Wirtschaft

Apple bei fast drei Billionen US-Anleger stecken Rekord-Inflation gut weg

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Der große Inflations-Schock bleibt aus.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die schlimmen Befürchtungen erfüllen sich nicht: Zwar steigt die Inflation in den USA auf das höchste Niveau seit 40 Jahren, aber übertrifft die Erwartungen nicht dramatisch. Derweil legt Apple weiter zu und steht vor einer großen Marke.

Trotz einer so hohen US-Inflation wie seit fast 40 Jahren nicht mehr haben sich Anleger an der Wall Street nicht entmutigen lassen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 0,6 Prozent auf 35.971 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 zog 1,0 Prozent auf 4712 Zähler an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent auf 15.630 Punkte.

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Mit einer Inflationsrate von 6,8 Prozent im November sind die USA meilenweit über das Ziel der US-Notenbank von 2,0 Prozent hinausgeschossen. "Die Börsen steigen aber, weil die Zahlen ziemlich den Erwartungen entsprachen und nicht wie befürchtet dramatisch übertroffen wurden", sagte Thomas Hayes, geschäftsführendes Mitglied beim Vermögensverwalter Great Hill Capital in New York.

Die Anleger hätten die Tatsache, dass die US-Notenbank Fed das Tempo bei der Drosselung der Anleihekäufe beschleunigen werde, "ziemlich gut akzeptiert". Viele Experten gehen davon aus, dass auf der geldpolitischen Sitzung der Fed am Mittwoch ein Beschluss gefasst wird, den Abbau der Anleihenkäufe zu beschleunigen. "Sie ebnet sich damit den Weg für Leitzinserhöhungen in der zweiten Jahreshälfte 2022", sagte Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe.

Apple steuert auf drei-Billionen-Marke zu

Der Dollar-Index, der den Kurs des Greenback zu wichtigen Währungen widerspiegelt, fiel nach den Inflationsdaten etwas. Das verschaffte dem Goldpreis Rückenwind, der um 0,4 Prozent auf 1.782,83 US-Dollar je Feinunze anzog.

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Am US-Aktienmarkt kamen die Titel von Apple der Marke von drei Billionen Dollar beim Börsenwert immer näher. Die Titel des Elektronik-Anbieters kletterten auf ein Rekordhoch von 179,45 Dollar. Auch andere Technologiewerte wie Microsoft oder Nvidia zogen an. Studiendaten von Moderna zu einem mRNA-basierten Grippeimpfstoff kamen bei den Anlegern hingegen schlecht an. Die Aktien rutschen um 5,6 Prozent ab. Die ersten Ergebnisse deuteten offenbar darauf hin, dass der Impfstoff nicht wirksam genug sei, um sich im Vergleich zu den bereits zugelassenen Grippeimpfstoffen einen Vorteil zu verschaffen. Dies gelte insbesondere bei älteren Menschen.

Mit einem Kursplus von 15,6 Prozent steuerte Oracle hingegen auf seinen besten Börsentag seit anderthalb Jahren zu. Der Unternehmenssoftware-Hersteller hob seine Gewinn- und Umsatzprognose für das laufende Quartal an, weil Unternehmen mehr Geld für Technologieausgaben in die Hand nehmen. Papiere von Broadcom gewannen 8,3 Prozent. Das Halbleiterunternehmen rechnet damit, beim Umsatz im ersten Quartal die Erwartungen der Marktteilnehmer übertroffen zu haben. Zudem ist ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar geplant.

Quelle: ntv.de, ses/rts

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