher eher enttäuschend. Der erste Kurs der Aktie im Xetra-Handel lag bei 18,00 Euro und entsprach damit exakt dem Ausgabepreis, der schon am unteren Ende der zunächst genannten Spanne von 18 bis 23 Euro gelegen hatte. Ihr bisheriges Tageshoch erreichte die Aktie bei 18,37 Euro, aktuell notiert sie bei 18,15 Euro.

Bei Bekanntgabe des Ausgabepreises hatte Synlab mitgeteilt, dass sich das Gesamtvolumen des Angebots auf 772 Millionen Euro belaufe, unter der Annahme der vollständigen Ausübung der Greenshoe-Option.

Das Angebot umfasste 22,2 Millionen neue Inhaberaktien aus einer Kapitalerhöhung, deren Bruttoerlös sich den Angaben nach wie geplant auf rund 400 Millionen Euro belief. Darüber hinaus wurden 20,7 Millionen Inhaberaktien aus dem Bestand der institutionellen Aktionäre zugeteilt, bestehend aus 15,1 Millionen Aktien aus der Sekundärkomponente des Angebots und 5,6 Millionen Mehrzuteilungsaktien im Zusammenhang mit der Greenshoe-Option.

Diese Bewertung impliziert eine Gesamt-Marktkapitalisierung von Synlab zum Zeitpunkt der Börsennotierung von insgesamt 4 Milliarden Euro bei einem Gesamt-Unternehmenswert von 5,9 Milliarden Euro. Nach Vollzug des Angebots und unter der Annahme der vollständigen Ausübung der Greenshoe-Option beträgt der erwartete Streubesitz 19 Prozent.

Die verbleibenden Aktien werden von den bestehenden Aktionären gehalten. Dazu zählen von Cinven betreute Fonds, der Pensionsfonds der Lehrer aus der kanadischen Provinz Ontario sowie die dänische Novo-Gruppe.

Quelle: ntv.de, sba/DJ

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