Freitag, 11. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:40 Uhr

Dax schippert ruhig durch den Tag - Punktlandung

Der deutsche Aktienmarkt ist am Ende einer insgesamt guten Börsenwoche nicht mehr weiter vorangekommen. Er zeigte sich nur wenig beeindruckt davon, dass die donnerstäglichen Kurse an der Wall Street einmal mehr vor allem im Technologiesektor unter Druck geraten waren. Am Nachmittag setzte dann in den USA die Gegenbewegung an, ohne dass dies zu stärkeren Gewinnen an der Frankfurter Börse geführt hätte. Wichtige Konjunkturmeldungen gab es heute nicht.

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Der Dax ging kaum verändert mit 13.203 Punkten ins Wochenende. Damit blieb das Coronakrisen-Hoch aus der Vorwoche von 13.460 Zählern weiter in Sichtweite. Der MDax verlor 0,5 Prozent auf 27.346 Zähler. Der TecDax notierte 0,2 Prozent tiefer bei 3068 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,2 Prozent auf 3320 Punkte nach oben.

Mit Blick auf Unternehmensnachrichten bewegte es die Aktien von Knorr-Bremse sehr negativ, dass Großaktionär Heinz Hermann Thiele seinen Anteil an dem Bremsenhersteller weiter reduziert. Die Papiere fielen um 7 Prozent auf 101,32 Euro. Börsenbrief-Autor Hans Bernecker hatte am Donnerstag bereits davor gewarnt, dass die Aktie technisch überkauft sei.

Bayer dagegen gehörten mit plus 0,5 Prozent zu den Gewinnern in der Dax-Familie. Gut an kam hier vor allem die Nachricht, dass der Pharma- und Agrarchemiekonzern im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat auf einen neuen Kompromiss mit US-Klägern zusteuert. Außerdem wurde bekannt, dass der Konzern weiter von Werner Baumann geleitet wird.

Unter Druck standen heute die Bankenwerte. Deutsche Bank lagen mit minus 2,3 Prozent am Dax-Ende. Im MDax verloren Commerzbank ebenfalls 2,3 Prozent.

17:17 Uhr

Euro wieder deutlich fester - EZB-Chefökonom warnt allerdings

Der Euro hat heute wieder an Härte gewinnen können. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1850 US-Dollar. In der Nacht hatte er nur knapp über der Marke von 1,18 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1854 (Donnerstag: 1,1849) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8436 (0,8440) Euro. Der Kurs des Euro lag allerdings unter seinen Höchstständen vom Donnerstag, als er kurzzeitig über 1,19 Dollar gestiegen war.

EZB-Chefökonom Philip Lane warnte vor den Folgen eines starken Euro für Wachstum und Inflation. Die wirtschaftliche Erholung und die Preisentwicklung seien durch den zuletzt aufwertenden Euro "deutlich gedämpft" worden.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,17

16:59 Uhr

Starke europäische Front gegen Kryptowährungen

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(Foto: imago images/photothek)

Deutschland hat sich gemeinsam mit den Euro-Ländern Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden für eine harte Regulierung von Kryptowährungen ausgesprochen. Es müsse ein "sehr klares Regelwerk" dafür geben, damit die Stabilität von Finanzmärkten nicht gefährdet werde, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz nach dem Treffen der Euro-Finanzminister. Wo diese bedroht sei, müssten von privaten Anbietern geschaffene Kryptowährungen "verboten werden".

Bei digitalen Währungen sind eine Reihe von Anbietern am Start. Eines der bekanntesten Projekte ist die Kryptowährung Libra des US-Onlinekonzerns Facebook. Er verspricht den Nutzern, das Einkaufen und Geldüberweisen im Internet mittels Libra so einfach wie das Versenden einer Textnachricht zu machen. Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire wirbt schon lange für ein Verbot der Libra in Europa. In der Eurozone könne nur die EZB eine Währung ausgeben, sagte er.

16:32 Uhr

Lufthansa bietet älteren Flugbegleitern Abfindungen an

Der Jobabbau bei der Lufthansa erweist sich als dickes Brett, das gebohrt werden muss. Die Airline bot nun älteren Flugbegleitern Abfindungsangebote an. Die Offerte laufe von Anfang September bis Ende Oktober und richte sich an Kabinenmitarbeiter im Alter von mindestens 55 Jahren, sagte ein Konzernsprecher. Die Beschäftigten sollen demnach bis zum frühestmöglichen Eintritt in den regulären Ruhestand (mit 63 Jahren) monatlich eine Art Übergangsgeld bekommen. Der "Spiegel" berichtete, die Mitarbeiter könnten vorzeitig in die betriebliche Altersversorgung wechseln und erhielten rund die Hälfte ihrer bisherigen Bezüge.

Jüngeren Flugbegleitern will die Lufthansa bei freiwilligem Ausscheiden Einmalzahlungen anbieten. Hierüber wird dem Sprecher zufolge noch verhandelt.

16:06 Uhr

Oracle sorgt für gute Laune - Wall Street startet im Plus

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(Foto: REUTERS)

Quartalszahlen von Oracle haben die Stimmung am US-Aktienmarkt zum Wochenschluss aufgehellt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag bis zu 0,7 Prozent höher bei 27.716 Punkten, der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,8 Prozent auf 3364 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1 Prozent auf 11.033 Punkte und erholte sich damit weiter von seinem jüngsten Ausverkauf.

Oracle sprangen nach einem besser als erwartet ausgefallenen Quartalsergebnis um mehr als 7 Prozent auf ein Rekordhoch von 61,46 Dollar. Der SAP-Konkurrent profitiert vom Trend zum Homeoffice in der Corona-Krise dank einer höheren Nachfrage nach Cloud-Dienstleistungen. Die ebenfalls zu den Profiteuren der Pandemie-Einschränkungen zählenden Tech-Riesen Apple, Amazon, Microsoft und der Online-Videoanbieter Netflix notierten ebenfalls fester.

Tesla lagen 1,7 Prozent höher. Der Elektroautobauer will Insidern zufolge seine in China produzierten Model-3-Autos in anderen asiatischen Ländern und in Europa verkaufen. Die Fahrzeuge, die seit Dezember in der Fabrik in Shanghai gebaut werden, sollen ab dem kommenden Jahr auch in Japan und Hongkong angeboten werden.

15:51 Uhr

Schweinefleisch-Preis bricht ein - Exporte nach China ausgesetzt

Fallende Preis und ausgesetzte Exporte: Das erstmalige Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland hat für die heimische Fleischindustrie massive Folgen. Die Preise für Schweinefleisch brachen um fast 14 Prozent auf 1,27 Euro pro Kilogramm ein, wie die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) mitteilte. Vor der Bestätigung des ersten Schweinepestfalls in Deutschland hatte der Preis noch bei etwa 1,47 Euro pro Kilo gelegen. Auch die Ferkelpreise gaben deutlich nach.

Die deutschen Exporte nach China und in andere Länder außerhalb der EU sind nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg vorübergehend ausgesetzt worden.

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(Foto: imago images/Martin Wagner)

15:42 Uhr

Passende Strategien zum nachhaltigen Investieren

Umweltbewusst, sozial und mit einer verantwortungsvollen Unternehmensführung, so sollen die Firmen wirtschaften, in die nachhaltig orientierte Anleger investieren wollen. Solche Unternehmen werden in speziellen Indices nach ESG-Standards gelistet. Wie Anleger darauf setzen können und warum eine Streuung der Investitionen ratsam ist, bespricht Bianca Thomas mit Metin Simsek von der UBS.

15:22 Uhr

Luftfahrtaktien mit dickem Minus - auch im Rüstungsbereich

Von kräftigem Druck auf alle Arten von Luftfahrtaktien berichtet ein Händler am Nachmittag. "Es sind gar nicht die Reise-Themen, die unter Druck stehen, sondern die Hardware", sagt ein Händler. Denn Tui gäben nur um 1 Prozent nach und Carnival um 0,3 Prozent, während die Airlines wie Ryanair, Easyjet und IAG um bis zu 3,4 Prozent fallen. Lufthansa gaben 2,1 Prozent nach.

Unter den Flughafen-Werten fielen Fraport um 3,3 Prozent, Aeroports de Paris um 1,8 Prozent. Aber auch stark rüstungsorientierte Unternehmen verloren deutlich: So Dassault Aviation mit 3,2 Prozent, Leonardo und Thales bis zu 2 Prozent und BAE Systems um 1 Prozent. Im Dax zeigten sich MTU mit minus 0,8 Prozent noch relativ stabil.

14:55 Uhr

Belebt die Commerzbank die Mittelstandsbank wieder?

Kommt es zu einem Comeback? Im Zuge ihrer strategischen Neuausrichtung erwägt die Commerzbank angeblich eine Wiederbelebung ihrer 2016 zerschlagenen Mittelstandsbank. Der Anfang August angetretene Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter sei dafür, das Geschäft mit kleinen Unternehmen und Selbständigen aus der Privatkundensparte herauszulösen und wieder mit dem übrigen Firmenkundengeschäft mit größeren Mittelständlern bis hin zu internationalen Konzernen zusammenzulegen, berichtet die "Börsen-Zeitung" unter Berufung auf Finanzkreise. Das Geldhaus gab keine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Commerzbank
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Zudem spielt Vetter dem Blatt zufolge eine Neuverteilung der Vorstandsressorts sowie eine Verkleinerung des Gremiums durch. Demnach könnte der erst seit Jahresbeginn amtierende Firmenkundenchef Roland Boekhout den bisherigen Privatkundenvorstand Michael Mandel ablösen. Als früherer Chef der ING-DiBa gelte Boekhout als Experte für digitale Geschäftsmodelle im deutschen Massengeschäft. Er könnte mittelfristig auch die Verantwortung für die IT von Jörg Hessenmüller übernehmen. Der Aufsichtsratschef soll auch angeregt haben, Comdirect-Chefin Frauke Hegemann als Bereichsvorständin in den Mutterkonzern zu holen.

Die Commerzbank-Aktie verbilligte sich am Nachmittag um 1,9 Prozent.

14:24 Uhr

Größere Diamantennachfrage erfreut De Beers

Hier mal etwas zu Diamanten und Edelsteinen: Der entsprechende Händler De Beers hat es mit einer regen Nachfrage zu tun. Wie die Tochtergesellschaft von Anglo American mitteilte, wurden im siebten Verkaufszyklus des Jahres fast dreimal so viele Rohdiamanten verkauft wie im vorangegangenen Zyklus.

De Beers verwies zur Begründung darauf, dass einige Käufer sich bereits auf Weihnachten vorbereiteten. Zudem sei die Nachfrage nach Brautdiamantschmuck in allen Märkten rege. De Beers, die das Jahr in insgesamt zehn Verkaufszyklen einteilt, erklärte weiter, im siebten Zyklus habe man Rohdiamanten im Wert von 320 Millionen US-Dollar verkauft, nach 116 Millionen Dollar im vorangegangenen Zyklus.

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(Foto: imago/Photocase)

14:03 Uhr

Exportpläne von Tesla gefallen Anlegern - Kurs steigt

Mit der Tesla-Aktie geht es wieder bergauf - sie verteuerte sich vorbörslich an der Wall Street um bis zu 3,8 Prozent. Der Elektroautobauer will Insidern zufolge seine in China produzierten Model-3-Autos in anderen asiatischen Ländern und in Europa verkaufen.

Die Fahrzeuge, die seit Dezember in der Fabrik in Shanghai gebaut werden, sollen ab dem kommenden Jahr auch in Japan und  Hongkong angeboten werden.

13:44 Uhr

Wirecard: Philippinen nehmen Dutzende Personen ins Visier

Die philippinischen Behörden richten ihre Untersuchung im Zusammenhang mit dem Wirecard-Bilanzskandal auf 57 In- und Ausländer. Es handle sich um Personen, die potenziell in die Affäre um den Aschheimer Zahlungsabwickler verwickelt sein könnten, teilte der Leiter der Stelle zur Bekämpfung von Geldwäsche, Mel Georgie Racela, mit. Mit den deutschen Behörden werde zusammengearbeitet.

Wirecard hatte im Juni Insolvenz angemeldet, nachdem Prüfer 1,9 Milliarden Euro nicht auffinden konnten. Die Philippinen stehen mit im Fokus der Affäre, da das fehlende Geld angeblich auf Treuhandkonten zweier Banken in dem Land geparkt war.

13:24 Uhr

Wall Street signalisiert Start mit Gewinnen

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(Foto: AP)

Nach den kräftigen Verlusten am gestrigen Tag dürfte die Wall Street zum Wochenabschluss mit Aufschlägen starten. Damit bleibt die Volatilität weiter hoch. Nach einem Start im Plus waren die Kurse am Donnerstag im Verlauf in negatives Terrain gerutscht. Auslöser waren erneute Gewinnmitnahmen im Technologie-Sektor, dessen Bewertung von vielen Marktteilnehmern weiterhin als zu hoch angesehen wird. Vor dem Wochenende ist damit ein erneuter Rutsch in negatives Terrain nicht auszuschließen.

Der Future auf den S&P-500 legt aktuell um 0,9 Prozent zu, der Nasdaq-Terminkontrakt klettert um 1,0 Prozent. Bislang hat der Nasdaq-Composite im Wochenverlauf 3,5 Prozent eingebüßt - das stärkste Minus seit dem Absturz Mitte März. Vor allem die Kursverluste bei den Technologie-Schwergewichten Apple, Facebook und Amazon belasten das Sentiment. Diese haben im Wochenverlauf bislang zwischen 3,4 und 6,2 Prozent eingebüßt.

Bei den Einzelwerten geht es für die Aktien von Oracle nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen vorbörslich um 3,4 Prozent aufwärts. Der Datenbankspezialist steigerte in seinem ersten Quartal den Umsatz um 2 Prozent auf 9,37 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn stieg um 5 Prozent auf 2,25 Milliarden Dollar.

13:05 Uhr

Modekonzern s.Oliver nimmt Geld in die Hand

Das Logo der Modekette s.Oliver. Foto: picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)

Der Würzburger Modekonzern s.Oliver, zu dem auch Marken wie Liebeskind und Comma gehören, will in den kommenden Jahren in neue Filialen und die Auslandsexpansion investieren. Geplant seien in den nächsten fünf Jahren rund 150 Millionen Euro, sagte Unternehmenschef Claus-Dietrich Lahrs dem "Handelsblatt" - auch für Logistik, IT, neue Software inklusive KI-Lösungen.

Lahrs sagte, er wolle den Umsatz in den nächsten Jahren von zuletzt 1,3 Milliarden Euro verdoppeln. An diesem Ziel ändere auch die Corona-Pandemie nichts. Für das laufende Jahr rechnet der s.Oliver-Chef allerdings mit einem Umsatzeinbruch zwischen 15 bis 20 Prozent.

12:46 Uhr

Jobkahlschlag sorgt bei MAN für große Empörung

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(Foto: imago images/imagebroker)

MAN muss sich beim geplanten Stellenabbau auf heftigen Widerstand der Arbeitnehmer einstellen. Der MAN-Betriebsrat kritisierte die vom Vorstand angekündigte Streichung von bis zu 9500 Arbeitsplätzen ungewöhnlich scharf.

  • "Das sind Management-Konzepte von tief unten aus der Mottenkiste", erklärte Betriebsratschef Saki Stimoniaris.

Die Belegschaft werde nicht für schwere Managementfehler büßen, sondern Widerstand gegen den Stellabbau leisten. Er forderte den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und kündigte an, dem Vorstand eigene Vorstellungen zur Zukunft von MAN vorzulegen. Der Plan des Managements würde in Deutschland und Österreich "fast jeden zweiten Arbeitsplatz vernichten".

12:25 Uhr

Brexit-Gezerre drückt Pfund kräftig runter

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,10

Das britische Pfund hat am Vormittag zu Euro und US-Dollar wieder Fahrt nach unten aufgenommen. Mit 0,9282 je Euro ist das Pfund so billig wie zuletzt vor knapp einem halben Jahr, nachdem es bereits am Donnerstag ordentlich Federn gelassen hat.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem No-Deal Brexit komme, also keine Einigung zwischen der EU und Großbritannien über ein Handelsabkommen bis zum Jahresende getroffen werde, werde immer größer und somit nehme die Nervosität am Markt zu, kommentiert Commerzbank-Analystin You-Na Park-Heger.

12:01 Uhr

Dax gurkt mit kleinem Minus rum - Knorr-Bremse ausgebremst

Knorr
Knorr 99,33

Die festgefahrenen Brexit-Verhandlungen lassen die europäischen Aktienanleger mit großer Vorsicht agieren. In Frankfurt fiel der Dax am Mittag um 0,3 Prozent auf 13.164 Punkte. Der EuroStoxx50 gab um ebenfalls 0,3 Prozent auf 3303 Stellen nach.

  • "Nach den starken Schwankungen der vergangenen Tage sind die Börsen wieder einmal auf Richtungssuche", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.
  • "Es fehlen die Käufer, die den Markt weiter nach oben treiben. Gleichzeitig gibt es aber auch nicht viele Verkäufer, die stärkere Verluste auslösen könnten."

Bei den deutschen Aktienwerten rückte Knorr-Bremse ins Rampenlicht. Die Aktien des Auto- und Bahn-Zulieferers fielen zeitweise um fast 9 Prozent, nachdem Mehrheitsaktionär Heinz Herrmann Thiele 10 Millionen Anteilsscheine zu je 100 Euro verkauft hatte.

  • "Vielleicht braucht er Geld für sein Engagement bei der Lufthansa", sagte ein Börsianer.
11:45 Uhr

Weidmann mahnt bei digitalem Euro zur Vorsicht

Derzeit läuft eine Debatte um die Einführung eines digitalen Euro. Diese muss nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sorgfältig bedacht sein. Viele Themen im Zusammenhang mit einer Digitalwährung der Zentralbank (CBDC) erforderten immer noch eine weitere Analyse, sagte er auf einer virtuellen Konferenz der Bundesbank.

  • "Die verschiedenen Risiken legen nahe, dass eine umsichtige Gestaltung und eine vorsichtige Vorgehensweise essenziell sein wird."

Weidmann zufolge prüfen derzeit Mitarbeiter der Bundesbank die Vorteile und Risiken eines digitalen Euro und was dies für die Ausgestaltung bedeutet.

  • "Es wäre allerdings falsch, das als eine Entscheidung zugunsten einer CBDC zu interpretieren", sagte Weidmann.
11:00 Uhr

Übernahmeofferte feuert Altice-Aktienkurs hoch

Nach der Übernahmeofferte durch Firmengründer Patrick Drahi steuern die Aktien von Altice auf den größten Tagesgewinn seit zweieinhalb Jahren zu. Die Titel des Kabelnetz-Betreibers steigen in Amsterdam um gut 27 Prozent auf 4,22 Euro.

Drahi bietet den übrigen Eignern 4,11 Euro je Aktie und will das Unternehmen von der Börse nehmen.

10:38 Uhr

IG Metall bringt Staatsbeteiligung bei Thyssen ins Gespräch

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Die IG Metall hat sich dafür ausgesprochen, dass der Staat im Fall einer sich verschärfenden Krise Thyssenkrupp Steel Europe durch eine Beteiligung zu Hilfe kommt. Thyssenkrupp sei in Nordrhein-Westfalen "systemrelevant", sagte NRW-Bezirkschef Knut Giesler. In der Stahlsparte seien 27.000 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kämen Zulieferer und weitere Firmen. Nordrhein-Westfalen sei ohne Stahl nicht denkbar.

Vorstandschefin Martina Merz hält sich alle Optionen offen - eine Partnerschaft oder Fusion mit einem Konkurrenten wie etwa Salzgitter oder dem schwedischen SSAB-Konzern, einen Verkauf oder eine Sanierung in Eigenregie.

10:03 Uhr

Briten schließen erstes Post-Brexit-Freihandelsabkommen

Großbritannien hat mit Japan das erste größere Freihandelsabkommen nach dem Austritt aus der Europäischen Union geschlossen. Es handele sich um das erste größere Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs als "unabhängige Handelsnation", teilte das britische Ministerium für internationalen Handel mit. Das Abkommen soll den Handel mit Japan demnach um schätzungsweise 15,2 Milliarden Pfund (16,5 Milliarden Euro) erhöhen.

Die Digital- und Datenvereinbarungen gingen "weit" über die Bestimmungen des EU-Handelsabkommens mit Japan hinaus und unterstützten britische Fintech-Firmen, die in dem asiatischen Land tätig sind, so das Ministerium.

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(Foto: REUTERS)

09:45 Uhr

Tesla will Autos aus China nach Europa exportieren

Der Elektroautobauer Tesla will Insidern zufolge seine in China produzierten Model-3-Autos in anderen asiatischen Ländern und in Europa verkaufen. Die Fahrzeuge, die seit Dezember in der Fabrik in Shanghai gebaut werden, sollen ab dem kommenden Jahr auch in Japan und Hongkong angeboten werden, sagte ein Insider gegenüber Reuters. Tesla gab keine Stellungnahme dazu ab.

09:30 Uhr

Brexit-Hickhack macht Dax zu schaffen

Wegen der festgefahrenen Brexit-Verhandlungen scheuen Anleger Engagements am deutschen Aktienmarkt. Der Dax stieg leicht um 0,1 Prozent auf 13.196 Punkte. Der MDax verlor 0,2 Prozent auf 27.4127 Zähler. Der TecDax legte um 0,2 Prozent auf 3079 Stellen zu. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 3315 Punkten.

Nervös machte Investoren die harte Haltung der britischen Regierung, die den Brexit-Vertrag in Teilen aushebeln will. Wegen der verfahrenen Situation seien Prognosen über den Ausgang der Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU schwierig, sagte LBBW-Analyst Andreas Heinemann.

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09:25 Uhr

Entspannung in Virus-Krise in Tokio hilft Nikkei hoch

Nikkei
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Mit Erleichterung haben Japans Anleger auf die gesenkte Corona-Warnstufe in der Hauptstadt Tokio reagiert. Der Nikkei stieg um 0,7 Prozent und ging mit 23.406 Punkten aus der Woche. An der Börse in Shanghai nutzten Schnäppchenjäger die Kursverluste der vergangenen Tage zum Wiedereinstieg und verhalfen dem dortigen Leitindex zu einem Kursplus von 0,4 Prozent auf 3247 Zähler.

Vor größeren Käufen schreckten Investoren in Asien allerdings zurück. Sorgen bereiteten ihnen unter anderem die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China. Ein weiterer Stimmungsdämpfer waren die gescheiterten Verhandlungen über ein weiteres US-Konjunkturpaket im Kampf gegen die Corona-Krise.

09:09 Uhr

Britische Wirtschaft berappelt sich langsam

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(Foto: dpa)

Die britische Wirtschaft erholt sich weiter von ihrem Einbruch in der Corona-Krise, allerdings mit abnehmendem Tempo. Im Juli sei die Wirtschaftsleistung (BIP) zum Vormonat um 6,6 Prozent gestiegen, teilte das britische Statistikamt ONS in London mit. Es ist bereits der dritte Monat in Folge mit Wachstum, nachdem das BIP im März und April drastisch eingebrochen war. Allerdings war die Wirtschaft im Vormonat Juni mit 8,7 Prozent noch etwas kräftiger gewachsen.

In den drei Monaten bis Juli war das BIP verglichen mit den drei Monaten zuvor jedoch immer noch rückläufig. Verglichen mit Februar, als die starken Corona-Einschränkungen noch nicht in Kraft waren, liegt die Wirtschaftsleistung aktuell immer noch 11,7 Prozent tiefer.

08:56 Uhr

Ölpreise sinken leicht

Die Ölpreise haben am Morgen in einem zunächst ruhigen Umfeld leicht nachgegeben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete im frühen Handel 39,94 US-Dollar. Das waren 12 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls leicht auf 37,24 Dollar.

Der Rohölmarkt wurde in den vergangenen Tagen stark durch die allgemeine Stimmung an den internationalen Finanzmärkten beeinflusst. Belastung kam vor allem seitens der Technologiewerte am US-Aktienmarkt, die zeitweise erheblich unter Druck standen. Dies hat die allgemeine Marktstimmung und damit auch die Kauflaune am Ölmarkt deutlich beeinträchtigt.

08:45 Uhr

Kahlschlag bei MAN - Tausende Stellen fallen weg

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(Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dp)

Der margenschwache Nutzfahrzeughersteller MAN will mit einschneidenden Maßnahmen profitabler werden. Der zur Traton gehörende Münchener Traditionskonzern plant laut Mitteilung den Abbau von bis zu 9500 Stellen in Deutschland, Österreich und weltweit. Teilweise sollen Entwicklungs- und Produktionsprozesse an andere Standorte verlagert werden. Der Fertigungsstandort Steyr sowie die Betriebe in Plauen und Wittlich stünden zur Disposition.

  • "Die beabsichtigte Neuausrichtung wird eine grundlegende Restrukturierung des MAN Truck & Bus-Geschäfts in allen Bereichen, einschließlich einer Neuaufstellung des Entwicklungs- und Produktionsnetzwerks sowie einen signifikanten Stellenabbau erfordern", heißt es in der Mitteilung.

Den Restrukturierungsaufwand für die Personalmaßnahmen sieht MAN im mittleren bis oberen dreistelligen Millionenbereich. Mit den Arbeitnehmervertretern sollen "zeitnah" Verhandlungen aufgenommen werden.

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08:17 Uhr

Fraport mit positivem Trend - und einem Rückschlag

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Fraport 34,08

Der Frankfurter Flughafen verzeichnet beim Passagieraufkommen im August ein Minus von 78,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gut 1,5 Millionen Flugreisende wurden dabei gezählt. Im Juli hatte der Rückgang noch 80,9 Prozent betragen. Der leicht positive Trend insbesondere durch Urlaubsreisen habe sich im August fortgesetzt, teilte Fraport mit. Im September hätten sich allerdings bereits die ersten negativen Auswirkungen der pauschalen Quarantäne-Anordnung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gezeigt.

08:01 Uhr

Drohender harter Brexit belastet den Dax

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit erneuten leichten Verlusten starten. Am Donnerstag hatte der deutsche Aktienleitindex knapp im Minus bei 13.208,89 Punkten geschlossen. Der Streit um das britische Binnenmarktgesetz, mit dem Teile des Brexit-Abkommens ausgehebelt werden sollen, bereite Anlegern weiterhin Sorge, sagt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Eigentlich müssten die Gräben so kurz vor dem Ende der Übergangsphase jetzt in hohem Tempo zugeschüttet werden." Stattdessen wachse die Gefahr eines "No Deal"-Brexit.

Dax
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Ein Krisentreffen brachte EU-Diplomaten zufolge am Donnerstag keine Annäherung. Ohne eine Einigung bis zum Jahresende droht ein ungeordneter Ausstieg Großbritanniens aus der EU, der Experten zufolge die Wirtschaft beiderseits des Ärmelkanals belasten würde.

Bei den Konjunkturdaten richten Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die US-Inflationszahlen. In der kommenden Woche berät die Notenbank Fed über ihre Geldpolitik. Ihr Chef Jerome Powell hatte Ende August bereits signalisiert, dass sein Haus künftig Teuerungsraten über der Zielmarke von zwei Prozent auch längerfristig tolerieren werde, um die Konjunktur zu stützen.

07:38 Uhr

Elon Musk twittert auf Deutsch: "Es wird super Spaß machen!!"

Mit einem Tweet auf Deutsch wirbt Tesla-Chef Elon Musk um Mitarbeiter für seine geplante Fabrik im brandenburgischen Grünheide. "Bitte arbeiten Sie bei Tesla Giga Berlin! Es wird super Spaß machen!!", twitterte er. Zuvor hatte der brandenburgische Wirtschaftsminister Jörg Steinbach der "FAZ" gesagt, die Fabrik könnte nach Einschätzung der Landesregierung bis zu 40.000 Mitarbeiter beschäftigen. Derzeit sehen die Pläne des Autoherstellers rund 12.000 Mitarbeiter vor, die bis zu einer halben Million Elektroautos im Jahr produzieren sollen. Erst vergangene Woche hatte Musk die Baustelle in Grünheide besucht.

07:17 Uhr

Asiatische Märkte trotzen Technologie-Flaute

Nikkei
Nikkei 23.568,94

Die asiatischen Aktienmärkte behaupten trotz schwacher Vorgaben aus dem US-Technologiesektor ihr Niveau. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,3 Prozent höher bei 23.304 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt um 0,5 Prozent und lag bei 1633 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notiert nahezu unverändert bei 558 Punkten. Im Devisenhandel lag der Dollar kaum verändert bei 106,13 Yen. Der Euro notierte ebenfalls stabil bei 1,1830 Dollar.

An der New Yorker Wall Street hatten die großen Technologie-Aktien ihre freundliche Kurstendenz des Vortages nicht durchhalten können. Händler verwiesen außerdem auf das Scheitern eines Gesetzesvorschlages der Republikaner für Corona-Hilfen im US-Senat.