Freitag, 03. September 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

Gegenwind aus den USA bremst Dax aus - Wochenminus

Nach einem schwachen US-Arbeitsmarktbericht haben sich die europäischen Börsen am Nachmittag für den Weg nach unten entschieden. Die US-Wirtschaft hat im August gerade einmal 235.000 Stellen geschaffen. Erwartet worden war ein Plus von 720.000. In der laufenden Woche hatte bereits der ADP-Arbeitsmarktbericht enttäuscht.

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Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf das Handelsgeschehen in Frankfurt. Der Dax erholte sich zum Handelsende wieder und verlor nur noch 0,4 Prozent auf 15.781 Punkte, sein Tagestief lag am Nachmittag bei 15.690 Zählern. Damit verlor der Leitindex auf Wochensicht rund 70 Punkte. Für den EuroStoxx50 ging es um 0,8 Prozent auf 4200 Stellen nach unten.

"Die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat die Erholung am US-Arbeitsmarkt spürbar gebremst", merkt die Commerzbank an. Vor allem bei den kontaktintensiven Dienstleistungen sei die Beschäftigung kaum noch gestiegen. Die US-Notenbank dürfte die weitere Entwicklung erst einmal weiter abwarten, bevor sie ihre Anleihekäufe zurückführt. Daneben weist QC Partners darauf hin, dass die Löhne weiterhin schneller als erwartet stiegen. "Damit bleibt Inflation ein großes Thema."

Glimpflich davongekommen ist Europa bei den Konjunkturdaten: Hier wurden zwar fast alle Einkaufsmanager-Indizes (PMI) in der zweiten Lesung nach unten revidiert, dies jedoch nur im Nachkommabereich. Der Erholungstrend ist weiter intakt. Ganz anders in China: Dort brach der Caixin-Einkaufsmanager-Index (PMI) für den Dienstleistungssektor innerhalb nur eines Monats von 54,9 im Juli auf 46,7 im August ein. Damit rutscht er sogar in kontraktives Territorium.

Beim Dax wird es am Abend spannend, wenn die neuen Mitglieder des Dax-40 offiziell benannt werden. Als nahezu sicher gilt der Aufstieg der bisherigen MDax-Titel Airbus, Brenntag, Hellofresh, Porsche, Sartorius, Siemens Healthineers, Symrise und Zalando. Auch Puma gelten als so gut wie gesetzt.

Um den letzten Platz liefern sich Beiersdorf und Qiagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit Abstand größter Dax-Neuling wird Airbus sein; die Aktie wird sich nach der Marktkapitalisierung im oberen Dax-Mittelfeld einreihen.

17:16 Uhr

Bringen die neuen Mitglieder Dynamik in den Dax?

Am 20. September wird der Dax erweitert, aus 30 Titeln werden dann 40. Die neue Zusammensetzung wird aber heute Abend schon bekannt gegeben. Können diese Aktien eine neue Dynamik in den Dax bringen, der sich nun schon seit Wochen im Seitwärtsmodus befindet? Anleger können aber auch von diesen ruhigeren Seitwärtsphasen profitieren. Wie das funktioniert und was dabei zu beachten ist, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

16:59 Uhr

Materialknappheit macht Volvo arg zu schaffen

Volvo
Volvo 18,17

Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung könnten den Absatz von Volvo im zweiten Halbjahr belasten. Im August sanken die Verkäufe des schwedischen Autobauers trotz einer hohen Nachfrage um 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ein möglicher Rückgang bei den verkauften Mengen könne sich auch auf Umsatz und Gewinn auswirken, teilte die Tochter des chinesischen Autokonzerns Geely mit.

Die Schließungen von Zuliefererfabriken seit Mitte Juli wegen der Ausbreitung der Delta-Variante in Asien habe die ohnehin angespannte Versorgungssituation weiter verschärft. Das habe dazu geführt, dass man die Produktion habe unterbrechen müssen.

16:08 Uhr

Wall Street nach Jobbericht leicht im Minus

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(Foto: picture alliance / Zoonar)

Die US-Börsen haben sich zum Ende der Woche mit leichten Abschlägen zu Handelsbeginn gezeigt. Die Daten zum US-Arbeitsmarkt sind im August deutlich schwächer als erwartet ausgefallen - mit 235.000 wurden deutlich weniger Stellen geschaffen als Ökonomen im Konsens mit 720.000 prognostiziert hatten.

Der Dow-Jones-Index notiert 0,2 Prozent tiefer bei 35.371 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite geben ebenfalls um 0,2 Prozent nach.

Die schwächer als erwartet ausgefallenen Beschäftigungsdaten dürften die Sorge der Anleger verstärken, dass die Ausbreitung der Corona-Delta-Variante die Erholung der Wirtschaft zunehmend ausbremst. Gleichzeitig dürften Hoffnungen, dass die US-Notenbank ihre ultralockere Geldpolitik länger als erwartet fortführen könnte, neue Nahrung erhalten.

15:41 Uhr

Nach US-Jobdaten: Dax runter, Dollar runter, Gold hoch

DAX
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Die deutschen Anleger haben sich nun doch nach schwachen Signalen vom US-Arbeitsmarkt zurückgezogen. Der US-Dollar geriet nach einem überraschend geringen Stellenzuwachs im August ins Hintertreffen, auch die Aktienindizes in Europa und vorbörslich in den USA bröckelten ab. Zunehmende Inflationssorgen trieben die Renditen an den Anleihemärkten nach oben.

Der Dax lag am Nachmittag 0,8 im Minus bei 15.716 Punkten, der EuroStoxx50 verlor sogar 1,1 Prozent auf 4187 Zähler. Der Euro stieg um 0,3 Prozent bis auf 1,1908 US-Dollar, Gold verteuerte sich um 1,1 Prozent 1824 Dollar je Feinunze.

Börsianer taten sich insgesamt schwer, aus dem Arbeitsmarktbericht eindeutige neue Erkenntnisse hinsichtlich des Zeitplanes der US-Notenbank (Fed) zum Abbau der Konjunkturhilfen - dem sogenannten Tapering - abzuleiten. "Der Arbeitsmarktbericht liefert der Fed für ihre Tapering-Pläne gleichzeitig Gegenwind und Rückenwind", erläuterte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

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14:48 Uhr

US-Jobwachstum bricht im August stark ein

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(Foto: dpa)

Das US-Jobwachstum hat im August einen überraschenden Rückschlag erlitten, da die Delta-Variante das Vertrauen der Unternehmer beeinträchtigte. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat lediglich 235.000 zusätzliche Stellen. Volkswirte hatten dagegen einen Zuwachs um 720.000 Jobs erwartet. Die separat erhobene Arbeitslosenquote fiel im August auf 5,2 von 5,4 Prozent, was den Erwartungen von Ökonomen entsprach.

Die US-Währungshüter nähern sich dem Tag, an dem sie die monatlichen Anleihekäufe in Höhe von 120 Milliarden Dollar zurückfahren werden. Da die Inflation bereits deutlich über dem Ziel der Fed von zwei Prozent liegt, ist die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nun der entscheidende Faktor für die Entscheidung, wann eine Rücknahme der Anleihekäufe eingeleitet wird.

Der Dax reagierte kaum auf die Zahlen. Er notierte kaum verändert bei 15.835 Punkten.

14:11 Uhr

Fondsmakler verzeichnet Rekord-Kurssprung

Starke Halbjahreszahlen haben Allfunds zum größten Kurssprung seit dem Börsengang im vergangenen April verholfen. Die Aktien des Vertriebsnetzwerks für Fonds verteuerten sich in Amsterdam um gut zwölf Prozent auf ein Rekordhoch von 16,80 Euro.

Die Zahlen hätten mit einem operativen Gewinn von 181,1 Millionen Euro die Erwartungen übertroffen, lobten die Analysten der ING Bank.

13:40 Uhr

Amazon will Inhalte bei Regelverstößen entfernen

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon will zukünftig stärker gegen Inhalte vorgehen, die gegen seine Cloud-Service-Richtlinien verstoßen. Einer mit der Sache vertrauten Person zufolge könnte dies zum Beispiel gewaltverherrlichende Inhalte betreffen, die dann automatisch gelöscht würden. In den kommenden Monaten soll deswegen eine Gruppe von Mitarbeitern zusammengestellt werden, die mit externen Forschern zusammenzuarbeiten soll, um fragwürdige Inhalte und Bedrohungen besser zu überwachen.

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13:18 Uhr

Einzelhandelsumsätze in Eurozone sinken überraschend

Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone haben im Juli überraschend einen Dämpfer erhalten. Im Monatsvergleich seien die Erlöse saisonbereinigt um 2,3 Prozent gesunken, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Experten hatten im Schnitt mit einer Stagnation gerechnet.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Umsätze um 3,1 Prozent. Hier war eine Steigerung um 4,5 Prozent erwartet worden. Der Einzelhandel war im Juli 2020 durch die Corona-Krise belastet, wenn auch nicht mehr so stark wie im April. In den einzelnen Bereichen gab es beim Onlinehandel einen überdurchschnittlich starken Rückgang. Hier meldete Eurostat für Juli einen Einbruch um 7,3 Prozent im Monatsvergleich.

13:06 Uhr

Dax zu Mittag mit klitzekleinem Plus

Nahezu unverändert haben sich Europas Börsen auch am Mittag präsentiert. Der Markt wartet mit Spannung auf die Vorlage des US-Arbeitsmarktberichtes am frühen Nachmittag. Vorher möchte sich kaum jemand noch aus dem Fenster lehnen.

In Frankfurt legte der Dax um 0,1 Prozent auf 15.855 Punkte zu. Der EuroStoxx50 gab um 0,2 Prozent auf 4232 Zähler nach.

12:53 Uhr

Windenergie-Flaute treibt Strompreis auf Rekordhoch

Windräder stehen bei Sonnenaufgang auf einem Feld. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild

(Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild)

Ein geringeres Angebot an Windenergie hat den Strompreis in Deutschland auf ein Rekordhoch getrieben. Der Terminkontrakt zur Lieferung in einem Jahr verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 90,30 Euro je Megawattstunde.

Auch Zertifikate für Verschmutzungsrechte sind teuer wie nie. Sie gewannen 0,7 Prozent auf 61,95 Euro je Tonne ausgestoßenes Kohlendioxid.

12:42 Uhr

Wall Street leicht im Plus erwartet - Jobbericht im Fokus

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(Foto: REUTERS)

Die Wall Street dürfte zum Ende der Woche mit moderaten Aufschlägen in den Handel gehen. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 legt leicht um 0,2 Prozent zu. Bestimmendes Thema ist der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht für August, der bereits eine Stunde vor Handelsbeginn veröffentlicht wird. Ökonomen erwarten im Konsens ein Beschäftigungswachstum außerhalb der Landwirtschaft um 720.000 Stellen. Im Vormonat waren es noch 943.000. Allerdings liegen die Prognosen weit auseinander.

Neben den Arbeitsmarktdaten stehen nach Ertönen der Startglocke noch der Markit-Einkaufsmanager- und der ISM-Index für den Dienstleistungssektor auf der Agenda - ebenfalls für den August.

12:13 Uhr

Deutscher Automarkt schrumpft - Opel schert aber aus

Der deutsche Automarkt ist auch im August massiv geschrumpft. Nach dem Einbruch im Juli sank die Zahl der Neuzulassungen im vergangenen Monat um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 193.307 Pkw, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) mitteilte. In den ersten acht Monaten ist die Bilanz mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 1,82 Millionen Fahrzeuge dagegen noch positiv. Viele Hersteller mussten wegen Lieferengpässen bei Halbleitern vorübergehend die Produktionsbänder anhalten.

Unter den deutschen Marken verzeichnete Opel (+7,9 Prozent) erneut als einzige Zugewinne in der Neuzulassungsstatistik, so das KBA. Die weiteren Marken wiesen Rückgänge auf, die bei Mercedes mit 50 Prozent am stärksten ausfielen. Bei VW sanken die Zulassungen um gut 17 Prozent.

Gut ein Drittel der Neuwagen waren mit einem Benzinmotor ausgestattet, das ist ein Einbruch von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 17,7 Prozent entfielen auf Dieselfahrzeuge (-51 Prozent). Fahrzeuge mit Hybridantrieb (+31,5 Prozent) erreichten einen Anteil von 31,4 Prozent, reine Elektro-Pkw (+79,5 Prozent) konnten einen Anteil von 14,9 Prozent ausweisen.

11:47 Uhr

Aktie eines Kühltransporte-Spezialisten heiß begehrt

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(Foto: picture alliance / dpa)

Überraschend starke Halbjahreszahlen bescheren den Aktien von Stef ein Drei-Jahres-Hoch. Die Titel des Spezialisten für Lebensmittel-Kühltransporte stiegen in Paris um knapp neun Prozent.

Der operative Gewinn habe trotz anhaltender Pandemie-bedingter Störungen des Geschäfts mit 67,6 Millionen Euro wieder das Niveau von 2019 erreicht, kommentierte Analyst Florent Thy-Tine vom Brokerhaus Midcap Partners. Dies sei ein Zeugnis für die Robustheit des Geschäftsmodells.

11:23 Uhr

Analysten machen MTU Dampf

Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger zum Einstieg bei MTU. Die Aktien des Triebwerk-Herstellers legten am Vormittag rund ein Prozent zu. Die Experten der Societe Generale (SocGen) haben die Papiere auf "Buy" von "Hold" hochgestuft.

MTU Aero Engines
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10:56 Uhr

Aktie von Vermögensverwalter unter Druck

Enttäuscht haben Anleger auf die Geschäftszahlen von Ashmore reagiert. Die Aktie des Vermögensverwalters verbilligte sich in London um rund vier Prozent.

Der operative Gewinn bleibe mit umgerechnet 228 Millionen Euro hinter den Erwartungen zurück, hieß es. Grund hierfür seien unter anderem die überraschend hohen Kosten.

10:14 Uhr

China will mit Futures ausländische Investoren anlocken

Die chinesische Regierung will den Handel mit Terminkontrakten ausbauen und damit weitere ausländische Investoren an die dortigen Derivatemärkte locken. Geplant sei unter anderem ein internationaler Futures-Markt für Rohstoffe, dessen Kontrakte in Yuan abgerechnet werden, verkündet das Kabinett in Peking am Freitag. Bislang haben ausländische Investoren nur begrenzten Zugang. Am Donnerstag hatte China zudem den Aufbau einer Börse für kleine und mittelständische Unternehmen in der Hauptstadt angekündigt.

09:48 Uhr

Türkei überrascht mit weiterem Inflationsanstieg

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Blick auf Istanbul.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Türkei hat sich die Inflation den dritten Monat in Folge verstärkt. Die Rate steuert damit auf die Marke von 20 Prozent zu. Im August seien die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 19,25 Prozent gestiegen, teilte das dortige Statistikamt mit. Im Juli hatte die Inflationsrate bei 18,95 Prozent gelegen und im Juni bei 17,53 Prozent. Zuletzt hatte die Inflationsrate Anfang 2019 über der Marke von 20 Prozent gelegen.

Volkswirte wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten eine leichte Abschwächung der Teuerungsrate erwartet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im August um 1,1 Prozent. Getrieben wurde der Anstieg durch Lebensmittelpreise. Sie waren im Schnitt 29 Prozent teurer als vor einem Jahr. Die Erzeugerpreise der Unternehmen legten im August sogar um 45,5 Prozent zu. Der gesunkene Kurs der türkischen Lira verteuert die Einfuhren. Gleichzeitig steigen weltweit die Rohstoffpreise.

09:31 Uhr

Ifo: Kurzarbeit geht deutlich zurück

Das Logo der Agentur für Arbeit. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild)

In Deutschland ist die Zahl der Kurzarbeiter im August einer Ifo-Umfrage zufolge deutlich gesunken. Es habe einen Rückgang auf 688.000 von zuvor 1,06 Millionen Personen gegeben, teilte das Münchner Institut mit. Ifo schätzt die Zahl auf Grundlage der monatlichen Konjunkturumfrage unter deutschen Unternehmen und anhand von Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Besonders betroffen von Kurzarbeit bleibt das Gastgewerbe. Hier schätzen die Experten den Anteil auf 10,1 Prozent, was 107.000 Personen entspricht. Allerdings ging die Zahl auch hier erheblich zurück, denn im Vormonat betrug der Wert noch 17,1 Prozent.

Wie aus der Ifo-Umfrage weiter hervorgeht, zeigen die Material- und Lieferengpässe in den Industriebetrieben keine spürbaren Auswirkungen auf die Kurzarbeit. In der Industrie schätzt das Ifo-Institut den Anteil der Kurzarbeiter im August auf 2,7 Prozent, nach 4,2 Prozent im Monat zuvor.

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09:15 Uhr

Dax bleibt vor US-Arbeitsmarktzahlen in Deckung

Große Zurückhaltung in Frankfurt vor den US-Jobdaten: Der Dax ist kaum verändert in den heutigen Handel gestartet, der Leitindex notierte in den ersten Minuten bei 15.841 Punkten. Auch MDax, TecDax und SDax notierten in unmittelbarer Nähe ihrer Donnerstagstände. Der EuroStoxx50 verlor dagegen 0,2 Prozent auf 4220 Stellen.

Auf Unternehmensseite warteten zwei Dax-Namen mit Nachrichten auf. Auf Unverständnis stieß im Handel die überraschende Ankündigung von Covestro, bis über zehn Prozent seiner Stellen streichen zu wollen. Die Aktie verteuerte sich dennoch um 0,5 Prozent.

Delivery Hero verloren 2,5 Prozent. Der Essensauslieferer hat eine gewinnverwässernde Platzierung von Wandelschuldverschreibungen vorgenommen.

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09:03 Uhr

Nikkei geht mit dickem Plus ins Wochenende

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Der angekündigte Rücktritt des japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga lockt Anleger in den dortigen Aktienmarkt. "Börsianer hoffen, dass seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie mit mehr Kapitalspritzen bekämpfen wird", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Der Nikkei stieg um zwei Prozent und ging mit 29.109 Punkten ins Wochenende.  

Unterdessen bröckelte die Börse Shanghai um 0,3 Prozent auf 3588 Zähler ab. Hier drückte der Rückgang des Barometers für die Stimmung der Einkaufsmanager im chinesischen Dienstleistungssektor auf die Stimmung, sagten Börsianer. Er war auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie gefallen.

Die Aktien von Brokerhäusern wie Northeast, Dongxing oder Shenwan Hongyuan verbuchten dagegen Kursgewinne von bis zu zehn Prozent. Die chinesische Regierung will in Peking eine Börse für kleine und mittelständische Unternehmen aufbauen sowie den Handel mit Terminkontrakten ausweiten, um weitere ausländische Investoren anzulocken.    

08:43 Uhr

Mitten im Boom: Covestro verunsichert mit Stellenstreichungen

Auf Unverständnis stößt die überraschende Ankündigung von Covestro, bis über 10 Prozent seiner Stellen streichen zu wollen. "Bis zur Investorenkonferenz am 28. September dürfte das verunsichern", meint ein Händler. Denn die Chemiebranche boome, einen Zwang zur Effizienzssteigerung sei nicht erkennbar. Daher dürfte es mit Unternehmensplänen verbunden sein, die eine Neuausrichtung zur Folge habe. Dies sei erläuterungsbedürftig Die Rheinische Post berichtete unter Berufung auf Gewerkschften, dass Covestro rund 1700 von weltweit 16.500 Stellen streichen will.

Covestro
Covestro 42,47

08:29 Uhr

Euro steigt in Richtung 1,19

Der Euro legt zu und zieht Richtung 1,19 Dollar. Er kostete bis zu 1,1884 Dollar und damit so viel wie seit etwa einem Monat nicht mehr. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1846 Dollar festgesetzt.

Unter Druck steht der japanische Yen. Am Markt wurde auf die Ankündigung von Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga verwiesen, nicht mehr als Parteivorsitzender zur Verfügung zu stehen. Die Neuwahl des Vorsitzenden der Liberaldemokratischen Partei findet Ende des Monats statt. Der Rückzug Sugas dürfte sein Ende als Regierungschef nach sich ziehen. Hintergrund sind schlechte Umfragewerte für Suga, die vor allem auf sein Management der Corona-Krise zurückgeführt werden.

08:16 Uhr

Delivery Hero mit Dreifach-Platzierung im Blick

Nur mit einem geringen Kursminus bei Delivery Hero rechnen Händler am Freitag. Die Aktien hatten nachbörslich rund 2 Prozent nachgegeben auf die Ankündigung von zwei Tranchen Wandelschuldverschreibungen über 1,25 Milliarden Euro und einer Aktienplatzierung für Leerverkäufer. Noch in der Nacht meldete der Essenslieferer die vollständige Platzierung, wobei das Volumen um die optionalen 250 Millionen Euro aufgestockt wurde. "Die Stücke wurden ihnen aus den Händen gerissen", kommentiert ein Händler.

Insgesamt platziert wurden 1,00-prozentige Wandelschuldverschreibungen für 750 Millionen Euro mit Fälligkeit 2026 und 2,125-prozentige für 500 Millionen Euro mit Fälligkeit 2029. Bei Wandlung entstehen rund 6,8 Millionen neue Aktien. Die Wandlungsprämie liegt bei 40,0 Prozent auf den Platzierungspreis einer zusätzlichen Aktientranche zu 130,80 Euro.

Mit dieser Aktienplatzierung aus eigenen Beständen tut Delivery Hero Short-Verkäufern einen Gefallen, die durch Leerverkauf der Aktien das Kursrisiko ("Delta-Hedge") der Anleihen absichern wollen. Dem Unternehmen fließt dadurch kein Kapital zu.

Delivery Hero
Delivery Hero 53,34

07:59 Uhr

BMW führt neue Sportwagenlinie ein

Der deutsche Autobauer BMW nimmt in seinem Werk in Zentralmexiko eine neue Produktionslinie für seinen Sportwagen der Serie 2 Coupé in Betrieb. Wie das Unternehmen mitteilt, wolle man dadurch den weltweiten Absatz zu beschleunigen. Der Export der neuen Modelle nach Nordamerika werde voraussichtlich Ende dieses Jahres beginnen, der Verkauf in Europa Anfang 2022 starten. Das BMW-Werk in Mexiko ist das einzige Werk des Automobilherstellers, in dem das neue Sportwagen-Modell montiert wird.  

BMW
BMW 97,57

07:50 Uhr

Dax wagt sich weiter vor

Vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag höher starten. Am Donnerstag hatte er kaum verändert bei 15.840,59 Punkten geschlossen. Analysten sagen im Schnitt für August den Aufbau von 750.000 Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft voraus. Im Vormonat hatte das Plus bei 943.000 gelegen. Sollten die offiziellen Daten ähnlich wie die Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP deutlich hinter den Prognosen zurückbleiben, könnten die Börsen dennoch auf Rekordhochs klettern, sagten Experten. Denn dies würde bedeuten, dass die US-Notenbank ihre Geldschleusen noch längere Zeit weit offenlässt. Die US-Beschäftigtenzahlen drängen alle anderen anstehenden Konjunkturdaten in den Hintergrund. Auf dem Terminplan stehen unter anderem die Barometer für die Stimmung der deutschen und europäischen Einkaufsmanager sowie die europäischen Einzelhandelsumsätze. Bei letzterem erwarten Analysten für Juli eine Abschwächung des Wachstums auf 0,1 von 1,5 Prozent im Monatsvergleich. Zudem gibt die Deutsche Börse am Abend bekannt, welche Unternehmen künftig im auf 40 von 30 Mitgliedern erweiterten Dax vertreten sein werden.

Dax
Dax 15.412,05

07:36 Uhr

HSI unter Druck, Kospi stark

Auch zum Wochenausklang zeigt sich an den Aktienmärkten in Ostasien keine einheitliche Tendenz. Viele Blicke seien auf den US-Arbeitsmarktbericht für August gerichtet, der aber erst nach Handelsschluss in Asien veröffentlicht wird. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist für die US-Notenbank ein entscheidender Faktor für den Start einer Reduzierung der monatlichen Anleihekäufe (Tapering). Zuletzt hatte Fed-Chairman lediglich vage Signale gesendet, wann mit einem Beginn zu rechnen sei.

Während der Nikkei deutlich zulegen kann, zeigen sich die Börsen in Schanghai und Hongkong  nach den jüngsten Gewinnen etwas leichter: Der Composite büßt 0,2 Prozent ein, der HSI 0,5 Prozent. Nach dem offiziellen Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor ist in China auch der privat ermittelte Sektorindex kräftig gesunken und zudem unter die Expansionsschwelle gefallen. Wichtig sei, ob dies eine Sonderentwicklung wegen den neuerlichen Corona-Problemen sei, oder generell ein Schwellenländer- bzw asienweites Problem, heißt es.

Für den Kospi in Seoul geht es um 0,7 Prozent nach oben. Hier stützten leicht positive US-Vorgaben und die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung, heißt es. Gesucht sind Werte aus dem Technologie- und Transportsektor. So legen die Aktien von Index-Schwergewicht Samsung Electronics um 0,8 Prozent zu, LG Electronics gewinnen 4,7 Prozent. Für Asiana Airlines geht es um 5,3 Prozent nach oben.

07:10 Uhr

Dollar verliert zu Euro und Pfund

Im asiatischen Devisenhandel bleibt der Dollar fast unverändert bei 109,89 Yen und legt 0,1 Prozent auf 6,4591 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9135 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,1880 Dollar und notiert kaum verändert bei 1,0855 Franken. Das Pfund Sterling gewinnt 0,1 Prozent auf 1,3841 Dollar.  

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,07
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,93

 

06:58 Uhr

Nikkei und Topix legen deutlich zu

Die Indizes der Tokioter Börse halten ihre Gewinne. Investoren richten ihr Hauptaugenmerk auf die Veröffentlichung der offiziellen US-Arbeitsmarktdaten, um ein besseres Gefühl für den Zeitpunkt und das Tempo des Tapering zu bekommen. "Wenn es um das Tapering geht, liegt der Schwerpunkt jetzt auf dem Arbeitsmarkt. Wenn wir uns im Bereich von 750.000 bewegen, wird eine Ankündigung des Tapering im September erwartet", sagt Stefan Hofer, Chef-Anlagestratege der LGT Privatbank in Asien.

Der Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,6 Prozent höher bei 28.715 Punkten. Der Topix-Index steigt 0,9 Prozent und lag bei 2001 Punkten.

Nikkei
Nikkei 27.619,42

06:45 Uhr

Chinas Wirtschaft sendet deutliche Störsignale

Der chinesische Dienstleistungssektor ist im August stark geschrumpft. Der Einkaufsmanagerindex fiel auf 46,7 von 54,9 Punkten im Juli und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Beginn der Pandemie im April 2020, wie die Caixin-Insight Gruppe unter Berufung auf ihre monatliche Unternehmensumfrage mitteilt. Das an den Finanzmärkten stark beachtete Stimmungsbarometer - mit dem vor allem kleinere Unternehmen in den Küstenregionen erfasst werden - signalisiert ab 50 ein Wachstum.

Die Restriktionen zur Eindämmung der Delta-Variante drohen den Aufschwung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu bremsen. Der chinesische Dienstleistungssektor erholt sich langsamer von der Pandemie als das verarbeitende Gewerbe, wurde aber in den letzten Monaten durch eine allmähliche Verbesserung des Konsums unterstützt. "Die Dienstleistungskosten standen angesichts der gestiegenen Arbeits- und Transportkosten im Zuge des Erholung von der Pandemie weiterhin unter großem Druck", sagte Wang Zhe, leitender Wirtschaftswissenschaftler bei der Caixin Insight Gruppe. Auch die Teilindizes für das Neugeschäft, die erhobenen Preise und die Beschäftigung in der Caixin-Umfrage waren im August ebenfalls alle rückläufig.  

06:25 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Der Dax hat den Donnerstagshandel mit einer Spanne von nicht einmal 65 Punkten beendet. Nach den beiden vorangegangenen volatilen Handelstagen ist diese Beruhigung ein Fortschritt. Positiv stimmt zudem, dass der deutsche Börsenleitindex mit einem Plus geschlossen hat. Das fällt mit 0,1 Prozent auf 15.841 Zähler allerdings gering aus. Die Wall Street hat da mehr vorzuweisen. Die positiven US-Vorgaben sorgen bereits für steigende Kurse in Asien, sodass auch hierzulande mit einem positiven Handelsauftakt zum Wochenschluss gerechnet werden kann.

Im Vordergrund - nach der beendeten Berichtssaison - stehen dabei frische Konjunkturdaten diesseits und jenseits des Atlantiks: So werden Einkaufsmanagerindizes zum nicht-verarbeitenden Gewerbe etwa in Frankreich, Italien, Deutschland, Großbritannien, der EU und am Nachmittag auch in den USA veröffentlicht. Die chinesischen Daten enttäuschten bereits.

Noch stärker im Fokus der Anleger dürften aber die US-Arbeitsmarktdaten stehen, die ebenfalls am Nachmittag veröffentlicht werden. Hiervon erhoffen sich Marktteilnehmer Hinweise darauf, wie stark die US-Wirtschaft läuft und ob die lockere Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve vielleicht schon im September zurückgefahren wird, was den Aktienkursen einen Dämpfer versetzen könnte.

In Deutschland wiederum wird um 22.05 Uhr die neue Index-Zusammenstellung des Leitindex Dax vorgestellt. Aus dem bisherigen Dax30 wird der Dax40. Zehn Unternehmen stoßen damit zusätzlich zum bedeutendsten deutschen Börsenleitindex. Im Vorfeld hieß es von Marktteilnehmern dazu, dass es vor allem zwischen Beiersdorf und Qiagen eng werden könnte.

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