Donnerstag, 26. November 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
18:22 Uhr

Hoffnung und Furcht zerren an Dax

Nach der Kursrally der vergangenen Wochen scheuen Anleger weitere Aktienkäufe. Ferner sorgte die feiertagsbedingte Abwesenheit der US-Anleger am Donnerstag für Zurückhaltung. Der Dax kommt kaum vom Fleck und schließt 0,02 Prozent im Minus bei 13.287 Punkten. Dabei bleiben die Handelsumsätze im deutschen Leitindex so niedrig wie seit zweieinhalb Monaten nicht.

Dax
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Investoren seien hin- und hergerissen zwischen der Furcht vor den Folgen aktueller Pandemie-Beschränkungen und der Aussicht auf eine kräftige Erholung der Wirtschaft, sobald Impfstoffe gegen das Coronavirus verfügbar sind, sagt Emmanuel Cau, Chef-Anlagestratege für europäische Aktien bei der Barclays Bank. "Wir stehen voraussichtlich vor weiteren Herausforderungen, bevor wir zur Normalität zurückkehren."

Am Dax-Ende büßen die Aktien von BMW, Daimler und Volkswagen zwischen 1,7 und 2,5 Prozent ein. An der Index-Spitze ziehen die Papiere der Deutschen Börse um 1,7 Prozent an. Nach aktuellen Geschäftszahlen rücken die im Nebenwerteindex SDax gelisteten Papiere von Instone um rund zwei Prozent vor.

Am europäischen Aktienmarkt steht STMicroelectronics im Rampenlicht. Der Chip-Hersteller erhält einem Medienbericht zufolge den Zuschlag für einen 2,4 Milliarden Dollar schweren Auftrag von SpaceX, der Weltraumfirma des Tesla-Gründers Elon Musk. Dieser Deal könnte den Gewinn von STM in den kommenden Jahren um bis zu zwölf Prozent erhöhen, rechneten die Experten des Research-Hauses Equita vor. Die Aktien der Chipfirma stiegen in Paris zeitweise auf ein 19-Jahres-Hoch von 33,02 Euro und lagen am Abend 1,9 Prozent im Plus bei 32,57 Euro.

17:36 Uhr

"Dogger Bank": Finanzierung für weltgrößte Windkraftanlage steht

Der britische Energieversorger SSE und das norwegische Öl- und Gasunternehmen Equinor haben sich nach eigenen Angaben darauf verständigt, 6 Milliarden Pfund (8,03 Milliarden US-Dollar) in den Bau der ersten beiden Phasen des Offshore-Windkraftprojekts "Dogger Bank" zu investieren.

SSE plc
SSE plc 17,10

Der Bau der Anlage mit einer Kapazität von 2,4 Gigawatt im britischen Teil der Nordsee wird von einer Gruppe von 29 Banken und drei Kreditexportagenturen finanziert. Dogger Bank soll rund 5 Millionen britische Haushalte mit Strom versorgen. Das entspricht 5 Prozent des britischen Bedarfs. Es ist das weltweit größte Offshore-Windpark-Projekt und hilft beiden Unternehmen, ihre Klimaziele zu erreichen.

17:11 Uhr

Alstom liefert Wasserstoff-Züge an Italien

Der französische Bahntechnik-Konzern Alstom liefert mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betriebene Züge an Ferrovie Nord Milano, eine Transport- und Mobilitätsgruppe in der italienischen Region Lombardei.

Alstom
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Die Alstom SA teilte mit, sie werde zunächst sechs Züge liefern, und der Auftrag im Volumen von rund 160 Millionen Euro beinhalte die Option für acht weitere Züge. Der erste Zug soll innerhalb von drei Jahren nach der Bestellung geliefert werden.

16:38 Uhr

Disney entlässt 32.000 Mitarbeiter wegen Corona-Krise

Disney
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Wegen der geschäftlichen Folgen von Covid-19 wird die Walt Disney Co. bis Ende März 2021 etwa 32.000 Mitarbeiter entlassen - vor allem in Freizeitparks. Der US-Unterhaltungskonzern schloss auch weitere Maßnahmen nicht aus. In einer Pflichtmitteilung heißt es, möglicherweise müssten zusätzliche Finanzmittel gefunden werden. Auch eine Streichung von Dividenden, verringerte Ausgaben für Filme und Fernsehserien, die Einführung zusätzlicher Urlaubstage oder die Reduzierung der Arbeitszeit seien denkbar.

Die Covid-19-Pandemie hat das Unternehmen gezwungen, die Freizeitparks für beträchtliche Zeiträume zu schließen oder mit reduzierter Kapazität zu betreiben, Kreuzfahrten sind seit dem Ende des zweiten Quartals ausgesetzt. Auch die Filialgeschäfte des Unternehmens mussten geschlossen werden.

In den USA bleiben die Börsen heute wegen Thanksgiving geschlossen. Am Freitag findet ein verkürzter Handel statt, die US-Börsen schließen dann bereits um 19 Uhr MEZ, der Anleihemarkt um 20 Uhr MEZ.

16:13 Uhr

Patentstreit Daimler/Nokia landet vor EuGH

Der Rechtsstreit zwischen dem finnischen Mobilfunkausrüster Nokia und Daimler um Patentverletzungen landet vor dem Europäischen Gerichtshof. Das Landgericht Düsseldorf entschied, dem Gericht in Luxemburg eine Reihe von grundsätzlichen Fragen zur Klärung des Patentstreits vorzulegen. Dabei gehe es unter anderem um die Lizenzierung von Patenten innerhalb von mehrstufigen Zulieferketten. Die Verletzungsklage vor dem Düsseldorfer Gericht werde nun ausgesetzt. Gegen den Beschluss kann Beschwerde vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt werden.

Daimler begrüßte die Entscheidung. Damit könnten Fragen zur Lizenzierungspflicht der strittigen Patente grundlegend und europaweit entschieden werden, teilte der Konzern mit. Die Klägerin Nokia betonte, Daimler habe ihre Technologie über Jahre genutzt und wolle Zahlungen dafür vermeiden. Nokia werde nun im Lichte der Düsseldorfer Entscheidung alle Optionen prüfen.

15:54 Uhr

Das sagen KPMG-Prüfer im Wirecard-Ausschuss

Der nach Luftbuchungen kollabierte Zahlungsabwickler und Ex-Dax-Konzern Wirecard hat die Sonderprüfung seiner Bilanz nach Darstellung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG massiv behindert. Dokumente seien immer wieder nicht oder nur verspätet übergeben worden, Interviews regelmäßig verschoben worden, sagte der KPMG-Mitarbeiter Alexander Geschonneck vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu dem milliardenschweren Finanzskandal.

Wirecard
Wirecard ,45

"Es kam zu erheblichen Verzögerungen." Im untersuchten Zeitraum von 2016 bis 2018 seien keine angemessenen Nachweise des in Aschheim bei München ansässigen Unternehmens für angeblich vorhandene Zahlungseingänge und Kontoguthaben im Asiengeschäft erbracht worden.

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15:25 Uhr

Banken-Schreck Klarna mausert sich

Der Zahlungsdienstleister hat in den ersten neun Monaten deutlich mehr Zahlungen abgewickelt. Das Bruttowarenvolumen (GMV) kletterte um 43 Prozent auf 35 Milliarden Dollar, wie das wertvollste Fintech Europas mit einer Bewertung von rund zehn Milliarden Dollar mitteilte. Die Einnahmen stiegen in den drei Quartalen um 37 Prozent auf 742 Millionen Dollar. Erst im September hatte das 2005 in Schweden gegründete Unternehmen, das in Deutschland für das Angebot Sofortüberweisung bekannt ist, bei Investoren 650 Millionen Dollar eingesammelt. Die Firma plant, in den nächsten zwei Jahren in New York an die Börse zu gehen.

15:14 Uhr

Anleger scheuen Aktien - Ölpreise unter Druck

Nach der Kursrally der vergangenen Wochen scheuen Anleger weitere Aktienkäufe. Ferner sorgt die feiertagsbedingte Abwesenheit der US-Anleger für Zurückhaltung. Dax und EuroStoxx50 kamen kaum vom Fleck und notierten am frühen Nachmittag bei 13.307 beziehungsweise 3517 Punkten. Die Investoren seien hin- und hergerissen zwischen der Furcht vor den Folgen aktueller Pandemie-Beschränkungen und der Aussicht auf eine kräftige Erholung der Wirtschaft, sobald Impfstoffe gegen das Coronavirus verfügbar sind, sagte Emmanuel Cau, Chef-Anlagestratege für europäische Aktien bei der Barclays Bank. "Wir stehen voraussichtlich vor weiteren Herausforderungen, bevor wir zur Normalität zurückkehren."

Drohende Nachfrage-Einbußen durch die Restriktionen setzen auch dem Ölpreis zu. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,5 Prozent auf 47,80 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

15:02 Uhr

EZB tüftelt an neuen geldpolitischen Maßnahmen

Die Währungshüter der EZB haben auf ihrer Zinssitzung im Oktober angesichts der wiederaufgeflammten Pandemie den Boden bereitet für neue geldpolitische Hilfsmaßnahmen. "Es wurde betont, dass jedwedes Zeichen der Selbstzufriedenheit - selbst ungewollte - im gegenwärtigen Umfeld schädlich sein könnten", hieß es im Protokoll der Zinssitzung Ende Oktober, das die EZB veröffentlichte.

Die nächste Zinssitzung ist für den 10. Dezember geplant. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) dann ihre billionenschweren Anleihenkäufe erneut aufstockt und auch bei den großen Geldspritzen für Banken nachlegt.

14:47 Uhr

MAN liefert erste E-Busse aus Serienproduktion aus

MAN hat mit der Serienproduktion batterieelektrischer Stadtbusse im polnischen MAN-Werk in Starachowice begonnen und will bis Jahresende die ersten 17 Elektrobusse an die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) übergeben. "Wir erweitern damit unser Produktionsportfolio und gehen konsequent einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität", sagte MAN-Produktionsvorstand Michael Kobriger.

VW Vorzüge
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Der größte schwedische Busbetreiber Nobina Sverige in Malmö habe 22 E-Stadtbusse bestellt, weitere Aufträge lägen vor. Als Gelenkbus solle der vollelektrische Lion's City E vor Juli 2021 in Serie gehen.

14:31 Uhr

Neue Delta-Flüge ohne Quarantäne-Pflicht

Die US-Fluglinie Delta bietet künftig zwischen Atlanta und der italienischen Hauptstadt Rom Flüge an, bei denen die Passagiere mehrfach auf das Coronavirus getestet werden sollen und sich damit nach der Ankunft nicht in Quarantäne begeben müssen.

Delta Air Lines
Delta Air Lines 33,38

Das neue System für die Transatlantikflüge soll ab 19. Dezember erprobt werden, wie die Fluggesellschaft mitteilt. Passagiere müssen demnach vor dem Abflug einen maximal drei Tage alten negativen regulären Corona-Test vorlegen. Am Flughafen Atlanta wird dann vor dem Boarding ein Schnelltest durchgeführt, das Gleiche auch wieder bei der Ankunft in Rom. Beim Abflug aus Italien wird erneut ein Schnelltest fällig, wie Delta erklärte.

14:17 Uhr

Mercedes ruft 30.000 Autos zurück

Mercedes-Benz ruft 30.000 Autos wegen möglicherweise überhöhter CO2-Abgaswerte zurück. Es handle sich aber nicht um unzulässige Abschalteinrichtungen, betonte der Autobauer.

Daimler
Daimler 55,89

Wegen ungenauer Zertifizierungsmessungen auf dem Prüfstand könne der CO2-Wert unter anderem bei bestimmten Varianten der A- und B-Klasse geringfügig unter dem tatsächlichen Wert liegen. Mercedes-Benz habe das Kraftfahrt-Bundesamt über die Ursache des Fehlers informiert und werde auch die Kunden in Deutschland anschreiben.

14:01 Uhr

Millionenstrafe für Pharmafirmen

Die Pharmafirmen Teva und Cephalon sollen 60,5 Millionen Euro Strafe zahlen, weil sie mit Absprachen eine Arznei gegen Schlafstörungen künstlich teuer gehalten haben sollen.

Teva
Teva 10,30

Dies teilte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager in Brüssel mit. Konkret soll Cephalon den damaligen Konkurrenten Teva mit geschäftlichen Vorteilen davon abgebracht haben, ein billiges Nachahmerprodukt zum Medikament Modafinil anzubieten.

13:17 Uhr

"Wie ein Schnellzug": Pfund könnte bei Brexit-Deal durchstarten

Die Devisenexperten von Oanda erwarten, dass das britische Pfund auf 1,40 Dollar steigen könnte, wenn Großbritannien und die EU eine Vereinbarung in den Verhandlungen über ein Handelsabkommen erzielen. Aktuell notiert das Pfund bei 1,3354 Dollar.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,37

Sowohl den Euro als auch das Pfund dürfte es nach oben ziehen, aber das Pfund Sterling dürfte wahrscheinlich besser abschneiden und auf 1,38 bis 1,40 Dollar "wie ein Schnellzug" nach oben rauschen, so Oanda-Analyst Jeffrey Halley. Halley zufolge preisen die Märkte weiterhin eine Übereinkunft ein, obwohl "keine erkennbaren Fortschritte" in den Verhandlungen auszumachen sind.

12:48 Uhr

Höchste Rate seit 2008: Euro-Geldmenge wächst immer stärker

Die Geldmenge in der Eurozone wächst weiterhin stark. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt mitteilt, nimmt die breit gefasste Geldmenge M3 im Oktober zum Vorjahresmonat um 10,5 Prozent zu. Das ist die höchste Rate seit dem Jahr 2008. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 10,3 Prozent gerechnet. Im September hatte das Wachstum 10,4 Prozent betragen.

Zu M3 zählen unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten sowie Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen. Ein starker Anstieg von M3 kann auf mittlere bis lange Sicht eine höhere Inflation bedeuten. Die EZB verfolgt daher diese Kennzahl genau.

12:13 Uhr

Raus aus China: Foxconn fertigt Apple-Bauteile künftig in Vietnam

Der weltgrößte Elektronik-Auftragsfertiger wird einem Insider zufolge auf Bitten von Apple die Fertigung einiger iPad- und MacBook-Bauteile von China nach Vietnam verlagern.

Apple
Apple 105,74

"Der Umzug wurde von Apple gefordert", zitiert Reuters diese Person. Ziel sei es, die Produktion auf mehrere Länder auszuweiten und so die Auswirkungen des Handelskonflikts zwischen den USA und China zu reduzieren. Apple war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Foxconn lehnte einen Kommentar ab.

12:02 Uhr

Banken drosseln Kreditfluss an Firmen

Der starke Kreditfluss an Unternehmen im Euro-Raum schwächt sich in der zweiten Corona-Welle ab. Im Oktober bewilligten die Banken laut EZB 6,8 Prozent mehr Darlehen als ein Jahr zuvor. Im September und August betrug das Plus noch 7,1 Prozent. In der Krise decken sich viele Firmen vorsorglich mit Krediten ein, um nicht in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Jüngste Erhebungen zeigen jedoch, dass Banken hinsichtlich der Kreditrisiken zunehmend besorgt sind, da die zweite Pandemiewelle die wirtschaftliche Erholung bremst.

Die EZB hatte umfangreiche Hilfsprogramme aufgelegt, um den Kreditfluss an die Wirtschaft während der Pandemie aufrecht zu erhalten. Unter anderem erwirbt sie in großem Umfang Anleihen, darunter auch Schuldentitel von Firmen, um Unternehmen zu stützen.

11:24 Uhr

Anleger lassen Mediamarkt-Saturn-Mutter fallen

Die Papiere von Ceconomy fallen am Morgen nach einer Herunterstufung durch Barclays um bis zu 8,6 Prozent auf ein Drei-Wochen-Tief von 3,96 Euro. Zuletzt notieren die Titel noch 4,5 Prozent leichter.

Ceconomy
Ceconomy 5,64

Die Analysten der britischen Bank sehen einen wachsenden Gegenwind für den Mutterkonzern von Media Markt und Saturn im nächsten Jahr. Der bröckelnde Umsatz im Dienstleistungsbereich und höhere Restrukturierungskosten nagten an der Profitabilität. Die Bewertung senkte Barclays auf "Underweight" von "Equal Weight".

10:59 Uhr

Commerzbank erwartet technische Rezession im Winterhalbjahr

Der verschärfte Corona-Kurs wird die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung von Ökonomen im vierten Quartal schrumpfen lassen. "Damit dürfte das Wachstum unter die Nulllinie rutschen, wir rechnen mit einem Minus von einem Prozent", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

Auch das erste Quartal 2021 dürfte größtenteils von einem Lockdown betroffen sein. Die Commerzbank erwartet daher eine technische Rezession im Winterhalbjahr - also zwei Negativ-Quartale in Folge. "Man darf sich keine Illusionen machen: Ein Lockdown kostet viel Geld", sagte Krämer. Darüber hinaus gefährde er zahlreiche wirtschaftliche Existenzen. Die Politik habe versäumt, ausreichend Alternativen zum einfachen Dichtmachen zu entwickeln: Massentests in Altenheimen, Luftreiniger in Schulen, eine ausgefeilten Corona-Warn-App und andere innovative Maßnahmen hätten den Lockdown milder ausfallen lassen können. Andere Experten erwarten ebenfalls einen Konjunkturdämpfer, halten aber eine Rezession noch nicht für eine ausgemachte Sache.

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10:15 Uhr

Doch nicht "erwachsen"? Bitcoin prallt deutlich von Rekordhoch ab

Da war die die Luft dann wohl doch zu dünn ...

Die Digitalwährung Bitcoin hat es nach mehreren Anläufen nicht geschafft, ihr drei Jahre altes Rekordhoch zu übertreffen. Die älteste und bekannteste Kryptowährung bricht sogar ein. Nachdem sie am Vortag noch bis zu rund 19.400 Dollar wert gewesen war, fällt sie heute bis auf 17.253 Dollar zurück. Zuletzt kostete ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp knapp 17.900 Dollar. Das Rekordhoch des Bitcoin beträgt auf Bitstamp 19.666 Dollar. Erreicht wurde es Ende 2017.

Der neuerliche Kurseinbruch dürfte wieder Diskussionen auslösen, wie nachhaltig der jüngste Kursanstieg des Bitcoin ist. Optimisten hatten zuletzt argumentiert, das Ansehen der Digitalwährung habe sich in den vergangenen Monaten verbessert. Der Bitcoin sei "erwachsener" geworden. Genannt wurde etwa das Vorhaben des Bezahldienstes Paypal, seinen Kunden die Bezahlung in Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu ermöglichen. Kritiker argumentieren dagegen, die hohen Kursausschläge stünden einer Verwendung als Zahlungsmittel und Anlageform im Wege. Sie betrachten Digitalwährungen daher als reines Spekulationsobjekt.

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09:44 Uhr

Gedrosselte Kauflaune: "Hälfte der Bürger macht sich große Sorgen"

Börsianer sind weiter hin- und hergerissen zwischen der Hoffnung auf eine rasche Überwindung der Corona-Krise und der Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie-Beschränkungen, die in Deutschland im Dezember unter anderem für den Einzelhandel noch weiter verschärft werden.

Der Teil-Lockdown drückt in der für Händler verkaufsträchtigen Vorweihnachtszeit auf die Verbraucherstimmung in Deutschland. Das von der Nürnberger GfK veröffentlichte Konsum-Barometer signalisiert für Dezember einen Rückgang um 3,5 Punkte auf minus 6,7 Zähler. Das ist das niedrigste Niveau seit Juli. Eperten hatten einen Wert von minus 5,0 erwartet. Mit Blick auf ihre persönliche Zukunft macht sich in der Corona-Krise inzwischen knapp die Hälfte der Bürger "sehr große, beziehungsweise eher große Sorgen", wie die Marktforscher ermittelten.

09:25 Uhr

Dax hält an Thanksgiving die Füße still

Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich zum Auftakt wenig verändert.Der Dax notiert 0,1 Prozent höher bei 13.306 Punkten. Von den Vorlagen der ausländischen Börsen kommen nur wenig Impulse, auch wegen des Thanksgiving-Feiertags in den USA wird mit geringen Umsätzen in Europa gerechnet. "Und dann wartet der Markt auf die Umsatzzahlen vom Black Friday", so ein Marktteilnehmer.

In den USA bleiben die Börsen heute wegen Thanksgiving geschlossen. Am Freitag findet ein verkürzter Handel statt. Die US-Börsen schließen bereits um 19 Uhr MEZ, der Anleihemarkt um 20 Uhr MEZ.

Dax
Dax 13.815,06

Trotz des eingeschränkten Handels sei "die Risikobereitschaft aber weiter vorhanden", sagt ein Händler mit Verweis auf den festeren Euro und die steigenden Rohstoff-Preise. "Insofern sind Vorstöße auf der Oberseite wahrscheinlicher als Rückschläge", meint er.

In Asien hatte zuvor die Aussicht auf politische Stabilität in den USA und einen Corona-Impfstoff die Börsen getragen. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 26.537 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,6 Prozent. Die Börse in Schanghai notierte 0,2 Prozent höher.

08:35 Uhr

Ölpreise halten sich bei Vor-Corona-Hoch

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 56,23

Die Ölpreise legen im frühen Handel leicht zu. Sie bewegen sich weiterhin in der Nähe ihrer höchsten Stände seit März, bevor die erste Corona-Welle einen drastischen Preissturz verursacht hatte. US-Rohöl war damals sogar zeitweise zu einem negativen Preis gehandelt worden. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostet 48,64 US-Dollar. Das sind elf Cent mehr als zum Handelsschluss am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um drei Cent auf 45,75 Dollar. Fachleute nennen mehrere Gründe für den deutlichen Anstieg der Ölpreise in den vergangenen Wochen. An erster Stelle rangiert die Hoffnung auf zeitnah verfügbare Corona-Impfstoffe, von der sich eine konjunkturelle Erholung erhofft wird. Dies würde auch der Ölnachfrage zugute kommen.

07:58 Uhr

Euro klettert auf höchsten Stand seit knapp drei Monaten

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,21

Der Euro hat ein Dreimonatshoch erreicht: Am Morgen steigt die Gemeinschaftswährung bis auf 1,19 US-Dollar und kostet damit so viel wie letztmalig Anfang September. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,18 Dollar festgesetzt.

Der Euro hatte in den vergangenen Tagen vor allem von der überwiegend guten Stimmung an den Aktienmärkten profitiert. Der amerikanische Dollar wurde hingegen belastet, da er als weltweite Reservewährung gilt, die eher als Absicherung in schwächeren Marktphasen gefragt ist.

07:37 Uhr

Asiens Anleger blicken optimistisch auf Pandemie-Entwicklung

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen mehrheitlich mit leichten Gewinnen. Nachdem die Meldungen über die baldige Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen an den Märkten für Optimismus gesorgt hatten, rücken nun wieder die steigenden Infektionszahlen und Eindämmungsmaßnehmen in den Blick.

Nikkei
Nikkei 28.539,14

Am stärksten aufwärts geht es im Tokio. Der Nikkei-Index gewinnt 0,9 Prozent auf 26.523 Punkte. Aufmerksam verfolgen Investoren die Entwicklungen der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen, nachdem die Stadtverwaltung von Tokio die Öffnungszeiten für Restaurants ab Samstag verkürzt hat. Angesichts dessen knicken die Aktien des Restaurant-Betreibers Watami um 5,1 Prozent ein, Daisyo verlieren 2,0 Prozent. Gefragt sind vor allem Aktien aus dem E-Commerce-Bereich: Z Holdings - der japanische Yahoo!-Betreiber - rücken 4,7 Prozent vor, Rakuten gewinnen 3,0 Prozent.