Montag, 14. Juni 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:40 Uhr

"Dax ist auf Klettertour", aber ...

So kann die neue Börsenwoche (fast) weitergehen: Am Montag wartet der Dax mit einem neuen Allzeithoch auf, erklimmt erstmals die 15.800er Marke und markiert bei 15.802 Zählern den neuen Rekord. Danach gibt er einen Großteil der Gewinne wieder ab, verabschiedet sich mit einem Abschlag von 0,1 Prozent und 15.674 Punkten aus dem Handel.

"Der Dax ist auf Klettertour", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta. "Nachdem er am Morgen einen Gipfel bei gut 15.800 Punkten erklommen hatte, ließ er sich etwas zurückfallen - um Luft zu schnappen. Dahinter steckten Anleger, die bei hohen Kursen ein paar Gewinne einstreichen wollten", erklärt er. "Allgemein setzt das Gros der Anleger darauf, dass die Notenbanken auch weiterhin ihre Füße still halten." Nachdem in der vergangenen Woche die Europäische Zentralbank getagt hat, ist am Mittwoch die US-Notenbank Federal Reserve am Zug.

Bei den Einzelwerten im Dax zeigen sich Siemens Energy an der Spitze der Gewinnerliste. Die Titel legen mehr als fünf Prozent zu. Dahinter folgen mit einem Aufschlag von mehr als zwei Prozent die Titel der Deutschen Börse. Auf der Gegenseite verbuchen Covestro und VW die größten Verluste. Sie fallen mit jeweils etwas mehr als einem Prozent vergleichsweise gering aus.

Dax
Dax 15.669,29

Covestro
Covestro 56,06
Siemens Energy
Siemens Energy 22,73

17:29 Uhr

Nordex vor Großauftrag: Kurs steigt

Der Windturbinenhersteller Nordex steht nach eigenen Angaben kurz vor dem Abschluss eines Großauftrags in Australien. Dabei gehe es um einen Windpark mit einer Kapazität von einem Gigawatt, teilt Nordex mit. Der Konzern könne dafür bis zu 180 Turbinen liefern. Die Verhandlungen könnten in den kommenden Wochen abgeschlossen werden und der Auftrag noch im Jahr 2021 verbucht werden. Die Nordex-Aktie legt zeitweise mehr als sieben Prozent zu.

Nordex
Nordex 16,14

17:17 Uhr

5G-Netzausbau: Vodafone holt sich Samsung Electronics

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hat Samsung Electronics als Ausrüster für das schnelle 5G-Netz ausgewählt. Das ist für den südkoreanischen Technologiekonzern ein Durchbruch auf dem europäischen Markt, der sich zunehmend vom chinesischen Zulieferer Huawei distanziert. Großbritannien hat bereits verfügt, dass Huawei-Geräte bis Ende 2027 aus seinem 5G-Netz entfernt werden. Die USA hatten zuvor Huawei wegen möglicher Sicherheitsrisiken verbannt.

Vodafone
Vodafone 1,41
Samsung Electronics
Samsung Electronics 79.300,00

 

16:59 Uhr

Encavis-Kurs zeigt Gegenbewegung

Für Encavis geht es zu Wochenbeginn gleich mehr als fünf Prozent auf 15,62 Euro nach oben. Die wichtige Unterstützungszone um 15 Euro hat erst einmal gehalten und dient nun als Basis für eine technische Gegenbewegung.

 

16:43 Uhr

Firmen- und Finanzchef weg: Kurs von US-Elektroautobauer schmiert ab

Bei den US-Einzelwerten stürzen die Titel von Lordstown Motors rund 17 Prozent ab. Anleger verschrecken die Abgänge des Firmen- und Finanzchefs des Anbieters von Elektro-Pickups. Die beiden Manager nahmen ihren Hut, nachdem das Unternehmen vergangene Woche davor gewarnt hatte, dass der Bestand an liquiden Mitteln möglicherweise nicht ausreichen könnte, um im Geschäft zu bleiben.

 

16:22 Uhr

Wall Street startet ruhig

Die Aussicht auf eine unverändert lockere US-Geldpolitik hält die Aktienkurse an der Wall Street weiter in der Nähe ihrer Rekordstände. Der Dow-Jones-Index gibt leicht nach auf 34.345 Zähler. Der S&P-500 notiert bei 4239 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq liegt kaum verändert bei 14.088 Punkten.

Mit Spannung warteten die Börsianer auf das Treffen der US-Notenbank Fed in den kommenden zwei Tagen. Auch wenn die Fed wiederholt betont hat, dass der Anstieg der Inflation nur vorübergehend sei, könnte eine Reduzierung der Anleihekäufe diskutiert werden. Die meisten Analysten erwarten jedoch keine Entscheidung vor der jährlichen Konferenz der Zentralbank in Jackson Hole im August.

15:14 Uhr

Deutsche Bank kauft Lira-Anleihen zurück

Die Deutsche Bank will für eine Milliarde Euro zwei Lira-Anleihen aus den 1990er Jahren zurückkaufen. Die Eigentümer der jeweils mit null Prozent verzinsten Anleihen können ihre Anteile bis voraussichtlich zum 25. Juni zurückgeben, wie die Deutsche Bank mitteilt. Die Wertpapiere haben eine Laufzeit bis 2026 und 2032 und ein Volumen von insgesamt 2,5 Milliarden Euro. Sie wurden in den Jahren 1996 und 1997 in der damals noch existierenden Währung Italiens herausgegeben und kurze Zeit später in Euro gewandelt.

Solche Rückkaufangebote sind nicht der Regelfall, sie kommen aber immer wieder vor, weil Banken ihre Portfolien bereinigen. Die Lira-Titel sind im Vergleich zu anderen Anleihen der Deutschen Bank weniger liquide. Das heißt, Investoren handeln wenig mit ihnen und es kann daher zu stärkeren Preisschwankungen kommen. Die Deutsche Bank hat in den vergangenen Jahren immer wieder solche Rückkaufangebote an Anleiheinvestoren gemacht.

14:54 Uhr

Türkei bandelt mit China an: Lira auf Erholungskurs

Ein milliardenschweres Devisen-Tauschgeschäft mit China ermuntert zum Einstieg in die türkische Währung Lira. Im Gegenzug fallen Dollar und Euro um jeweils mehr als ein Prozent auf ein Zwei-Wochen-Tief von 8,28 beziehungsweise 10,015 Lira. Investoren warteten außerdem gespannt auf das geplante Treffen des US-Präsidenten Joe Biden mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan am Rande des Nato-Gipfels. Sie hoffen auf eine Lockerung der US-Sanktionen gegen die Türkei.

Türkische Lira / Euro
Türkische Lira / Euro ,10

 

14:43 Uhr

Teamviewer mit SAP-Kooperation gefragt

Teamviewer steigen mehr als acht Prozent auf 33,12 Euro. Das Unternehmen arbeitet künftig mit SAP zusammen: Zum einen wird Teamviewer in das SAP-Partnerprogramm aufgenommen, zum anderen Frontline in SAP-Lösungen integriert. Frontline ist eine auf sogenannter Augmented Reality (AR) basierende Industrie-4.0-Lösung. "Nach der ausgeprägten Baisse reicht die Nachricht für eine kräftige Erholung", so ein Händler. Seit Februar hat der Kurs zeitweise etwa 40 Prozent verloren, wie es heißt in der Erwartung eines langsameren Wachstums. "Mit der Zusammenarbeit mit SAP könnten die Wachstumserwartungen nun wieder anziehen", so der Händler.

Teamviewer
Teamviewer 29,05
SAP
SAP 117,80

 

14:10 Uhr

Novavax vorbörslich auf Höhenflug

Ermutigende Test-Ergebnisse des Coronavirus-Impfstoffs von Novavax geben den Aktien der Biotech-Firma Auftrieb. Sie steigen im vorbörslichen US-Geschäft um knapp acht Prozent. Den Angaben zufolge erreicht das Vakzin eine Effektivität von 90 Prozent gegenüber diversen Varianten des Erregers Covid-19.

Novavax
Novavax 170,78

14:22 Uhr

Britische Industrie steht vor Wachstumsschub

In der britischen Industrie stehen die Weichen auf Aufschwung. Die Produktion stieg zuletzt so kräftig wie noch nie, wie der Verband "Make UK" und der Rechnungsprüfer BDO zu ihrer vor 30 Jahren begonnen vierteljährlichen Umfrage mitteilen. "Make UK" verdoppelte deshalb seine Wachstumsprognose für das Verarbeitende Gewerbe in diesem Jahr von bisher 3,9 auf nunmehr 7,8 Prozent an. "Das Wachstum beschleunigt sich deutlich, da die Beschränkungen gelockert wurden und die Volkswirtschaften rund um den Globus begonnen haben, sich zu öffnen", sagt dessen Ökonom Fhaheen Khan. Erstmals seit Anfang 2020 gaben die Unternehmen an, wieder mehr investieren zu wollen.

Offizielle Daten zufolge lag die britische Industrieproduktion im April noch um 2,4 Prozent unter dem vor Ausbruch der Corona-Pandemie erreichten Niveau. "Make UK" geht davon aus, dass es bis Ende 2022 dauern wird, um dieses Niveau wieder zu erreichen.  

13:55 Uhr

Kleinanleger treiben nächsten Kurs in die Höhe

Eine Kommentar-Flut in Kleinanleger-Foren beschert dem Computerzubehör-Anbieter Corsair einen der größten Kurssprünge in seiner Firmengeschichte. Die Aktien kletterten im vorbörslichen US-Geschäft gut 15 Prozent. Auf der Internetseite Stocktwits ist die Zahl der Posts zu Corsair um 27 Prozent gestiegen. Etwa 94,6 Prozent davon sind positiv. In solchen Foren feuern sich Kleinanleger immer wieder zum Kauf von Aktien an. Bekanntestes Beispiel ist der US-Videospielehändler Gamestop.

 

13:32 Uhr

Reversal-Ansatz im Dax bereitet Sorgen

Der Rückschlag des Dax unter das ehemalige Allzeithoch bei 15.732 Punkten beschwört die Gefahr einer Reversal-Formation herauf. Am Mittag steigt der Dax nur noch 0,2 Prozent auf 15.720 Zähler nach einem Tageshoch von knapp 15.803. Einerseits hat das Gap wie häufig ein weiteres Hochlaufen verhindert, andererseits gilt die Unterkante bei 15.704 Punkten als Unterstützung. Solange sie nicht nachhaltig unterschritten wird, überwiegen noch die Chancen auf der Oberseite, wie ein Marktteilnehmer sagt.

13:17 Uhr

US-Börsen nehmen neue Rekorde ins Visier

Nachlassende Inflationsängste dürften den US-Börsen zum Start in die neue Woche Rückenwind geben. Nachdem der S&P-500 am Freitag auf Schlusskursbasis ein neues Rekordhoch erreicht hat, zeichnen sich am Montag weitere kleine Gewinne ab. Die Futures auf den S&P und die anderen großen US-Indizes deuten eine gut behauptete Eröffnung an.

Die sich verbessernden wirtschaftlichen Aussichten für viele Industrieländer und die fortgesetzte Unterstützung der Notenbanken haben die Aktienkurse zuletzt gestützt. Anleger warten nun gespannt darauf, ob die US-Notenbank ihren geldpolitischen Kurs bestätigten wird, wenn sie am Mittwoch das Ergebnis ihrer Zinssitzung bekanntgibt. Zwar sind die Zinsen an den Anleihemärkten deutlich zurückgekommen, obwohl die Verbraucherpreise in den USA deutlich gestiegen sind, wie in der vergangenen Woche veröffentlichte Daten zeigten. Gleichwohl bleibt ein Rest Unsicherheit, ob die Fed nicht vielleicht doch ihre Ansichten zu Inflation und Arbeitsmarkt ändert und die Zügel früher als erwartet anzieht.

Im Blick steht daneben der Ölpreis, der auf dem höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren notiert. Davon dürften die Aktien der Ölbranche profitieren. Ansonsten ist die Nachrichtenlage dünn. Wichtige Unternehmensereignisse stehen ebensowenig auf der Agenda wie Konjunkturdaten.

12:46 Uhr

Smartphone-Absatz legt trotz Lieferengpässen zu

Die Nachfrage nach Smartphones ist ungebrochen hoch. Trotz Lieferengpässen werde der Markt im laufenden Jahr um zwölf Prozent wachsen, prognostizieren die Marktforscher von Canalys. Insgesamt würden 1,4 Milliarden Geräte verschifft. Vor allem die Nachfrage nach 5G-Smartphones sorge für Schwung. "5G ist bereit für den Massenmarkt", urteilte Canalys-Experte Ben Stantan. Inzwischen haben alle großen Anbieter wie Apple und Samsung Electronics 5G-fähige Handys im Portfolio. Canalys geht davon aus, dass 43 Prozent der 2021 verkauften Geräte 5G-Smartphones sind.

Im vergangenen Jahr verzeichnete der Smartphone-Markt wegen der Corona-Krise ein Minus von sieben Prozent. Da nun die Impfkampagne weltweit Fahrt aufnehme und die Pandemie unter Kontrolle gebracht werde, würden Lieferbeschränkungen bei Komponenten - vor allem Halbleitern - zum neuen Flaschenhals, prognostizierte Canalys. "Die Industrie kämpft um Chips und das wird jeden Anbieter belasten", sagte Stanton. Bisher wirkten sich die Engpässe bei Halbleitern vor allem auf die Autoproduktion aus, treffen aber immer mehr auch die Verbraucherelektronik.

11:54 Uhr

Ende der Krisenhilfen: Lagarde bezieht klar Stellung

Aus Sicht von EZB-Chefin Christine Lagarde ist trotz der einsetzenden wirtschaftlichen Erholung die Zeit noch nicht reif für eine Diskussion über ein Ende der Krisen-Anleihenkäufe. "Es ist viel zu früh, um diese Themen zu debattieren", sagt Lagarde "Politico". Die Erholung müsse fest, solide und nachhaltig sein. Man nehme einem Patienten nicht die Krücken weg, bevor die Muskeln beginnen, sich wieder ausreichend aufzubauen, so dass der Patient sich wieder auf seinen eigenen zwei Beinen bewegen könne.

Lagarde merkt an, dass die Wirtschaft der Euro-Zone nach den jüngsten ökonomischen Projektionen der Notenbank-Volkswirte wahrscheinlich während des ersten Quartals 2022 wieder das Vorkrisenniveau erreicht. "Dieses gesagt, lege ich nicht nahe, dass das pandemische Notfall-Kaufprogramm (PEPP) am 31. März stoppen wird", sagt sie. "Wir haben genügend Flexibilität, aber was den wirtschaftlichen Ausblick angeht, bewegen wir uns in die richtige Richtung."

11:30 Uhr

Bundesregierung rechnet mit Anziehen der Inflation

Die Bundesregierung rechnet mit einem weiteren Anziehen der Inflation in Deutschland. "In der zweiten Jahreshälfte ist aufgrund eines Basiseffektes wegen der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze ein Jahr zuvor sogar mit Raten um die drei Prozent zu rechnen", heißt es in dem Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums. Im Mai war die Teuerungsrate vor allem wegen höherer Energiepreise auf 2,5 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit annähernd zehn Jahren. Nach Auslaufen der Sondereffekte sollte sich der Preisdruck aber zu Beginn des kommenden Jahres wieder deutlich verringern. "Eine nachhaltige Erhöhung der Teuerungsrate ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten, denn aktuell sind keine Anzeichen einer Lohn-Preis-Spirale zu beobachten, die zu dauerhaft hoher Inflation führen kann", so das Ministerium.

11:02 Uhr

Philips ruft Millionen Schlaf-Apnoe-Geräte zurück

Der niederländische Medizintechnikkonzern Philips hat wegen Qualitätsproblemen drei bis vier Millionen Geräte zur Behandlungen von Atemaussetzern im Schlaf zurückgerufen. Der schalldämmende Polyurethanschaum der CPAP-Geräte könne giftige Partikel oder Gase freisetzen und im schlimmsten Fall Krebs verursachen, begründet der Konzern den Schritt. Der Vorstand kündigte weitere Rückstellungen in Höhe von 250 Millionen Euro an, bestätigte aber seine Jahresziele. Die Einbußen in dem Geschäftsbereich würden durch andere ausgeglichen. Der Austausch und die Reparatur der Geräte werde wohl insgesamt ein Jahr dauern, erklärte Firmenchef Frans van Houten.

Philips
Philips 40,85

10:38 Uhr

Kursziel-Anhebung zieht Heidelbergcement ins Plus

Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger zum Einstieg bei Heidelbergcement. Die Aktien des Bauindustrie-Zulieferers steigen 0,4 Prozent auf etwa 75,25 Euro. Die Experten von Morgan Stanley haben ihr Kursziel für die Titel auf 93 von 84 Euro hochgesetzt.

Heidelbergcement
Heidelbergcement 74,34

10:04 Uhr

Mister Spex will an die Börse

Der Online-Optiker Mister Spex will auf das Frankfurter Börsenparkett. Der Börsengang werde voraussichtlich neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung und bestehende Aktien von Altaktionären umfassen, so das Untternehmen. Es würden Einnahmen aus dem Verkauf neuer Aktien von mindestens 225 Millionen Euro angepeilt. Diese will Mister Spex nach eigenen Angaben vor allem in das Wachstum und die internationale Expansion sowie die Rückführung eines Überbrückungskredits stecken. Der Börsengang solle im dritten Quartal erfolgen.

Zu den Eigentümern des 2007 gegründeten Unternehmens gehören Investoren wie Goldman Sachs, DN Capital, Scottish Equity Partners und XAnge. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um 18 Prozent auf 164 Millionen Euro bei einem Bruttogewinn von 81 Millionen Euro.

09:43 Uhr

Tomaten, Blumen, Raps: Preise ziehen sprunghaft an

Tomaten, Blumen, Raps: Zahlreiche Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte haben ihre Preise im April für viele Produkte kräftig angehoben. Tomaten etwa kosteten 42,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Pflanzen und Blumen verteuerten sich um gut ein Fünftel, ebenso Getreide. "Ein Grund für den Anstieg könnte die anhaltend hohe Nachfrage aus dem Ausland sein", heißt es mit Blick auf die Getreidepreise. Handelsgewächse verteuerten sich ebenfalls stark, wobei der Anstieg bei Raps mit 39,6 Prozent heraussticht. "Hauptgrund hierfür bleiben die nahezu leergeräumten Rapslager bei Landwirten, Händlern und Ölmühlen", so die Statistiker.

09:27 Uhr

Euro Stoxx600 liefert 38. Rekordhoch des Jahres

Die Rekordjagd an Europas Börsen geht weiter. Der breit gefasste EuroStoxx600 steigt um 0,6 Prozent und markiert mit 460 Punkten sein 38. Rekordhoch des Jahres. Damit hat er an einem Drittel der Handelstage seit Anfang Januar jeweils eine neue Bestmarke erreicht. Der Dax kommt auf eine Quote von gut 20 Prozent. Er gewinnt ebenfalls 0,6 Prozent und erreicht mit 15.793 Zählern sein 23. Rekordhoch 2021.

Dax
Dax 15.669,29
EuroStoxx50
EuroStoxx50 4.109,10

 

09:09 Uhr

Dax springt auf Rekordhoch

Vor einer Woche markiert der Dax bei 15.732 Punkten ein neues Allzeithoch. Zum Start in die neue Handelswoche lässt der Dax ein weiteres Rekordhoch folgen: Der deutsche Börsenleitindex zieht 0,6 Prozent auf 15.782 Zähler an. Am Freitag hatte er bereits 0,8 Prozent zugelegt und knapp unter der 15.700er Marke geschlossen.

"Es geht weiter voran", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Anleger schauen bereits voraus, auf den Mittwoch und die Sitzung der US-Notenbank", erläutert sie. "Vielleicht wird Fed-Chef Jerome Powell die Anleger auf eine weniger expansive Geldpolitik vorbereiten."

08:55 Uhr

Deutsche Cannabis-Firma plant Börsengang

Ein Mann dreht sich einen Joint mit Cannabis. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

(Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)

Am deutschen Cannabis-Markt zeichnet sich ein neuer Börsengang ab. Das Jungunternehmen Cantourage plant den Gang an den Kapitalmarkt, wie die Ko-Leiter Philip Schetter und Florian Holzapfel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagten. Wann und wo, ist noch unklar.

  • "Wir geben da keinen genauen Zeitplan vor. Aber in den nächsten ein bis zwei Jahren - das ist das, was wir uns vorstellen", sagte Holzapfel. Details werde man in den nächsten Monaten analysieren.
  • "Wir sind am Evaluieren, was das richtige Konzept ist und auch der richtige Börsenplatz." Die Branche sei in Aufbruchstimmung.
08:40 Uhr

Windeln, Gamestop, AMC: Wie verrückt sind die Börsen?

Diesmal war es die Aktie des Online-Babywarenhändlers Windeln.de. Erneut haben einige Kleinanleger eine Aktie auf Achterbahnfahrt geschickt, wie zuvor beim Hype um die Papiere von Gamestop und der Kinokette AMC. Was sagen diese spekulativen Trades über den Zustand der Börsen aus und wie viele Anleger sind dafür tatsächlich verantwortlich? Wie entstehen überhaupt solche Zocker-Hypes und wie können Anleger reagieren? Bianca Thomas diskutiert mit Matthias Hüppe von der HSBC und Daniel Saurenz von Feingold Research über Ursachen und Wirkungen von irren Booms, bessere Alternativen und wie Anleger strategisch sinnvoll und zugleich risikofreudiger handeln können.

08:24 Uhr

Leichte Erholungstendenz am Frankfurter Flughafen

Die Fluggast-Zahlen am Frankfurter Flughafen haben auch im Mai noch weit unter dem Niveau aus der Zeit vor der Corona-Pandemie gelegen. Allerdings überschritt das Passagieraufkommen im Gegensatz zu den Vormonaten mit knapp 1,25 Millionen Fluggästen wieder die Millionen-Marke, wie der im MDax gelistete Betreiber Fraport mitteilte. Das waren rund 357 Prozent mehr als im ersten Corona-Lockdown ein Jahr zuvor, aber 80 Prozent weniger als im Mai 2019. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost wuchs im Vergleich zu Mai 2020 um 27,5 Prozent auf knapp 200.700 Tonnen.

Für das laufende Jahr hatte Fraport-Chef Stefan Schulte für Frankfurt zuletzt nur noch "unter 20 bis 25 Millionen" Fluggäste vorausgesagt. Nach seiner Einschätzung werde die Nachfrage "irgendwann im Sommer" anziehen. 2020 war das Aufkommen auf weniger als 19 Millionen Passagiere eingebrochen, nachdem der Flughafen 2019 mit mehr als 70 Millionen ein Rekordjahr verzeichnet hatte. Schulte erwartet dieses Niveau erst in den Jahren 2025 oder 2026 wieder.

Fliegen in der Corona-Krise: Fraport schreibt Verlust.

(Foto: imago images/imagebroker)

08:07 Uhr

Ölpreise klettern weiter - neue Zweijahreshochs

Spekulationen auf einen Nachfrageboom haben zu Wochenbeginn den Ölpreisen erneut Auftrieb gegeben. Der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee stieg um 0,6 Prozent auf ein Zweijahreshoch von 73,12 US-Dollar je Barrel. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 32 Cent auf 71,23 Dollar. Mit 71,32 Dollar war er zuvor zeitweise auf den höchsten Stand seit Oktober 2018 gestiegen.

Für Unterstützung sorgen vor allem die konjunkturelle Erholung und die Fortschritte bei den Impfungen in den USA und Europa. Dies stützt die Nachfrage nach Rohöl. So hatte zuletzt auch der Luftverkehr in den USA merklich zugelegt.

07:54 Uhr

Bitcoin-Kurs steht vor wichtiger Marke

2021-05-19T170850Z_660576511_RC22JN9F3B0D_RTRMADP_3_CRYPTO-CURRENCY-BITCOIN.JPG

(Foto: REUTERS)

Die positive Twitter-Aussage von Elon Musk zum Bitcoin hat die Cyber-Devise weiter angeschoben. Ihr Kurs bewegte sich am Morgen in Richtung 40.000 US-Dollar. Momentan notiert bei Bitcoin bei 39.826 Dollar. Der Tesla-Chef hatte am Wochenende getwittert, sein Unternehmen werde die Kryptowährung wieder als Zahlungsmittel akzeptieren, wenn etwa 50 Prozent der für die Verschlüsselung und Validierung von Transaktionen benötigte Energie aus erneuerbaren Quellen stamme.

Ob dies das verlorene Vertrauen der Anleger in Bitcoin zurückbringe, bleibe aber abzuwarten, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

07:33 Uhr

Dax könnte weiteren Rekord landen

Dax
Dax 15.669,29

Bei der Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt ist kein Ende in Sicht. Zum Wochenauftakt könnte der Dax laut Marktteilnehmern zunächst das jüngste Allzeithoch bei 15.732 Punkten testen. Der Trend sei "vollkommen intakt und aufwärts gerichtet", sagt Holger Struck von hs-livetrading. Unterstützung bekommt vom anhaltend festen US-Dollar, der vor allem die exportorientierten Werte in den Blick rückt. Mit 1,21 Dollar steht der Euro am Tief vom Freitag. Die Automobilaktien dürften somit weiter auf der Outperformer-Seite stehen.

Störfeuer von der Tages-Agenda ist nicht zu erwarten, lediglich die Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone haben kursbewegendes Potenzial. Im Blick steht bereits die Sitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Sollte die Tapering-Diskussion zunehmen, könnte das zwar einerseits die Stimmung an der Wall Street belasten, andererseits aber den Dollar weiter nach oben treiben.

07:22 Uhr

Airbus hat bei der Technologie die Chinesen im Nacken

Airbus
Airbus 111,72

Sorgenfalten bei Airbus: Rene Obermann hat in seinem ersten Interview als Chef des Airbus-Verwaltungsrates die Sorge geäußert, dass der Konzern die technologische Führerschaft an China verlieren könne.

Bei der Telekommunikation habe "die chinesische Konkurrenz, insbesondere Huawei, innerhalb eines Jahrzehnts die globale Branche mehr oder weniger erobert", sagte Obermann dem "Handelsblatt". Auch nach der Restrukturierung mit einem Verlust von 15.000 Jobs "müssen wir alle möglichen Effizienz- und Innovationsanstrengungen unternehmen", sagte der frühere Telekom-Vorstandsvorsitzende.

07:02 Uhr

Der Post-"Zustellschuh" - eine lange, zähe Geschichte

imago0065644033h.jpg

(Foto: imago/Roland Mühlanger)

Interessantes gibt es von der Deutschen Post zu berichten. Der Dax-Konzern schlägt sich laut "Business Insider" mit einer Schuhposse herum. Demnach hat die Post im September 2018 erstmals öffentlich angekündigt, für ihre Brief- und Paketboten einen neuen Schuh anzuschaffen. Doch auch rund drei Jahre später, so zitiert das Portal aus internen Unterlagen, wird offenbar noch immer gesucht, getestet, geprüft.

Einer Präsentation zum Projekt "Zustellschuh" von Anfang 2019 zufolge hat die geplante Einführung einen ernsten Hintergrund: Jedes Jahr resultieren rund ein Drittel aller Arbeitsunfälle bei der Post durch Stolpern, Umknicken, Rutschen oder Stürzen. So fielen deshalb jährlich rund 100.000 Ausfalltage an. Interne Post-Prüfungen zeigten dabei: In bis zu 60 Prozent der Fälle wurden mangelhafte Schuhe bei den Postboten festgestellt.

Deutsche Post
Deutsche Post 59,37

06:32 Uhr

Dax-Futures signalisieren Plus

Mit Aufschlägen zeigen sich die Dax-Futures am frühen Morgen. Der Juni-Kontrakt stieg gegen 05.55 Uhr 6,0 Punkte auf 15.723,0. In den Handel gegangen war er mit 15.719,0. Das Tageshoch liegt bislang bei 15.733,0 und das Tagestief bei 15.706,0 Punkten. Umgesetzt wurden bisher 674 Kontrakte.

06:13 Uhr

Musks Spiel mit den Kryptowährungen - Bitcoin steigt kräftig

236931558.jpg

(Foto: picture alliance / Markus Mainka)

Tesla-Chef Elon Musk sorgt mit einer Äußerung wieder einmal für Bewegung bei den Kryptowährungen. Der Bitcoin legte gestern Abend um 9,8 Prozent auf 39.035 US-Dollar zu. Die wichtigste und älteste Cyber-Devise war damit seit dem Jahrestief von 27.734 Dollar am 4. Januar um 40,7 Prozent gestiegen. Derzeit notiert der Bitcoin bei 38.853 Dollar. Die Digitalwährung Ether kletterte um fast sieben Prozent auf 2472 Dollar.

Musk hatte zuvor angekündigt, Bitcoin als Zahlungsmittel unter Bedingungen wieder zu akzeptieren. Der Elektroauto-Pionier hatte mit seinen Äußerungen zu Bitcoin & Co in den vergangenen Wochen bereits größere Auf- und Abwärtsbewegungen ausgelöst.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:04 Uhr

Pluszeichen in Tokio

Nikkei
Nikkei 27.548,00

Feiertage an den chinesischen Börsen - einschließlich jener in Hongkong - und in Australien sorgten zu Wochenbeginn für ein dünnes Geschäft an den regulär arbeitenden ostasiatischen Aktienmärkten. In Tokio legte der Nikkei immerhin um 0,6 Prozent auf 29.120 Punkte zu, nachdem er im Frühhandel etwas stärker gestiegen war. Unterstützung kam von der Währungsseite, wo der US-Dollar seit Freitag etwas deutlicher zugelegt hat, was günstig für die japanischen Exportunternehmen ist. Der Dollar kostete 109,76 Yen verglichen mit 109,39 am frühen Freitag. In Seoul bewegte sich der Kospi dagegen kaum vom Fleck.

Gesucht sind laut Händlern Aktien von Reedereien und Fluglinien. Viel hänge vom Fortschritt der Covid-19-Impfkampagne in Japan ab, bemerken die Analysten von Jefferies und hier gebe es noch viel Luft nach oben. Denn in Japan seien erst vier Prozent der Bevölkerung geimpft verglichen mit beispielsweise 42 Prozent in den USA und Großbritannien. Nippon Yusen, Mitsui O.S.K. Lines und Kawasaki Kisen Kaisha legten um bis zu 2,2 Prozent zu, für Japan Airlines ging es um 0,6 und für ANA Holdings um 0,2 Prozent nach oben.

05:48 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

In der vergangenen Handelswoche ist der Dax nach einem Allzeithoch und vier Verlusttagen in Folge erst am Freitag wieder in die grüne Spur gekommen. Zum Wochenschluss schaute der deutsche Börsenleitindex noch einmal kurz über die 15.700er-Marke und lag damit nur etwa 30 Zähler von seinem Rekordhoch vom Wochenstart entfernt. Dabei hatte sich vor allem die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag aus Marktsicht als Non-Event erwiesen. Die Minderheit an Beobachtern, die auf eine Reduzierung der PEPP-Käufe gesetzt hatte, sah sich getäuscht: Eine Verringerung der Wertpapierkäufe sei nicht einmal diskutiert worden, erklärte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Nun richten sich die Blicke auf die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am kommenden Mittwoch. Auch hier wird es keinen Exit geben - allerdings könnte ein solcher zumindest diskutiert werden.

Der Anstieg der US-Verbraucherpreise im Mai auf fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, was der höchsten Inflationsrate seit fast 13 Jahren entspricht, hätte eigentlich das Zeug dazu gehabt, einen Schock an den Märkten auszulösen. Es kam aber anders: Die Renditen an den US-Anleihemärkten zuckten nur kurz nach oben, bevor sie sogar unter das Niveau von vor der Datenveröffentlichung rutschten. Mit derzeit 1,44 Prozent rentieren 10-jährige US-Staatsanleihen aktuell weit unter den Jahreshochs von fast 1,80 Prozent.

Bis zur Fed-Sitzung sind kursbewegende Impulse aber eher rar gesät, vor allem zum Wochenstart. Am Morgen liefert Fraport frische Verkehrszahlen, die einen Hinweis auf die Erholung der Reise- und Luftfahrtbranche geben könnten. Am Vormittag folgen dann Daten zur Industrieproduktion in der Europäischen Union.

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.