Mittwoch, 03. März 2021Der Börsen-Tag

Mit Max Borowski
18:01 Uhr

Dax hält kleines Plus nach Allzeithoch

Das Allzeithoch vom Vormittag kann der Dax zwar nicht halten. Aber der deutsche Leitindex schließt immerhin auf dem zweithöchsten Stand seiner Geschichte mit einem kleinen Plus von 0,3 Prozent bei 14.080 Punkten.

Getrieben wurde der Markt von der Hoffnung auf eine noch in diesem Jahr wieder stark anspringende Konjunktur. Entsprechende zyklische Werte profitierten. Vor allem das Plus bei den Automobilwerten wie VW und Continental beeindruckte. Am frühen Nachmittag setzten dann Gewinnmitnahmen ein. Vor allem steigende Zinsen am US-Anleihemarkt sorgten dafür, dass manche Anleger Risiko-Assets wie Aktien verkaufen.

Mit Spannung wird nun auf das Ergebnis des Corona-Gipfels gewartet. Börsianer hoffen, dass die Politik einen klaren Exit-Plan für die kommenden Wochen vorlegt. Weitere Erfolge der Impfkampagne sowie ein Hochfahren der Mobilität würden den Konsumstau entfesseln und ein Anspringen der Konjunktur auslösen. Hierauf wird an der Börse bereits seit Wochen gesetzt.

Die Wall Street bietet unterdessen kein einheitliches Bild. Der Dow Jones liegt zwar 0,2 Prozent im Plus. Der breiter gefasste S&P 500 fällt dagegen um 0,3 Prozent. Für die Technologiewerte der Nasdaq geht es nach den Verlusten des Vortags noch einmal um 1,0 Prozent bergab.

17:22 Uhr

Euro sackt wieder unter 1,21 Dollar ab

Der Euro ist wieder unter die Marke von 1,21 US-Dollar gefallen.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,20

Am Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,2061 Dollar. Am Vormittag war der Euro noch bis auf 1,2113 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2048 (Dienstag: 1,2028) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8300 (0,8314) Euro.

Zwischenzeitliche Kursgewinne des Euros waren kurzlebig. Er gab sie rasch wieder ab und fiel deutlich unter 1,21 Dollar. Das Geschehen am Devisenmarkt ist weiter durch große Unsicherheiten geprägt. Vor allem die im Vergleich zu den USA nur langsamen Impffortschritte dämpfen die wirtschaftlichen Aussichten und belasten tendenziell den Euro. Durch enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA wurde der Dollar am Nachmittag nicht belastet. So stieg die Beschäftigung im Privatsektor laut Daten des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP im Februar deutlich weniger als erwartet. Zudem trübte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor überraschend ein. Allerdings befindet sich der Indikator weiter auf einem hohen Niveau und signalisiert ein robustes Wachstum.

17:16 Uhr

US-Öllager überraschend gut gefüllt

Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der Woche zum 26. Februar 2021 überaus stark gestiegen.

Nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) nahmen sie um 21,563 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche zu. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten dagegen einen Rückgang vermutet. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 1,285 Millionen Barrel erhöht.

Die Ölproduktion in den USA war in der Woche mit 10,0 Millionen Barrel pro Tag um 0,3 Millionen höher als in der Vorwoche. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergab sich ein Rückgang von 3,1 Millionen Barrel.

Dennoch ziehen die Ölpreise vor dem morgigen Opec+-Treffen an. Die Mitglieder des Kartells und andere Exporteure wollen Berichten zufolge ihre Produktion nicht ausweiten.

17:04 Uhr

VW-Börsenwert durchbricht 100-Milliarden-Schallmauer

Bestärkt vom allgemeinen Konjunkturoptimismus und positiven Analystenkommentaren steigen Anleger bei Volkswagen ein. Die im deutschen Leitindex Dax notierten Vorzugsaktien des Autobauers kletterten um bis zu 6,2 Prozent auf ein Drei-Jahres-Hoch von 187,88 Euro.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05

Die Stämme gewannen 5,6 Prozent und waren mit 209 Euro so teuer wie zuletzt im Juli 2015, zwei Monate bevor der Abgas-Skandal publik wurde.

Damit erreichte der Börsenwert des Wolfsburger Konzerns 100,4 Milliarden Euro. Zuvor hatten die Experten der Bank UBS ihr Kursziel für die VW-Vorzüge auf 300 von 200 Euro angehoben.

16:54 Uhr

Inflationsbarometer auf höchstem Stand seit zwei Jahren

Spekulationen auf einen stärkeren Preisauftrieb im Zuge einer Wiederöffnung der Wirtschaft nach den Lockdown-Maßnahmen haben die Inflationserwartungen in der Euro-Zone angetrieben. Allerdings liegen diese Erwartungen weiter in einem sehr moderaten Bereich: Das langfristige Euro-Inflationsbarometer, der sogenannte Five-Year-Five-Year-Forward, kletterte auf 1,3930 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Mai 2019. Dies bedeutet, dass Anleger zwischen 2026 und 2031 eine Teuerung von durchschnittlich rund 1,39 Prozent erwarten.

16:51 Uhr

Neuer Haushalt lässt britisches Pfund steigen

Das Pfund zieht etwas an, nachdem der britische Finanzminister Rishi Sunak seinen Haushaltsplan für 2021 bis 2022 vorgestellt hat.

Der Minister kündigte dabei an, Maßnahmen zum Erhalt von Arbeitsplätzen ebenso zu verlängern wie vorübergehende Steuerleichterungen zum Kauf von Wohneigentum oder für das Gastgewerbe und den Tourismus. Auch solle es ein neues Hypothekengarantie-System geben. Zur Stabilisierung der Staatsfinanzen soll aber ab April 2023 die Unternehmenssteuer auf 25 von 19 Prozent erhöht werden. Die Schwellen für die Einkommensteuer sollen bis 2026 eingefroren werden.

Das Pfund steigt auf etwa 1,3970 Dollar von 1,3954 vor den Aussagen Sunaks.

16:48 Uhr

Berliner Magic-Mushroom-Startup plant Milliarden-Börsengang

Das Berliner Biotech-Startup Atai Life Sciences strebt nach einer weiteren Kapitalspritze Insidern zufolge schnell an die Börse. Bei der für Mai geplanten Emission könnte das erst 2018 gegründete Unternehmen mit einem mittleren einstelligen Milliardenbetrag bewertet werden, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Bei der jüngsten Finanzierungsrunde zeichneten die Investoren den Insidern zufolge neue Anteile zu einer Bewertung von zwei Milliarden Dollar. Der auf den Gesundheits- und Technologiesektor fokussierte Investor Woodline Partners kam den Angaben zufolge zusätzlich an Bord.

Erst im Herbst hatte die Firma Atai, die sich der Behandlung von psychischen Krankheiten wie Depressionen oder Angstzuständen mit psychedelischen Wirkstoffen auf Basis von Pilzen ("Magic Mushrooms") verschrieben hat, 125 Millionen Dollar erhalten. Mit dem frischen Geld will die Firma Medikamente und Technologien entwickeln. Atai-Chef und -Mitgründer Florian Brand sagte, es gehe um wirksamere Behandlungen von psychischen Krankheiten.

16:26 Uhr

Bafin friert Milliarden Sparguthaben bei angeschlagener Greensill Bank ein

Die Finanzaufsicht Bafin ordnet ein Moratorium über die Greensill Bank AG in Bremen an. Damit sind keine Ein- und Auszahlungen mehr bei der von der Pleite ihres Mutterkonzerns Greensill Capital bedrohten Bank möglich. Bei der Bank haben private und institutionelle Kunden Einlagen von mehr als drei Milliarden Euro. Diese sind durch die Einlagensicherung abgesichert.

Zudem haben die Aufseher die Bank bei der Staatsanwaltschaft Bremen angezeigt. Es sei eine Anzeige der Bafin im Zusammenhang mit der Greensill Bank eingegangen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Worauf sich die Anzeige konkret bezieht, wollte er nicht sagen. Wie die "Financial Times" berichtete, zeigte die Bafin das Management der Greensill Bank wegen des Verdachts auf Bilanzmanipulation an. Dies habe sich aus einer Bilanzprüfung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ergeben. Von der Bank und der Bafin war zunächst kein Kommentar zu erhalten.

16:06 Uhr

Arbeitsmarkt bremst Wall Street aus

Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten und anziehende Anleihe-Renditen nehmen den US-Aktienmärkten den Wind aus den Segeln. Der US-Standardwerteindex Dow Jones hält kurz nach Eröffnung zwar 0,3 Prozent im Plus. Der breit gefasste S&P 500 und der technologielastige Nasdaq geben aber bis zu 0,5 Prozent nach.

Der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge wurden im Februar in der US-Privatwirtschaft 117.000 Stellen geschaffen. Experten hatten mit einem Plus von 177.000 gerechnet. Der Weg zur Erholung der Wirtschaft von den Coronavirus-Folgen sei mit Hindernissen gespickt, sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Raymond James. Daher schwankten sowohl die Anlegerstimmung als auch die Kurse. Die Fortschritte bei den Corona-Massenimpfungen sorgten aber für grundlegenden Optimismus.

Zu den Verlierern am US-Aktienmarkt gehörte Wendy's mit einem Kursminus von 5,4 Prozent. Das Quartalsergebnis der Schnellrestaurant-Kette habe die Erwartungen verfehlt, kommentierte Analyst Andrew Charles vom Vermögensverwalter Cowen. Gleiches gelte für die Geschäftsziele für 2021.

15:58 Uhr

US-Dienstleistungsbranche im Aufwind

Die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche hat sich im Februar lebhafter als im Vormonat gezeigt. Der von IHS Markit für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex erhöhte sich auf 59,8 von 58,3 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 58,9 vorhergesagt, was auch der ersten Veröffentlichung entsprach. Auch insgesamt hat sich das Wachstum der US-Wirtschaft im Februar beschleunigt.

Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 59,5 von 58,7 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung. "Die Geschäftsaktivität wächst mit dem höchsten Tempo seit sechseinhalb Jahren", sagte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson.

15:10 Uhr

Goldman Sachs verhilft Bitcoin zu neuem Kurssprung

Auch bei Bitcoin griffen Investoren beherzt zu. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verteuerte sich um neun Prozent auf 51.794 Dollar. Die geplante Wiederbelebung der Handelsabteilung für Kryptowährungen bei der Investmentbank Goldman Sachs sei die bedeutendste Nachricht für diesen Markt seit Bekanntgabe des milliardenschweren Bitcoin-Investments des Elektroauto-Bauers Tesla, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade.

14:59 Uhr

Dämpfer für die Börsen-Euphorie - Dax dreht kurz ins Minus

Eben noch hatten euphorische Analysten den Sturmlauf auf die 15.000 Punkte ausgerufen. Der ist zwar mittelfristig keineswegs abgesagt, aber die gute Stimmung erhält durch den ADP-Arbeitsmarktbericht aus den USA einen kleinen Dämpfer. Der Dax dreht infolge der sich verschlechternden Stimmung an der Wall Street ins Minus. Der deutsche Leitindex fällt zeitweise rund 170 Punkte hinter sein Tageshoch zurück.

"Wir haben hier einige Verkäufe in den Technologiewerten gesehen", so ein Aktienhändler zu dem Minus im Dax. Die Anleger seien auf diesem hohen Niveau recht nervös. Sicherlich werde momentan immer auf die Entwicklung der Renditen geschaut. Allerdings löse seiner Meinung nach eine 10-jährige Bund-Rendite mit aktuell minus 0,32 Prozent nach minus 0,35 Prozent am Vortag keine Verkaufswelle am Aktienmarkt aus. Weiterhin werde vor allem auf die Technologiewerte in den USA geschaut, hier sei Tesla weiterhin der Gradmesser für viele risikofreudige Investoren.

Der Dax handelt aktuell wieder 0,2 Prozent höher bei 14.075 Punkten.

14:48 Uhr

US-Arbeitsmarkt enttäuscht

Als leicht enttäuschend können die Daten vom US-Arbeitsmarkt interpretiert werden, was den Jobaufbau in den USA betrifft. Auf der anderen Seite sprechen die Daten dafür, dass die US-Notenbank an ihrer Politik festhält. "Die Fed ist noch weit davon entfernt, eine Ausstiegs- oder Straffungsdiskussion einzuleiten", heißt es von den Marktstrategen der Helaba.

Dax
Dax 15.320,52

Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im Februar schwächer gestiegen als erwartet. Wie ADP berichtete, entstanden gegenüber dem Vormonat nur 117.000 Stellen, Ökonomen hatten ein Plus von 225.000 Jobs vorausgesagt.

14:27 Uhr

Erster arabischer Tech-Konzern geht an die Nasdaq

Der im Nahen Osten und Nordafrika beliebte Spotify-Konkurrent will durch die Hintertür als erstes arabisches Technologieunternehmen an die US-Börse Nasdaq gehen. Anghami wird auf den Börsenmantel Vistas Media Acquisition verschmolzen und dabei mit rund 220 Millionen Dollar bewertet, wie die Firma mitteilte. Durch die Börsennotierung habe Anghami Zugang zu Wachstumskapital sowie eine globale Plattform, sagte Firmenmitgründer und -chef Eddy Maroun. Anghami hat seinen Hauptsitz in Abu Dhabi und zählt inzwischen mehr als 70 Millionen angemeldete Nutzer.

13:51 Uhr

Biden-Stimulus und Impfungen treiben US-Börsen

Nach dem gestrigen Rücksetzer dürfte es zur Wochenmitte an den US-Börsen wieder aufwärts gehen. Die Futures auf die großen US-Aktienindizes deuten eine freundliche Eröffnung am Kassamarkt an.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 4.139,86

Anleger setzen auf die Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie. US-Präsident Joe Biden hat zugesichert, dass bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle erwachsenen Amerikaner zur Verfügung stehen werde - zwei Monate früher als ursprünglich angekündigt. Heute beginnt überdies im US-Senat die Debatte über ein geplantes Konjunkturpaket, das sich allerdings in einigen Punkten von jenem Maßnahmenpaket unterscheidet, dem das Repräsentantenhaus kürzlich zugestimmt hat. Erst wenn sich beide Kammern auf die gleichen Maßnahmen geeinigt haben, kann das entsprechende Gesetz dem Präsidenten zur Unterschrift vorgelegt werden.

Zur Beruhigung der Anleger dürfte auch Fed-Gouverneurin Lael Brainard beigetragen haben. Angesichts der jüngst drastisch gestiegenen Anleiherenditen versicherte sie am Dienstag, dass die US-Notenbank ihre Unterstützung so lange nicht zurückfahren werde, bis die US-Wirtschaft wieder solide aufgestellt sei.

Anhand einer Fülle von Konjunkturdaten können sich die Investoren ein Bild von der Lage der US-Wirtschaft machen. Veröffentlicht werden der ADP-Arbeitsmarktbericht für Februar sowie die Einkaufsmanagerindizes von Markit und ISM für den Servicesektor ebenfalls für Februar. Im späteren Verlauf wird die US-Notenbank ihr Beige Book vorlegen.

13:27 Uhr

Berichte über Opec-Treffen befeuern Ölpreis

Die Erdölpreise ziehen am Vormittag kräftig an - der Preis für US-Öl der Sorte WTI springt wieder über die Marke von 60 US-Dollar. Getrieben werden die Preise von Berichten, die Gruppe Opec+, die sich am Donnerstag trifft, könnte ihre Förderkürzungen im April unangetastet lassen. Das Erdölkartell Opec mit seinen Kooperationspartnern werde die aktuellen Förderbegrenzungen wohl nicht lockern, heißt es. Viele Analysten hatten indes mit einer Lockerung der jüngsten Förderbeschränkungen gerechnet und auf die Preisrally verwiesen.

Daten von Frachtverfolgern wie Kpler zeigen einen steigenden Erdölexport der Gruppe Opec+ auf See von 26,8 Millionen Fass am Tag im Februar - im Januar hatte der Zuwachs noch 757.000 Barrel täglich betragen. Im Handel zeigt man sich etwas überrascht, denn dieser Anstieg vollzog sich trotz der Bekräftigung der Gruppe Opec+, die Förderung im Februar konstant zu halten. Saudi-Arabien hatte darüber hinaus eigene, zusätzliche Produktionskürzungen von einer Millionen Fass täglich verkündet. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI steigt um 2 Prozent auf 60,92 US-Dollar - europäisches Referenzöl der Sorte Brent verteuert sich um ebenfalls 2 Prozent auf 63,93 Dollar.

13:21 Uhr

Europas Automarkt schrumpft stark - Tesla mit dickem Plus

Die Pkw-Nachfrage in Deutschland ist während des Lockdowns weiter geschrumpft. Im Februar seien gut 194.000 Neuwagen auf die Straßen gekommen, 19 Prozent weniger als vor einem Jahr, teilte das Kraftfahrtbundesamt mit. Der Markt sackte nicht ganz so stark wie zu Jahresanfang ab, als die Nachfrage um mehr als 30 Prozent eingebrochen war.

Eine rasche Erholung zeichnet sich aber nicht ab. "Der Markt steckt im Lockdown fest", sagte ein Insider. In den ersten beiden Monaten des Jahres sank die Pkw-Nachfrage um 25 Prozent auf rund 364.000 Fahrzeuge.

Unter den deutschen Marken konnten dem KBA zufolge im Februar nur Smart (plus 123 Prozent), Mini (plus 18,6) und Porsche (plus 3,6 Prozent) zulegen. Alle weiteren mussten im Vergleich zum Vorjahresmonat Einbußen hinnehmen. Am stärksten betroffen waren demnach Ford (minus 40,1 Prozent), Mercedes (minus 28,3), Opel (minus 11,3 ) und Audi (minus 11,0 Prozent). Bei VW betrug der Rückgang 9,7 und bei BMW 6,3 Prozent. Bei den Importmarken legten nur Tesla (plus 180 Prozent), Land Rover (plus 23,4) und Ssangyong (plus 8,4 Prozent) zu. Einbußen von jeweils mehr als 50 Prozent gab es hingegen bei Honda, Mazda, Mitsubishi, Suzuki und Dacia.

12:53 Uhr

USA bereiten neue Zölle gegen Deutschland vor

Die USA bereiten wegen angeblich hoher Subventionen und Dumpingpreise Sonderzölle auf Aluminiumbleche aus 18 Ländern vor, darunter Deutschland. Die Internationale Handelskommission des Landes müsse dieser Entscheidung bis Mitte April noch endgültig zustimmen, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag mit. Denkbar seien dann Antidumping-Maßnahmen oder auch Ausgleichszölle, um den Nachteil für US-Produzenten zu kompensieren.

Die geplanten Abgaben sind das Ergebnis einer Untersuchung, die noch unter dem früheren US-Präsidenten Donald Trump eingeleitet worden war. Angestrengt wurde sie von knapp einem Dutzend Aluminium-Produzenten in den USA, darunter Arconic und Aleris Rolled Products, die sich durch die nach ihrer Ansicht billigen Importe benachteiligt sehen.

Die neue Regierung unter US-Präsident Joe Biden kam nun zu dem Schluss, dass vor allem Importe aus Deutschland, die 2019 einen Umfang von 287 Millionen Dollar (knapp 238 Millionen Euro) hatten, von Dumping-Maßnahmen in Höhe von 40 bis zu 242 Prozent profitiert hätten. Auch Länder wie Bahrain und Indien hätten wegen hoher Subventionen von Verkaufspreisen profitiert, die deutlich unter den örtlichen Produktionskosten lägen.

12:01 Uhr

Milliarden Kundengelder im Feuer - Bafin schickt Aufseher zu Greensill Bank

In der Öffentlichkeit ist der Name der Greensill Bank nicht sehr bekannt. Aber bei der in Bremen ansässigen deutschen Tochter der britisch-australischen Bank liegen immerhin mehr als drei Milliarden Euro Einlangen deutscher Kunden – vermittelt großteils über das Startup Weltsparen. Einlagen seien durch den Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken geschützt, betonte ein Sprecher der Greensill Bank.

Da die Muttergesellschaft in ernsthafte Schieflage geraten ist, erwägt die Finanzaufsicht Bafin, ein Zahlungsmoratorium über die deutsche Greensill-Bank zu verhängen. Dann sind, zum Schutz der Kunden, weder Ein- noch Auszahlungen möglich. Die Bank wird inzwischen von einem von der Bafin eingesetzten Sonderbeauftragten geführt. Weltsparen hat das Geschäft mit Greensill inzwischen eigenen Angaben zufolge eingestellt.

12:15 Uhr

Dax hält sich knapp unter Rekordhoch

Deutschland verhandelt gerade über die Verlängerung des Lockdown bis zum Ende des Monats, doch an den Börsen ist der Fokus schon weit darüber hinaus gerichttet: Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie hat den Dax auf ein Rekordhoch getrieben. Dieses steht nun bei 14.197 Punkten. Aktuell gewinnt der Leitindex noch 0,82 Prozent auf 14.154,44 Punkte.

"Letzte Woche noch Inflations- und Zinssorgen, heute Corona-Zuversicht und Öffnungsperspektiven", schrieb dazu der Chefvolkswirt der LBBW, Uwe Burkert, in einem Kommentar.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen blieb mit plus 0,60 Prozent auf 31.951,68 Punkten noch klar unter seinem Rekord. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann gleichfalls 0,6 Prozent. Die Unternehmensstimmung in dem Währungsraum hatte sich im Februar dank einer soliden Industrie etwas aufgehellt. Im Dax versammelten sich Autowerte auf den vordersten Plätzen.

11:30 Uhr

Bundesbank: Inflation verdoppelt sich bis Ende 2021

Die Deutsche Bundesbank rechnet nach den Worten ihres Präsidenten Weidmann damit, dass die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflation am Ende des laufendes Jahres auf über 3 Prozent steigen wird. Im Dezember 2020 lag der HVPI 1,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Der erwartete Anstieg sei "allerdings nur vorübergehend", wie Weidmann bei der Vorstellung des Geschäftsberichts der Bundesbank sagte. "Deshalb rechnen unsere Fachleute für den Jahresdurchschnitt 2021 derzeit mit einer Rate, die nur etwas über ihrer Dezember-Prognose von 1,8 Prozent liegt", fügte Weidmann hinzu.

Und für 2022 erwarteten die Experten weiterhin einen verhaltenen Preisauftrieb. Ein hartnäckigerer Inflationsanstieg würde ein stärkeres Lohnwachstum voraussetzen, das sich derzeit jedoch nicht abzeichne. "Aufwärtsrisiken für den Preisausblick sind durchaus vorhanden, das Risikobild ist insgesamt jedoch eher ausgewogen", sagte Weidmann.

11:06 Uhr

Erstmals seit über 40 Jahren: Bundesbank schüttet keinen Gewinn aus

Die Corona-Krise hinterlässt auch bei der Bundesbank tiefe Spuren in der Bilanz: Sie wird für das Jahr 2020 keinen Gewinn an das Bundesfinanzministerium abführen. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann begründete das bei der Vorstellung des Geschäftsberichts mit der Notwendigkeit, wegen der in der Corona-Pandemie ergriffenen Maßnahmen die Risikovorsorge zu erhöhen.

"Die erhöhte Risikovorsorge ist der Hauptgrund, weshalb die Bundesbank für 2020 ein ausgeglichenes Jahresergebnis ausweist und zum ersten Mal seit 1979 keinen Gewinn ausschüttet", sagte Weidmann. Im Vorjahr hatte die Gewinnausschüttung 5,851 Milliarden Euro betragen.

Die Wagnisrückstellung wurde um 2,4 Milliarden Euro auf 18,8 Milliarden Euro aufgestockt, weil laut Weidmann die modellgestützte Bewertung der Risiken einen erheblichen Anstieg angezeigt habe. Insbesondere die Zinsänderungsrisiken und die Ausfallrisiken im geldpolitischen Portfolio hätten zugenommen.

Neben der Risikovorsorge wurde das Jahresergebnis 2020 vor allem durch gestiegene Zinsaufwendungen und zurückgegangene Zinserträge beeinflusst.

10:51 Uhr

RTL übernimmt Disney-Anteil an Super RTL

RTL-Deutschland übernimmt Super RTL vollständig und damit die restlichen 50 Prozent Anteile der zu Walt Disney gehörenden BVI Television Investments. Der Deal soll im Jahresverlauf 2021 abgeschlossen sein, teilte RTL mit. SUPER RTL wurde 1995 als Gemeinschaftsfirma der RTL Group und Walt Disney gegründet. Mit den Dachmarken Toggo und Toggolino hat sich Super RTL zu einem digitalen Unterhaltungsunternehmen entwickelt, das seine Inhalte über lineare TV-Kanäle, den RTL-Streamingdienst TVNOW, digitales Radio sowie Apps und Websites verbreitet.

10:38 Uhr

Dax hat nach Rekord schon nächste Schallmauer im Visier

Das neue Allzeithoch im Dax ist Analysten zufolge vermutlich nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach oben. Zwar sollten weitere kurzfristige Korrekturen nach wie vor einkalkuliert werden, sagt Martin Utschneider vom Bankhaus Donner & Reuschel. "Der Markt zeigt sich auf kurzfristiger Ebene nach wie vor immens nervös", so der Marktanalyst. "Das bisherige Allzeithoch dürfte trotz allem eine Zwischenstation auf dem mittelfristigen Weg in Richtung 14.981 bis 15.000 sein", sagt er.

Dax
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Laut Blackrock dürften auch steigende Zinsen die Stimmung noch nicht nachhaltig trüben. "Bisher zeigt sich das zu Jahresbeginn von uns erwartete Bild, nämlich eines im Verhältnis zu den Inflationserwartungen eher milden Renditeanstiegs", so Martin Lück, Kapitalmarktstratege des weltgrößten Vermögensverwalters. "Die im Ergebnis sogar weiter gesunkenen Realzinsen sprechen somit weiterhin für eine Übergewichtung von Aktien", sagt er.

10:22 Uhr

Kochboxen gegen Kraftwerke: Wer steigt in die erste Börsen-Liga auf?

In Erwartung eines Dax-Aufstiegs legen sich Anleger Aktien von Siemens Energy ins Depot gelegt. Die Papiere kletterten am Vormittag in der Spitze um 2,7 Prozent auf 31,50 Euro. Experten rechnen damit, dass der Energietechnikkonzern am Abend bei der Index-Entscheidung der Deutschen Börse die besten Chancen auf einen Platz im deutschen Leitindex hat. Seit Mitte Dezember haben die Papiere rund 20 Prozent zugelegt. Als heißer Dax-Anwärter gelten auch der Kochbox-Anbieter Hellofresh und der Online-Modehändler Zalando. Im Gegenzug droht dem "Nivea"-Hersteller Beiersdorf und Heidelbergcement der Abstieg in den Nebenwerte-Index MDax.

10:16 Uhr

Konjunkturoptimismus treibt Banken und Autowerte

Zwar steckt gerade der Autosektor noch tief im Lockdown-Loch - im Februar wurden laut Reuters fast 20 Prozent weniger Wagen in Europa zugelassen als ein Jahr zuvor - doch die Anleger sind bereits einen Schritt weiter. Sie setzten ganz auf eine kräftige Konjunkturerholung im Sommer. Kräftig gesucht in Europa sind dabei gerade die Auto- und Bankenwerte.

DaxSector Automobil
DaxSector Automobil 1.947,57

Der Automobilsektor führt mit 2,4 Prozent Plus die Gewinnerliste an. Bankentitel steigen im Schnitt 1,8 Prozent und Reiseaktien um 1,4 Prozent. Gleichzeitig notieren Versorger- und Gesundheitsaktien 0,1 Prozent im Minus. "Das ist das klare Muster von Konjunkturerholung und Lockdown-Ende", sagt ein Händler. Während VW 4,4 Prozent und Continental 3,5 Prozent steigen, fällt der ehemalige Lockdown-Profiteur Delivery Hero um weitere 0,9 Prozent.

09:57 Uhr

Neuer Autoriese legt "fliegenden Start" hin

Der fusionierte Autokonzern Stellantis hat den Gewinnrückgang in der Pandemie dank eines Schlussspurts in Grenzen gehalten und blickt zuversichtlich ins laufende Jahr. Für 2021 stellte das aus dem Zusammenschluss von Fiat Chrysler und PSA entstandene Unternehmen operative Rendite von 5,5 bis 7,5 Prozent in Aussicht, vorausgesetzt es komme nicht zu weiteren starken Einschränkungen bei der Bekämpfung von Covid-19.

"Stellantis hat einen fliegenden Start hingelegt und konzentriert sich voll und ganz darauf, die versprochenen Synergien zu erzielen", erklärte Konzernchef Carlos Tavares.

Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler und die französische Opel-Mutter PSA waren im Januar zum weltweit viertgrößten Autobauer mit mehr als 400.000 Mitarbeitern verschmolzen. Wie alle globalen Autohersteller will Stellantis in den kommenden Jahren viele Milliarden ausgeben, um das Fahrzeugangebot für das Elekto-Zeitalter, die digitale Vernetzung und computergesteuerte Fahrzeuge umzustellen.

09:27 Uhr

Dax steigt auf neues Allzeithoch

Jetzt hat er's geknackt: Der Dax steigt auf ein neues Allzeithoch von 14.179,96 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen rückte unterdessen um 0,61 Prozent auf 31 955,79 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,8 Prozent.

09:25 Uhr

Nach Ende des "Zwangssparens" steht Deutschland Konsum-Boom bevor

Die Chefvolkswirte privater Banken rechnen ab Frühjahr mit einem von Konsum und Exporten getriebenen Aufschwung in Deutschland. Im laufenden ersten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt wegen des Corona-Lockdowns noch zwischen 1,0 und 1,5 Prozent schrumpfen, geht aus ihrer Frühjahrsprognose hervor. Danach dürfte es aber aufwärts gehen.

"Die Wachstumsdelle zum Jahresstart wird umso besser verkraftbar sein, je schneller die Politik die lähmenden Unsicherheiten in den Griff bekommt", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Christian Ossig, mit Blick auf die Prognose.

Für 2021 erwarten die privaten Banken ein Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent, das auf einen Absturz von 4,9 Prozent im vergangenen Jahr folgen würde. Für das kommende Jahr stellen sie ein Plus von rund vier Prozent in Aussicht. 2022 könnte die Wirtschaft ihr Vorkrisenniveau erreichen.

Stärkste Stützen des Wachstums werden demnach der Export und der private Konsum sein: Während die Unternehmen kräftig Rückenwind vom wiederbelebten Welthandel bekommen dürften, sollten viele Verbraucher ihr pandemiebedingtes "Zwangssparen" beenden und wieder mehr konsumieren. "Wir rechnen beim Verbrauch der privaten Haushalte mit einem Plus von 3,5 Prozent, das wäre mit Abstand das stärkste Plus beim privaten Konsum in Deutschland seit der Wiedervereinigung", sagte Ossig.

09:21 Uhr

Dax nimmt Anlauf für Allzeithoch

In der Hoffnung auf eine Konjunkturerholung im Zuge von Lockdown-Lockerungen nimmt der Dax Anlauf auf sein Rekordhoch.

Dax
Dax 15.320,52

Der deutsche Leitindex legt zur Eröffnung 0,7 Prozent auf 14.140 Punkte zu. Damit trennten ihn lediglich rund 30 Punkte von seiner Anfang Februar aufgestellten Bestmarke. Vor den erneuten Bund-Länder-Beratungen zur Pandemie-Bekämpfung in Deutschland machte sich an den Börsen Optimismus breit. "Die Investoren sind sich zwar bewusst, dass der Weg aus dem Lockdown ein holpriger werden wird und die neuen Corona-Varianten ein nicht zu unterschätzendes Risiko darstellen", sagte Milan Cutkovic vom Handelshaus Axi. "Für die Märkte aber wäre ein klarer Exit-Plan ein positives Signal und würde die Hoffnung auf eine langsame Rückkehr in die Normalität verstärken."

Dazu heute im Fokus: Das Opec+-Treffen und der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed am Abend.

09:12 Uhr

Exporte in USA brechen ein

Die Corona-Krise hat die Geschäfte deutscher Exporteure auf den wichtigsten Einzelmärkten USA und China im vergangenen Jahr unterschiedlich stark belastet:

Die Ausfuhren in die von der Pandemie hart getroffenen Vereinigten Staaten brachen um 12,5 Prozent auf 103,8 Milliarden Euro ein, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Nach China gingen im vergangenen Jahr Waren im Wert von 95,9 Milliarden Euro (minus 0,1 Prozent) und damit nahezu so viel wie 2019. Nach einem Einbruch zu Beginn des Jahres 2020 stiegen die Ausfuhren von Waren "Made in Germany" im dritten und vierten Quartal wieder. Das Corona-Virus war zuerst in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt festgestellt worden. Chinas Regierung bekämpfte die Ausbreitung mit drastischen Beschränkungen. Seit Sommer war die Pandemie weitestgehend im Griff und die wirtschaftlichen Aktivitäten normalisierten sich wieder.

08:14 Uhr

Euro hält sich bei 1,21 Dollar

Der Euro hat sich am Mittwoch weiter an der Marke von 1,21 US-Dollar gehalten. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2080 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag noch etwas tiefer auf 1,2028 US-Dollar festgesetzt. Zur Wochenmitte stehen einige beachtenswerte Konjunkturdaten auf dem Programm. In der Eurozone werden die Einkaufsmanagerindizes für die Dienstleister bekannt gegeben. Die auf einer Unternehmensumfrage basierenden Indikatoren geben Auskunft über den Zustand des von der Corona-Krise hart getroffenen Dienstleistungssektors. In den USA wird das Pendant des Instituts ISM veröffentlicht. Außerdem werden Zahlen vom Arbeitsmarkt erwartet.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,20

08:03 Uhr

Asiatische Aktien legen weiter zu

Die asiatischen Anleger schütteln am Mittwoch Bedenken über eine zu schnelle Aktienrally ab und klammern sich an die Hoffnungen auf ein bevorstehendes US-Konjunkturpaket. Einige Analysten warnten jedoch, dass zu schnell steigende Kurse es den Märkten schwer machen könnten, ihre Gewinne zu halten. "Obwohl sich die Märkte stabilisiert haben, bleibt die Stimmung angespannt, da die Anleger weiterhin einen weiteren Ausverkauf bei den Zinsen befürchten", sagten die Analysten von TD Securities.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent höher bei 29.460 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent und lag bei 1897 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,2 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,2 Prozent auf 106,84 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4645 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9154 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2082 US-Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,1060 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3961 US-Dollar.

07:43 Uhr

Ölpreise geben weiter nach

Die Ölpreise haben am Dienstag an ihre schwache Tendenz der vergangenen Handelstage angeknüpft. Im frühen Handel gaben die Preise moderat nach. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 63,05 US-Dollar. Das waren 64 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) fiel um 56 Cent auf 60,08 US-Dollar. Wenige Tage vor einem wichtigen Treffen des Ölverbunds Opec+ geht den Ölpreisen etwas die Puste aus. Seit Jahresanfang waren die Erdölpreise deutlich gestiegen, zuletzt sind sie dagegen unter Druck geraten. Über die Entscheidung der Ölstaaten besteht Ungewissheit: Während Saudi-Arabien wegen der coronageschwächten Nachfrage eher für eine knappe Produktion eintritt, scheint der ebenfalls große Anbieter Russland eine höhere Förderung zu befürworten.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 61,27
Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,60

07:28 Uhr

Dax vor neuen Zweiwochenhochs - Neue Rekorde in Sicht

Mit steigenden Kursen an den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler am Mittwoch. Der Dax wird vorbörslich über 14.100 Punkten erwartet und damit auf dem höchsten Stand seit über zwei Wochen. "Die Konsolidierung neigt sich dem Ende zu, neue Rekorde im Dax sind in Sicht", sagt ein Marktteilnehmer. Er sieht im wesentlichen zwei Gründe für die gute Stimmung:

Zum einen hat Fed-Gouverneurin Lael Brainard angedeutet, die jüngsten Turbulenzen an den Anleihenmärkten dürften eine Wende in der Geldpolitik eher noch verzögern. "Das sollte die Anleihenmärkte weiter beruhigen", so der Marktteilnehmer. Am Morgen kommen die langen Zinsen noch etwas zurück.

Zum anderen zeige die Entwicklung in Australien, wie stark sich die Wirtschaft nach dem Lockdown entwickeln könne. Im vierten Quartal wuchs die Wirtschaft in Australien um 3,1 Prozent und damit viel stärker als erwartet. "Offensichtlich öffnen die Verbraucher die Geldschatullen und geben die Ersparnisse wieder aus, die Unternehmen stellen ein und die Immobilienpreise steigen", so der Marktteilnehmer. "Eine gute Blaupause für Europa", sagt er.

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