Montag, 10. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
18:42 Uhr

Dax erlebt zähen Handelstag - am Ende sehr kleines Plus

Dax
Dax 13.208,12

Es war ein mühsames Geschäft an der Frankfurter Börse. Eine weitere Verschärfung der amerikanisch-chinesischen Spannungen hat den deutschen Aktienmarkt heute etwas gebremst. Hingegen stützte die Aussicht auf neue US-Konjunkturhilfen die Kurse. Signale von konjunktureller Seite gab es nicht, weil es schlichtweg keine wichtigen Daten gab.

So quälte sich der Dax durch den Tag und schloss 0,1 Prozent höher bei 12.688 Punkten. Der MDax gewann ebenfalls 0,1 Prozent auf 27.175 Zähler. Der TecDax sackte um 0,9 Prozent auf 3028 Stellen ab. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent höher bei 3255 Punkten.

Bei den zuletzt eher gemiedenen Finanzwerten griffen Anleger europaweit zum Wochenauftakt wieder zu. Im Dax waren Deutsche Bank mit plus 3,6 Prozent auf 8,01 Euro vorne. Im MDax verteuerten sich Commerzbank um 1,4 Prozent. Techwerte indes gaben im Sog der jüngsten Gewinnmitnahmen an der New Yorker Nasdaq-Börse nach: SAP verloren 1,7 Prozent und Infineon 2,4 Prozent.

16:53 Uhr

Varta-Aktie steigt und steigt - Jahreshoch rückt näher

Varta AG
Varta AG 119,80

Die Aktie von Varta hat heute ihren Höhenflug fortgesetzt. Am Nachmittag notierte das Papier 4,7 Prozent höher auf 115,20 Euro, das Jahreshoch liegt bei 124,40 Euro.

Das Umfeld für die Aktie bleibt günstig. Das Unternehmen hat jüngst einen mehrjährigen Batterien-Liefervertrag für Kopfhörer-Batterien mit Samsung abgeschlossen. Auch wurden alle Rechtstreitigkeiten mit den Südkoreanern beigelegt. Zuletzt kamen zudem Spekulationen auf, dass Varta demnächst auch Akkus für Elektrofahrzeuge herstellen könnte. Varta legt am 14. August Geschäftszahlen vor.

16:33 Uhr

Was tun, wenn die Tech-Aktienkurse mal einbrechen sollten?

Erst recht mit dem Corona-Crash ging ist es für die Aktien der großen US-Techfirmen praktisch nur noch nach oben gegangen. Aber wie können Anleger einen Sicherheitspuffer einbauen, wenn es mal nicht so problemlos weiter nach oben geht? Welche Möglichkeiten Discountzertifikate dabei bieten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

16:13 Uhr

Wall Street startet nach Trumps Corona-Hilfserlass fester

Nach der Anordnung von Corona-Hilfen durch Präsident Donald Trump sind die US-Börsen fester in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,8 Prozent fester bei 27.643 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,2 Prozent zu auf 3358 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent auf 11.029 Punkte.

US-Präsident Donald Trump ordnete per Erlass Hilfen unter anderem für Arbeitslose und Studenten an, nachdem die Gespräche zwischen dem Präsidialamt und dem Kongress ergebnislos zu Ende gegangen waren. Finanzminister Steven Mnuchin und die Vorsitzende des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi zeigten sich offen für weitere Verhandlungen.

16:05 Uhr

McDonald's verklagt gefeuerten CEO Easterbrook

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Steve Easterbrook

(Foto: picture alliance/dpa)

McDonald's hat den wegen einer Romanze am Arbeitsplatz entlassenen Firmenchef Steve Easterbrook nun auch verklagt. Die Fast-Food-Kette wirft ihm in der Klage vor, er habe auch weitere Beziehungen in der Firma gehabt und darüber gelogen. McDonald's will nun das millionenschwere Abfindungspaket rückgängig machen, das Easterbrook bei der Kündigung im November noch bekommen hatte.

Der Klage zufolge erfuhr die Firma über einen anonymen Hinweis von den weiteren Fällen. Die daraufhin eingeleitete Untersuchung habe unter anderem ergeben, dass für eine oder einen der Beschäftigten von Easterbrook während der Beziehungen ein Aktienpaket im Wert von mehreren hunderttausend Dollar gebilligt worden sei, erklärte McDonald's. Easterbrook äußerte sich zunächst nicht zu der Klage.

15:50 Uhr

Royal Caribbean rauscht tief in die Miesen

Der US-Kreuzfahrtkonzern Royal Caribbean hat im zweiten Quartal wegen der Corona-Pandemie und dem dadurch erfolgten Ausfall der lukrativen Sommersaison einen kräftigen Verlust eingefahren. Der Umsatz fiel auf 175,6 Millionen Dollar, ein Einbruch um 93,7 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wobei Analysten mit 47,4 Millionen Dollar noch viel weniger erwartet hatten. Der Nettoverlust lag bei 1,64 Milliarden Dollar bzw. 7,83 Dollar je Aktie gegenüber einem Vorjahresgewinn von 472,8 Millionen Dollar bzw. 2,25 Dollar je Anteilsschein. Belastet wurde das Ergebnis auch von Abschreibungen und Kreditverlusten in Höhe von 156,5 Millionen Euro.

Auf bereinigter Basis wurde ein Verlust von 6,13 Dollar je Aktie verbucht, deutlich höher als den von Analysten erwarteten 4,82 Dollar je Aktie.

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(Foto: imago/ZUMA Press)

15:23 Uhr

Corona schickt weltgrößte Hotelkette in den roten Bereich

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(Foto: REUTERS)

Die US-Hotelkette Marriott hat im zweiten Quartal einen Verlust geschrieben, da die normalerweise lukrative Sommerreisesaison angesichts der Corona-Pandemie ausblieb. Der weltgrößte Hotelbetreiber wies für den Dreimonatszeitraum einen Verlust von 234 Millionen Dollar oder 72 Cent pro Aktie aus, verglichen mit einem Gewinn von 232 Millionen Dollar oder 69 Cent pro Aktie im Vorjahresquartal. Auf bereinigter Basis lag der Verlust bei 64 Cent pro Aktie und war damit deutlich größer als das Minus von 41 Cent je Anteil, das die von Factset befragten Analysten im Konsens erwartet hatten.

Der in der Branche stark beachtete Umsatz pro Zimmer brach im Quartal um 84,4 Prozent ein. Die Belegung sank um 57,4 Prozentpunkte. Diese Zahlen haben sich allerdings gegenüber April verbessert, als der Umsatz pro Zimmer in der Woche vom 11. April um 90 Prozent gesunken war.

14:56 Uhr

Curevac nennt Zahlen für geplanten Börsengang

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac will bei seinem geplanten Börsengang in den USA bis zu 245 Millionen Dollar bei Investoren einsammeln. In einem öffentlichen Zeichnungsangebot sollen zunächst 13,3 Millionen Stammaktien verkauft werden, teilte die Gesellschaft, die einen Corona-Impfstoff entwickelt, mit. Curevac will den Zeichnern zudem die Möglichkeit einräumen, weitere bis zu knapp 2 Millionen zusätzliche Aktien zu erwerben. Der Preis soll voraussichtlich zwischen 14 und 16 Dollar je Aktie betragen.

Angaben zum genauen Zeitpunkt des Börsengangs an der US-Technologiebörse Nasdaq machte das Unternehmen nicht, üblicherweise dauert es von der offiziellen Ankündigung bis zur Erstnotiz rund vier Wochen.

14:30 Uhr

Insider: Herauslösung von Tiktoks US-Geschäft technisch schwierig

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(Foto: REUTERS)

Die Übernahme des US-Geschäfts des Kurzvideodienstes Tiktok könnte sich Insidern zufolge technisch schwierig gestalten. Die Trennung von der chinesischen Mutter Bytedance sei ein komplexes Unterfangen, hieß es. Die Insider halten es für möglich, dass es ein Jahr oder länger dauern könnte, bis die US-Operationen komplett getrennt von Bytedance agieren.

Microsoft bemüht sich derzeit um den Zuschlag und hat dafür bis 15. September Zeit. Ansonsten will US-Präsident Donald Trump Tiktok in den USA ähnlich wie die Tencent-Tochter Wechat wegen Sicherheitsbedenken verbieten lassen.

14:09 Uhr

Goldschürfer mit Super-Ergebnis - Aktie begehrt

Gute Zeiten für Edelmetallschürfer: Ein Gewinnsprung gibt der Aktie von Barrick Gold Auftrieb. Das in den USA notierte Papier des kanadischen Unternehmens stieg vorbörslich um 1,3 Prozent.

Dank der Goldpreis-Rally der vergangenen Monate verdreifachte die Firma ihren Quartalsüberschuss auf 415 Millionen US-Dollar.

Barrick Gold
Barrick Gold 24,80

13:43 Uhr

Trump-Dekrete jucken US-Dollar herzlich wenig

Der US-Dollar hat sich wenig verändert zum Euro gezeigt, nachdem US-Präsident Donald Trump am Wochenende verschiedene Dekrete zur Verlängerung der Corona-Hilfsmaßnahmen erlassen hat. Die Gemeinschaftswährung notiert bei rund 1,1760 Dollar.

Die Dekrete seien zwar etwas überraschend gekommen, der Markt habe aber eigentlich umfangreichere Wirtschaftsstimuli von Seiten der US-Politik erwartet, erklärt die Danske Bank die ausbleibende Reaktion des Greenbackr. Trump hatte die Verlängerung verschiedener Maßnahmen per Präsidentenerlass angeordnet, nachdem sich US-Kongress und Regierung nicht hatten einigen können.

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(Foto: REUTERS)

13:12 Uhr

Italiens Banken fahren Kreditvergabe deutlich hoch

Die italienischen Banken haben im Juni ihre Kreditvergabe an Unternehmen deutlich ausgeweitet. Sie reichten in dem Monat 3,7 Prozent mehr Darlehen an Firmen aus wie vor Jahresfrist, wie aus Daten der italienischen Notenbank hervorging. Der Zuwachs ist fast doppelt so stark wie im Mai, als das Plus bei 1,9 Prozent gelegen hatte.

Italien gehört zu den Ländern in Europa, die besonders stark unter der Corona-Pandemie gelitten haben. Die Wirtschaftsleistung des Landes war im zweiten Quartal um 12,4 Prozent eingebrochen.

12:48 Uhr

Wall Street an nachrichtenarmem Tag wohl zuerst seitwärts

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(Foto: REUTERS)

Kaum verändert dürften die US-Börsen in die neue Handelswoche starten. Positiv wird gewertet, dass Präsident Donald Trump per Dekret eine Reihe von Hilfsmaßnahmen angeordnet hat - unter anderem eine wöchentliche Unterstützungszahlung an Arbeitslose. Daneben vermeldeten die USA zuletzt die niedrigste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit einer Woche. Nun regt sich die leichte Hoffnung, dass eine Überwindung der Corona-Krise ohne weitere Lockdowns geschafft werden kann, die eine zusätzliche Belastung für die US-Wirtschaft darstellen würden.

Unverändert angespannt ist die Lage zwischen den USA und China. Peking kritisierte die jüngsten US-Sanktionen gegen die Regierung in Hongkong scharf. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell mit einem Plus von 0,1 Prozent. Wichtige US-Konjunkturdaten stehen heute nicht auf der Agenda.

12:28 Uhr

Juve-Aktie zeitweise im freien Fall

Juventus Turin
Juventus Turin ,88

Das Aus des italienischen Fußball-Serienmeisters Juventus Turin in der Champions League ist Gift für die Klub-Aktie. Sie befand sich an der Mailänder Börse zwischenzeitlich im freien Fall. Das Papier büßte im frühen Handel über 10 Prozent ein und wurde nur noch mit 81 Cent notiert. Anschließend zog der Anteilsschein wieder etwas an, lag mit 0,85 Euro aber immer noch rund 8 Prozent unter dem Freitag-Schlusskurs von 92 Cent.

Juventus war am Freitag im Achtelfinale der Königsklasse überraschend an Olympique Lyon gescheitert, nach der 0:1-Niederlage in Frankreich reichte der 2:1-Heimsieg nicht. Spekuliert wird in Turin außerdem über den Verbleib von Superstar Cristiano Ronaldo. Als der Portugiese 2018 von Juventus verpflichtet worden war, hatte sich der Wert der Juve-Aktie auf über 1,65 Euro mehr als verdoppelt.

12:03 Uhr

Sentix-Konjunkturindex für Deutschland steigt weiter

Der Konjunkturindex des Beratungsunternehmens Sentix für Deutschland ist im August zum vierten Mal in Folge gestiegen. Nach Mitteilung von Sentix erhöhte er sich auf minus 4,5 (Juli: minus 10,5) Punkte, wobei die Lagebeurteilung auf minus 30,8 (minus 40,8) Punkte stieg und der Erwartungsindex auf plus 25,8 (plus 25,5) Prozent kletterte.

  • "Die Erwartungswerte bleiben äußerst positiv und zeugen von keinen Ängsten vor einer zweiten Corona-Infektionswelle", kommentierte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner die Daten.

Da sich die Erwartungen stabil präsentierten, liege der Gesamtindex für Deutschland mit minus 4,5 Punkten "nur noch marginal" von der Expansionsschwelle entfernt, fügte Hübner hinzu. Ein Beleg für das überdurchschnittliche Anziehen in Deutschland dürften zuletzt auch die überraschend guten Auftragseingänge der deutschen Industrie im Monat Juni gewesen sein. Im Jahresvergleich legten sie um 27,9 Prozent zu.

11:40 Uhr

Haus des mutmaßlichen VW-Spions abgebrannt

Die Abhöraffäre bei Volkswagen wird wohl zu einem wahren Krimi. Laut "Business Insider" ist das Fachwerkhaus des mutmaßlichen Maulwurfs in einem niedersächsischen Dorf abgebrannt. Dies sei bereits Ende Mai geschehen. Dem Portal zufolge ermittelt die Braunschweiger Staatsanwaltschaft, ob es Verbindungen zwischen den heimlichen Aufnahmen und dem Brand gibt. Polizei und Feuerwehr gingen von Brandstiftung aus.

Volkswagen hatte den Manager als mutmaßlichen Spion enttarnt, ihn freigestellt und Strafanzeige erstattet. Der Mann soll über ein Jahr lang geheime Sitzungen einer internen VW-Gruppe aufgezeichnet, die damit betraut war, den unliebsamen Zulieferer Prevent loszuwerden.

11:26 Uhr

Corona schickt Porsche-Holding in die roten Zahlen

Porsche SE ist wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in die Verlustzone gerutscht. Nach sechs Monaten stand beim VW-Haupteigner ein Netto-Verlust von 329 Millionen Euro zu Buche. Im vergangenen Jahr hatte die Porsche SE noch fast 2,4 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen. Der Gewinn der Dachgesellschaft, über den die Familien Porsche und Piëch die Mehrheit an Volkswagen halten, speist sich zum größten Teil aus dem Geschäft des Wolfsburger Autobauers.

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(Foto: dpa)

Weil die Porsche SE ihren VW-Anteil unlängst auf 53,3 Prozent leicht erhöhte, sank die Netto-Liquidität auf 505 (Vorjahr 553) Millionen Euro. Für das Gesamtjahr verzichtete die Holding wegen der Unsicherheit in der Corona-Krise auf einen konkreten Ausblick, stellte aber einen Gewinn in Aussicht.

11:00 Uhr

Türkische Lira bleibt Sorgenkind - Rekordtief zum US-Dollar

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(Foto: imago images / CHROMORANGE)

Die türkische Lira kommt nicht zur Ruhe. Heute machen drohende neue Spannungen mit Griechenland machen Türkei-Anleger nervös. Sie ziehen sich aus der Währung des Landes zurück und hieven den US-Dollar auf ein Rekordhoch von 7,3652 Lira. Der Euro notiert mit 8,6464 Lira nur knapp unter seiner Bestmarke.

Die Türkei hat seismische Untersuchungen zu vermuteten Gasvorkommen in einer umstrittenen Region im östlichen Mittelmeer angekündigt.

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10:48 Uhr

Bauwirtschaft kommt bislang gut durch Corona

Die deutsche Baubranche ist bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe stieg von Januar bis Mai um 5,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich gleichzeitig um 1,7 Prozent.

Zuletzt gab es allerdings einen negativen Trend beim Umsatz: Im Mai fiel er um 3 Prozent niedriger aus, wobei die Beschäftigtenzahl dennoch um 0,7 Prozent zulegte.

Baukräne am Abend in der Dämmerung bei untergehender Sonne. Foto: Jens Kalaene/ZB/dpa/Archivbild

(Foto: Jens Kalaene/ZB/dpa/Archivbild)

10:28 Uhr

Lufthansa im Visier der Verbraucherschützer

Der Druck auf die am staatlichen Tropf hängende Lufthansa nimmt zu. Der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, Klaus Müller, fordert mehr Druck vom Bund auf die Airline. Die Lufthansa müsse bis Ende August alle ausgefallenen Flugtickets vollständig erstatten.

  • "Es kann nicht sein, dass die Lufthansa Hilfszahlungen in Milliardenhöhe aus Steuergeldern erhält und trotzdem Kunden zu illegalen Zwangsdarlehen zwingt", sagte Müller den Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft". Schließlich müssten nach der EU-Fluggastrechte-Verordnung vorausbezahlte Kundengelder innerhalb von sieben Tagen nach Stornierung durch die Airline zurückgezahlt werden.

Die im MDax notierte Lufthansa-Aktie verteuerte sich am Vormittag um 1,4 Prozent.

Lufthansa
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10:16 Uhr

Anleger springen bei britischen Transportfirmen auf

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(Foto: imago/Manngold)

Nach der Zusage von Corona-Hilfen sind in Großbritannien Papiere von Transportfirmen gefragt. Aktien der Unternehmen Firstgroup, Stagecoach, Go-Ahead und National Express legten in der Spitze zwischen 3,7 und 10 Prozent zu.

Die britische Regierung hatte Bus- und Bahnfirmen zusätzliche Corona-Hilfen in einer Größenordnung von 256 Millionen britischer Pfund zugesagt. Dies sei ein klares Zeichen, dass die Regierung alles tun werde, um Busunternehmen durch die Pandemie zu bringen, teilte das Borkerhaus Liberum mit.

10:03 Uhr

Streit um Tiktok und Wechat belastet Tech-Investor Prosus

Die US-Sanktionen gegen die chinesischen Betreiber der Video-Plattform Tiktok und des Messengers Wechat setzen Prosus erneut zu. Die Aktien des Technologie-Investors, der am Wechat-Eigner Tencent beteiligt ist, rutschten an der Amsterdamer Börse um 3,5 Prozent ab.

Damit summiert sich das Minus der vergangenen Tage auf neun Prozent. Tencent büßten in Hongkong im gleichen Zeitraum etwa 10 Prozent ein.

09:29 Uhr

Bitcoin heiß begehrt - auf dem Weg zum Zwölf-Monats-Hoch

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(Foto: REUTERS)

Sehr stark hat sich zu Wochenbeginn der Bitcoin präsentiert. Wegen der wachsenden Spannungen zwischen den USA und China sowie der Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bleibt die Kryptowährung für Anleger attraktiv.

Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verteuert sich um knapp 5 Prozent auf 12.096 US-Dollar. Sie blieb damit nur knapp unter ihrem Zwölf-Monats-Hoch der vergangenen Woche.

09:18 Uhr

Zahl der Insolvenzen im Mai trotz Corona-Krise rückläufig

Im Mai haben die Amtsgerichte 1504 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 9,9 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres.

  • "Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelt sich somit bislang nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider", erklärten die Statistiker.

Ein Grund dafür sei, dass die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen vorerst bis zum 30. September ausgesetzt ist. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Mai auf knapp 3,1 Milliarden Euro. Im Vorjahresmonat hatten sie bei rund 2,5 Milliarden Euro gelegen.

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09:13 Uhr

Lahmer Start an der Frankfurter Börse

Dax
Dax 13.208,12

Müder Start des deutschen Aktienmarktes in die neue Woche: Der Dax notierte in den ersten Handelsminuten kaum verändert bei 12.680 Punkten. Gleiches gilt für MDax und TecDax. Der EuroStoxx50 legte um 0,2 Prozent auf 3260 Stellen zu. Heute stehen keine relevanten Konjunkturdaten an.

Im Fokus steht ein Paukenschlag aus Washington: Dort hat US-Präsident Donald Trump per Dekret in das parteipolitische Gezänk um ein neues Hilfspaket eingegriffen. Demnach sollen US-Arbeitslose eine wöchentliche Unterstützung von 300 US-Dollar aus Bundesmitteln erhalten. Die Bundesstaaten sollen auf freiwilliger Basis weitere 100 Dollar zuschießen. Strategen werten dies als einen geschickten Schachzug, um die Wiederwahl zu sichern.

08:42 Uhr

Spannungen USA-China machen Asien-Anleger vorsichtig

An den asiatischen Aktienmärkten haben sich die Anleger zu Wochenanfang nicht aus der Deckung gewagt. Für Zurückhaltung sorgten die jüngsten Spannungen zwischen den USA und China. Thema war auch der Disput über neue Corona-Hilfen in den USA. Die Gespräche zwischen dem Präsidialamt und den Demokraten im Kongress waren am Freitag ohne Durchbruch zu Ende gegangen.

Die Börse in Shanghai lag ein Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen notierte 0,6 Prozent fester. In Hongkong notierte der Index etwas schwächer. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 1,5 Prozent nach. In Japan wurde heute wegen eines Feiertags nicht gehandelt.

In Südkorea waren Aktien von Hyundai gefragt. Sie kletterten um mehr als zehn Prozent auf den höchsten Stand seit Mai 2018. Der Konzern stellte neue Pläne für E-Autos vor. Hyundai will bis 2025 weltweit der drittgrößte Produzent von Elektro-Fahrzeugen werden.

08:30 Uhr

Woche beginnt mit steigenden Ölpreisen

Die Aussicht auf eine fortgesetzte Nachfrageerholung in Asien hat die Ölpreise zum Wochenbeginn angetrieben. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 44,88 US-Dollar. Das waren 48 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Leichtölsorte WTI stieg um 60 Cent auf 41,82 Dollar.

Der Chef des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco, Amin Nasser, hatte am Sonntag gesagt, dass der Ölverbrauch in Asien in seinen Augen nahezu das Niveau von vor der Corona-Krise erreicht habe. Mit China wurde die führende asiatische Wirtschaftsmacht zwar früher von der Krise getroffen als die westlichen Industriestaaten, allerdings konnte das Land die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auch schneller wieder lockern.

Am Markt wurde außerdem auf einen weiteren Rückgang der Ölförderanlagen in den USA verwiesen. Ende vergangener Woche hatte die Ausrüsterfirma Baker Hughs gemeldet, dass die Zahl der aktiven Bohrlöcher in der vergangenen Woche um vier auf 176 gefallen sei. Dies ist der niedrigste Stand seit 15 Jahren und sorgt für ein geringeres Angebot an Rohöl auf dem Weltmarkt.

08:09 Uhr

Dax zeigt sich gut erholt und angriffslustig

Zum Wochenauftakt wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Der anhaltende Jobaufbau in den USA hatte den Anlegern bereits einen versöhnlichen Wochenabschluss bereitet. Der Dax ging am Freitag 0,7 Prozent höher bei 12.674,88 Zählern aus dem Handel.

Dax
Dax 13.208,12

Anleger haben unter anderem die jüngsten Spannungen zwischen den USA und China im Blick. Thema sind auch weitere Corona-Hilfen in den USA. Nachdem die Verhandlungen über die Details eines neuen Corona-Hilfspakets zuletzt gescheitert sind, ordnete US-Präsident Donald Trump am Wochenende per Dekret weitere Maßnahmen an. Es blieb aber unklar, ob er das Recht dazu hat.

Marktbeobachter sprechen von einem impulsarmen Wochenauftakt. Im Tagesverlauf werden kaum wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht, an denen sich die Anleger am Devisenmarkt orientieren könnten. Auskunft zum ersten Halbjahr gibt Sportwagenhersteller Porsche. Neben der VW-Tochter werden aus dem Ausland die Zahlen von K+S-Rivale Nutrien sowie von Marriott International erwartet.

07:55 Uhr

Euro startet gemächlich in die Woche

Der Kurs des Euro bewegt sich am Montag nach Kursverlusten vom Freitag nur wenig. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1792 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1817 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Damit konnte sich der Eurokurs vorerst stabilisieren, nachdem er am Freitag etwa einen Cent gefallen war. In den USA hatte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt nach dem Corona-Einbruch weiter erholt. Am Freitag war der US-Arbeitsmarktbericht für Juli besser als erwartet ausgefallen, was dem Dollar Auftrieb verliehen und den Euro im Gegenzug belastet hatte.

07:31 Uhr

Hyundai machen Riesensatz nach oben

Die asiatischen Aktienmärkte starten ohne größere Bewegungen in die neue Woche. Im Fokus der Investoren stehen unter anderem die jüngsten Spannungen zwischen den USA und China sowie die zuletzt gescheiterten Verhandlungen über die Details eines neuen Corona-Hilfspakets in den USA.

Hyundai Motor
Hyundai Motor 32,60

Zu Wochenbeginn wird mit verhaltenen Umsätzen an den Märkten gerechnet, weil zwei wichtige Handelsplätze in Asien - Japan und Singapur - feiertagsbedingt geschlossen bleiben.

In Südkorea waren die Aktien von Hyundai gefragt. Sie kletterten um gut zehn Prozent auf den höchsten Stand seit Mai 2018. Der Konzern stellte neue Pläne für E-Autos vor. Hyundai will bis 2025 weltweit der drittgrößte Produzent von Elektro-Fahrzeugen werden.

Im Devisenhandel in Fernost legte der Euro um 0,08 Prozent zu und kostete 1,1796 Dollar.