Montag, 04. Mai 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Zu viele Großbaustellen drücken Dax runter - dickes Minus

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(Foto: picture alliance / dpa)

Dunkle Wolken hingen heute über dem deutschen Aktienmarkt, auf dem Frankfurter Parkett herrschte am Tag nach dem verlängerten Wochenende eine insgesamt trübe Stimmung. Zur Sorge über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise gesellte sich die Furcht vor einem Wiederaufflammen des Handelskrieges zwischen den USA und China. Hinzu kamen schwache Quartalsberichte und Unternehmensausblicke.

Der Dax präsentierte sich tiefrot und ging mit einem Minus von 3,6 Prozent auf 10.467 Punkte aus dem Handel. Für den MDax ging es um 2,7 Prozent auf 22.431 Zähler abwärts. Der TecDax verlor 2,1 Prozent auf 2795 Stellen. Der EuroStoxx50 gab um 3,9 Prozent auf 2812 Punkte nach.

Alle Dax-Werte verbilligten sich. Besonders hart traf es MTU mit minus 9,3 Prozent. "Gewinner" im Leitindex waren Deutsche Börse mit einem Abschlag von 1,6 Prozent. Um marktkonforme 3,0 Prozent ging es für Lufthansa nach unten. In dieser Woche könnte die Entscheidung über milliardenschwere Staatshilfen für die Airline und deren Bedingungen fallen.

Im MDax schmierten Thyssenkrupp mit minus 14,3 Prozent regelrecht ab. Durch die Corona-Pandemie verschlechterte sich die Lage beim angeschlagenen Stahl- und Industriekonzern weiter. Für den Umbau steht deshalb voraussichtlich weniger Geld zur Verfügung als geplant.

17:16 Uhr

Katjes-Gruppe kauft Bübchen

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(Foto: imago stock&people)

Die Katjes-Gruppe übernimmt den vor allem auf die Bedürfnisse von Kleinkindern spezialisierten Pflegeprodukte-Hersteller Bübchen. Das berichtete die Beteiligungs-Holding Katjes International in einer Börsenpflichtmitteilung. Die Katjes-Gruppe erwerbe damit den Marktführer im Segment Kinderpflege in Deutschland, hieß es.

Bisher gehörte Bübchen dem Schweizer Pharmaunternehmen Galderma.  Bübchen erzielte der Mitteilung zufolge im vergangenen Geschäftsjahr mit etwa 100 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro und war profitabel. Produziert wird im westfälischen Soest. Zum Kaufpreis machte Katjes International keine Angaben.

16:57 Uhr

Was den Dax ausgebremst hat

Die Dax-Erholung der letzten Wochen geht offenbar nicht einfach immer so weiter. Ein möglicher neuer Handelsstreit zwischen den USA und China verunsichert aktuell die Anleger. Wie diese mit Discount-Zertifikaten die Schwankungen am Markt nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

16:41 Uhr

Der US-Industrie gehen die Aufträge flöten

Der US-Industrie brechen wegen der Corona-Krise die Aufträge weg. Die Bestellungen sanken im März um 10,3 Prozent, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Rückgang um 9,2 Prozent gerechnet.

Im Februar war das Neugeschäft nur minimal um 0,1 Prozent geschrumpft. Im April und in den folgenden Monaten dürfte die Pandemie die Auftragslage der Betriebe weiter kräftig bremsen.

16:14 Uhr

Gläubiger übernehmen US-Modekette

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(Foto: imago images/Levine-Roberts)

Der US-Modehändler J.Crew flüchtet sich im Zusammenhang mit der Corona-Krise unter den Schutz des US-Insolvenzrechts und wird von seinen Gläubigern übernommen. Die neuen Eigentümer, allen voran die Hedgefonds Anchorage, Davidson Kempner und die Blackstone-Tochter GSO, schießen 400 Millionen Dollar frisches Kapital in das Unternehmen, dem nach der Vereinbarung 1,65 Milliarden Dollar an Schulden erlassen werden.

Die in New York ansässige Modekette mit mehr als 300 Filialen unter den Namen J.Crew und Madewell war durch die ehemalige First Lady Michelle Obama bekannt geworden, die zeitweise ihre Produkte trug.

15:53 Uhr

Finanzbloggerin Wegelin zum Sparen in den Zeiten von Corona

Das Corona-bedingte Auf und Ab an den Märkten macht vielen Sparenden und denen, die es noch werden wollen, Angst. Dabei biete die Krise auch Möglichkeiten, weiß Natascha Wegelin. Warum gerade jetzt ein guter Zeitpunkt für den Börseneinstieg ist, verrät die Finanzbloggerin im Interview.

15:37 Uhr

Wall Street startet mit Abschlägen - Dax weiter sehr schwach

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(Foto: picture alliance/dpa)

Na, das ist ja doch nicht ganz so schlimm: Die US-Börsen sind mit einem für diese Tage normalen Minus in den Handel gestartet, allerdings war am 1. Mai an der Wall Street gehandelt worden. Der Dow Jones verlor 1,2 Prozent auf 23.445 Punkte. Der marktbreite S&P-500 gab um 0,9 Prozent auf 2804 Zähler nach.

Keine Entspannung hingegen in Frankfurt: Der Dax verlor 3,8 Prozent auf 10.447 Stellen. Der EuroStoxx50 sackte um 3,9 Prozent auf 2813 Stellen ab.

15:19 Uhr

Nun wackelt auch die Ferrari-Aktie

Die Pandemie lässt auch Ferrari nicht ungeschoren. Der Sportwagenbauer hat deshalb den Ausblick für 2020 deutlich gesenkt. Beim Umsatz werde unter anderem wegen der lange Zeit geschlossenen Fabriken jetzt ein Rückgang auf 3,4 bis 3,6 Milliarden (2019: 3,8 Milliarden) Euro erwartet, teilte das Unternehmen in Maranello mit. Bislang hatte der Sportwagenbauer einen Anstieg auf mehr als 4,1 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll sich der aktuellen Prognose zufolge auf 1,05 bis 1,20 Milliarden Euro belaufen. Bisher hatte das Unternehmen mit einem Anstieg auf bis zu 1,43 Milliarden Euro gerechnet. Die bisher in der Krise relativ stabile Ferrari-Aktie gab nach Bekanntgabe der gesenkten Prognose deutlich nach.

Ferrari
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14:54 Uhr

Hardware-Nachrüstungen für VW-Diesel stocken

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(Foto: imago images/Jan Huebner)

Die Hardware-Nachrüstungen für ältere VW-Diesel kommen nicht in Gang. Ein Dreivierteljahr nach der Zulassung der ersten Nachrüstsysteme für Euro-5-Diesel hat Volkswagen noch von keinem einzigen Fall Kenntnis, in dem nachgerüstet wurde, wie ein Konzernsprecher mitteilte. Obwohl Volkswagen die Umbauten mit bis zu 3000 Euro fördere, nähmen die Kunden das Angebot nicht an.

  • "Wir haben von vornherein nicht an die Hardware-Nachrüstung geglaubt", betonte der Sprecher. Beim Stickoxid-Ausstoß seien Neufahrzeuge den nachgerüsteten alten Diesel-Autos überlegen.
  • Zudem gebe es Zweifel an der langfristigen Haltbarkeit der Nachrüstsysteme.

Auch Experten des Instituts für Automobilwirtschaft hatten in einer Studie vom November die Wirksamkeit von Hardware-Nachrüstungen angezweifelt. Sie gehen davon aus, dass sich dadurch das Niveau der Stickstoffdioxid-Emissionen bis Ende 2023 nur um 3,4 bis 3,6 Prozent im Vergleich zu 2018 reduzieren lässt Ziel der Nachrüstungen ist es, dass Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 in Deutschland von Fahrverboten ausgenommen werden können.

14:25 Uhr

Reisebranche ist am Boden - und es wird noch schlimmer

Ein Koffer mit der Aufschrift „Rettet die Reisebranche. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa)

Seit geraumer Zeit befindet sich die Reisebranche wegen der Corona-Krise in einem tiefen Loch. Nun hat sich ihre wirtschaftliche Lage dem Branchenverband DRV zufolge noch weiter verschärft. Er rechnet inzwischen mit Umsatzeinbußen von mindestens 10,8 Milliarden Euro bis Ende Juni.

  • "Das Geschäft der Reisebüros und Reiseveranstalter ist durch staatliche Anordnung fast vollständig zum Erliegen gekommen", sagte Verbandspräsident Norbert Fiebig. Eine Besserung sei nicht in Sicht.

Die weltweite Reisewarnung aufgrund der Corona-Pandemie war jüngst bis Mitte Juni verlängert worden. Vor Ende der Pfingstferien in Deutschland würden keine Auslandsreisen möglich sein, sagte Fiebig weiter. Hinzu kämen die Belastungen durch die Rückabwicklung gebuchter Reisen. Fiebig forderte ein staatliches Soforthilfeprogramm mit nicht rückzahlbaren Beihilfen. Zwei von drei Unternehmen sähen sich bereits unmittelbar von einer Insolvenz bedroht.

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14:01 Uhr

Insider: Nissan will raus aus Europa

Der kriselnde Autobauer Nissan will sich offenbar aus Europa zurückziehen und sich stattdessen stärker auf seine Hauptmärkte USA, China und Japan konzentrieren. Dies sei Teil einer neuen Strategie, an der das neue Management derzeit feile, um die Ertragskraft des nach Toyota zweitgrößten japanischen Autobauers zu stärken, sagten mehrere Insider gegenüber Reuters.

Der "operative Leistungsplan" solle am 28. Mai vorgestellt werden und gehe über die Behebung der Probleme hinaus, die durch den aggressiven Expansionsdrang unter dem inzwischen geschassten Konzernchef Carlos Ghosn entstanden seien.

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13:31 Uhr

Wall Street funkt rot - Luftfahrtaktien bereits im Sturzflug

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(Foto: REUTERS)

Auch von der Wall Street wird nur wenig Gutes erwartet - dort bahnt sich ein schwacher Handelsbeginn an. Ausgerechnet in der möglicherweise schlimmsten Wirtschaftskrise seit 1945 verschärft sich der Konflikt zwischen den USA und China. US-Außenminister Mike Pompeo hat China in der Debatte über den Ursprung der Coronavirus-Pandemie erneut scharf attackiert. Es gebe "überwältigende Beweise" dafür, dass der neuartige Erreger aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stamme, sagte er. Präsident Donald Trump drohte mit neuen Strafzöllen.

Die Anleger nähmen die Zunahme der Spannungen sehr ernst, sagte ein Analyst. Ein Deeskalationsprozess könnte Wochen dauern.

Vorbörslich befinden sich bereits Luftfahrtwerte im freien Fall. United Airlines hatte zuletzt von der schlimmsten Krise seit Bestehen der zivilen Luftfahrt gesprochen. Zudem hat Berkshire Hathaway, das Finanzvehikel von Investorenlegende Warren Buffett, den Ausstieg aus dem Sektor bekanntgegeben. Delta Air Lines, United Airlines, American Airlines und Southwest Airlines stürzen um bis zu knapp 10 Prozent ab.

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13:11 Uhr

Fusioniert Telefonicas O2 mit Libertys Virgin Media?

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Der spanische Telekomriese Telefonica verhandelt mit dem US-Kabelkonzern Liberty Global über eine Fusion der britischen Töchter. Die Gespräche über einen Zusammenschluss der Telekomfirma O2 mit Libertys Virgin Media stünden noch am Anfang, teilte Telefonica mit und bestätigte damit Insider. An der Börse wurde die Nachricht positiv aufgenommen. In einem negativen Marktumfeld legte die Telefonica-Aktie mehr als 3 Prozent zu.

Die Händler von CM Capital Markets schrieben, O2 und der Kabelnetzanbieter würden sich gut ergänzen. O2 gilt seit Längerem als Übernahmekandidat oder Börsenanwärter. Telefonica steht unter Zugzwang. Das Unternehmen muss seinen Schuldenberg in Höhe von fast 38 Milliarden Euro abbauen.

12:49 Uhr

US-Untersuchungen drücken Aktienkurs der "Aida"-Mutter

Medienberichte über eine Untersuchung der Coronavirus-Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen durch den US-Kongress setzen der Aktie der Reederei Carnival zu. Der Kurs der "Aida"-Mutter fiel in London um 9,6 Prozent. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge haben mehrere Ausschüsse des US-Parlaments Informationen von dem Unternehmen angefordert.

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12:27 Uhr

Deutsche Industrie verzeichnet Rekordrückgang im April

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Coronavirus-Krise und die im Zuge dessen beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben im April zu einem Rekordrückgang der Produktion in der deutschen Industrie auf den tiefsten Stand seit März 2009 geführt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Industrie fiel auf 34,5 Punkte von 45,4 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut bei einer zweiten Veröffentlichung mitteilte.

Im Zuge des ersten Ausweises war ein Indexrückgang auf 34,4 Punkte berichtet worden. Volkswirte hatten im Mittel mit einer Bestätigung gerechnet. Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf ein Schrumpfen. Nur knapp über 30 Stellen notierten die Industrie-Einkaufsmanagerindizes für Italien, Frankreich und die Eurozone.

11:44 Uhr

Der Dax hustet stark - nun 400 Zähler futsch

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(Foto: dpa)

Der Wochenstart an den europäischen Börsen hat sich - gelinde gesagt - suboptimal gestaltet. Drohende zusätzliche Belastungen für die Weltwirtschaft schicken die Kurse in den Keller.

  • "Sollte US-Präsident Donald Trump die Pandemie jetzt zum Anlass nehmen, um den Zollkrieg mit China neu zu entflammen, könnte das die Weltwirtschaft von der Rezession in die Depression stürzen", warnte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Im Streit über die Rolle Chinas beim Ausbruch der Coronavirus-Krise drohte Trump dem Land mit neuen Strafzöllen.

Der Dax vergrößerte sein Minus und gab kurz vor Mittag 3,7 Prozent auf 10.455 Punkte ab - alle 30 Werte verbilligten sich. Damit verlor der Leitindex im Vergleich zum Donnerstag-Schlussstand mehr als 400 Punkte. Auch MDax und TecDax gaben mehr als 3 Prozent ab. Der EuroStoxx50 notierte sogar 4,2 Prozent tiefer bei 2806 Stellen.

Ein Teil dieser Verluste gingen aber auf das Konto von Nachholeffekten, sagte ein Analyst. Am Freitag hatten nämlich zahlreiche europäische Börsen wegen des Mai-Feiertags geschlossen und konnten nicht auf die Kursverluste in Tokio, London und New York reagieren.

11:07 Uhr

EZB-Volkswirte senken BIP-Prognose für Euroraum drastisch

Die Pfeile zeigen für dieses Jahr weiter nach unten: Die von der EZB befragten Ökonomen haben ihre BIP- und Inflationsprognosen für die Eurozone drastisch gesenkt. Wie die Notenbank mitteilte, erwarten die Experten jetzt für 2020 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,5 Prozent. Im März hatten sie noch einen Zuwachs von 1,1 Prozent prognostiziert. Die Prognose für 2021 wurde auf plus 4,3 (zuvor: plus 1,2) Prozent angehoben. Für 2022 prognostizieren die Experten jetzt 1,7 (1,4) Prozent Wachstum. Längerfristig sehen die Ökonomen das Wachstum im Euroraum weiterhin bei 1,4 Prozent.

Darüber hinaus erwarten die Experten für 2020 einen Anstieg der Verbraucherpreise von 0,4 (1,2) Prozent und für 2021 eine Teuerungsrate von 1,2 (1,4) Prozent. Die Prognose für 2022 lautet auf 1,4 (1,5) Prozent und die für die längerfristige Inflation unverändert auf 1,7 Prozent.

10:46 Uhr

Düstere Aussichten für Autobranche - Aktienkurse im Tiefflug

In der deutschen Automobil- und Elektroindustrie verschlechtern sich die Erwartungen dramatisch weiter. Das geht aus zwei Branchenumfragen vom Ifo-Institut und vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) hervor.

Der Geschäftsklimaindex in der Autobranche rutschte im April auf minus 85,4 Punkte, von minus 13,2 Punkten im März, wie aus der jüngsten Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts hervorgeht. Das war der größte Absturz und zugleich der tiefste Wert, seitdem diese Zahlen für das wiedervereinigte Deutschland erhoben werden. In der Finanzkrise war dieser Index im April 2009 auf minus 82,9 Punkte gefallen.

In der Elektroindustrie berichten nun bereits mehr als 90 Prozent der Unternehmen von nachlassenden Bestellungen, wie eine Umfrage des ZVEI ergab. Vor drei Wochen waren es noch etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer. Inzwischen hat sich auch die Zahl derjenigen, die sogar von einbrechenden Aufträgen sprechen, fast verdoppelt auf knapp 50 Prozent. Mit durchschnittlich minus 14 Prozent blieben die Erwartungen zum Umsatzrückgang gleich.

Wie geht's eigentlich den Autoaktien? Schlecht. Daimler verloren 7,0 Prozent, Continental und BMW je 5,0 Prozent, VW 4,1 Prozent.

10:29 Uhr

Schlechter Tag für Zulieferer - Stabilus-Aktie unter Druck

Stabilus
Stabilus 52,00

Gar nicht stabil hat sich am Vormittag die Aktie des Zulieferers Stabilus präsentiert - ihr Kurs brach nach Bekanntgabe der Quartalszahlen zeitweise zweistellig ein, um sich dann auf ein Minus von 7,8 Prozent einzupendeln.

Laut Stabilus ist wegen der Coronakrise nun auch der Mittelfristausblick unsicher. Das Unternehmen wollte den organischen Umsatz von 2019 bis 2025 um durchschnittlich mindestens 6 Prozent steigern. Die Autoindustrie brauche dringend das Ende des Lockdown, sagte ein Händler. Auch andere Zulieferer wie Norma, Leoni und Hella standen vergleichsweise stark unter Druck.

10:07 Uhr

Brüssel genehmigt Milliardenspritze für Air France

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(Foto: picture alliance/dpa)

Frankreich darf der Fluggesellschaft Air France-KLM in der Corona-Krise mit 7 Milliarden Euro in Form von Kreditgarantien und eines Kredits als Anteilseigner helfen. Die EU-Kommission billigte die Liquiditätshilfen unter anderem mit dem Hinweis, dass ohne staatliche Unterstützung die Insolvenz der Airline drohen könnte.

Der französische Staat ist mit 14,3 Prozent an Air France-KLM beteiligt, einer der größten Fluggesellschaften in Europa mit einer Flotte von mehr als 300 Flugzeugen.

08:21 Uhr

US-Vorwürfe gegen China belasten Ölpreise

Die Ölpreise sind zum Wochenstart gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 26,21 US-Dollar. Das waren 44 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 1,36 Dollar auf 18,42 Dollar nach.

  • Händler verweisen auf eine zuletzt wieder verschärfte Rhetorik des US-Präsidenten Trump in Richtung China wegen der Corona-Krise. Das habe Sorgen in puncto eines erneuten Hochkochens des Handelsstreits geweckt.
  • In einem westlichen Geheimdienstpapier wird China zudem scharf für den Umgang mit der Corona-Krise kritisiert. Ein erneuter Handelskonflikt könnte die Weltwirtschaft belasten und die Nachfrage nach Rohöl zusätzlich dämpfen.
  • Vor allem die Sorge vor einer anhaltenden Angebotsschwemme an Rohöl lastet laut Händlern weiter auf den Preisen.
  • Zudem würden sich weiterhin Investoren aus dem Ölmarkt zurückziehen.
Brent Rohöl
Brent Rohöl 42,38

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 39,56

09:30 Uhr

Kommt das dicke Ende erst noch?

Der Aktienmarkt hat bereits viel von seinem Rutsch nach unten wieder wett gemacht. Ist das nur ein Strohfeuer oder könnte es demnächst erneut deutlich nach unten gehen? Friedhelm Tilgen diskutiert mit Dirk Heß von der Citigroup und Lothar Albert von Traders über mögliche Entwicklungen für die kommenden Monate.

09:10 Uhr

Mehr als 300 Punkte weg - Dax startet sehr schwach

Nach dem verlängerten Wochenende dominiert an der Frankfurter Börse die rote Farbe. Der deutsche Aktienmarkt ist deutlich geschwächt in den Handel gestartet. Der Dax fiel um 3,0 Prozent auf 10.533 Punkte, damit verlor der Leitindex im Vergleich zum Donnerstag mehr als 300 Punkte. Der MDax gab um 2,8 Prozent auf 22.390 Zähler nach, der TecDax um 2,9 Prozent auf 2772 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 3,2 Prozent auf 2834 Punkte nach unten.

In den Fokus der Anleger ist wieder der amerikanisch-chinesische Handelskonflikt gerückt. Im Streit über die Rolle der Volksrepublik beim Ausbruch der Coronavirus-Pandemie droht US-Präsident Donald Trump dem Land mit neuen Strafzöllen. Daneben versuchen Börsianer weiterhin, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Virus-Krise abzuschätzen. Auf dem Terminplan stehen die Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen Einkaufsmanager. In den USA werden die Auftragseingänge für langlebige Güter veröffentlicht.

Dax
Dax 12.847,68

08:48 Uhr

Lkw-Bauer Traton befürchtet massiven Absatzrückgang

Traton
Traton 18,40

Wegen der Corona-Pandemie erwartet der Lkw-Hersteller Traton im zweiten Quartal einen drastischen Absatzrückgang. Dies werde sich auf "alle Spitzenkennzahlen negativ auswirken", warnte der Konzern bei Vorlage ausführlicher Quartalszahlen. Entsprechend werde sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis "erheblich" sinken.

Im ersten Quartal sank der Umsatz um 11 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ging um zwei Drittel auf 161 Millionen Euro zurück, die operative Rendite entsprechend auf 2,8 von 7,6 Prozent. Der Nettogewinn sackte auf 96 Millionen von 378 Millionen Euro ab, der Auftragseingang um 16 Prozent auf 54.200 Bestellungen. Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr traut sich Traton nicht zu.

08:21 Uhr

Dax niedriger erwartet, Börsenguru Buffett öffnet Bücher

Dax
Dax 12.847,68

Nach dem verlängerten Wochenende wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Donnerstag hatte er wegen enttäuschender Konjunkturdaten und Firmenbilanzen 2,2 Prozent auf 10.861,64 Punkte verloren.

  • In den Fokus der Anleger rückt wieder der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Im Streit über die Rolle Chinas beim Ausbruch der Coronavirus-Pandemie drohte US-Präsident Donald Trump dem Land mit neuen Strafzöllen.
  • Auf dem Terminplan stehen zudem die Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen Einkaufsmanager.
  • In den USA werden die Auftragseingänge für langlebige Güter veröffentlicht.
  • Daneben rollt erneut eine Flut von Firmenbilanzen auf die Anleger zu. Unter anderem öffnen Berkshire Hathaway, die Investmentfirma des Börsengurus Warren Buffett, und der Sportwagenbauer Ferrari ihre Bücher.
07:54 Uhr

Tui bietet wieder Inlandsreisen in China an

Tui
Tui 5,70

Der Touristikkonzern Tui nimmt in China den Geschäftsbetrieb wieder auf und bietet ab sofort Inlandsreisen für Urlauber in China an. Das Angebot von Tui China umfasse vor allem Kurzreisen in die Berge und in chinesische Strandresorts, aber auch Programme in der Nähe von größeren Städten seien im Portfolio enthalten, teilte der Konzern mit. Dabei seien nur die Reiseziele in Betracht gezogen worden, in denen die Pandemie vollständig unter Kontrolle gebracht worden ist. Das Angebot werde in den nächsten Wochen Schritt für Schritt erweitert. China befindet sich inzwischen auf dem Weg zurück zur Normalität, und es ist Chinesen erlaubt, innerhalb des eigenen Landes zu reisen.

07:13 Uhr

Freenet Group setzt wegen Corona Dividende aus

Freenet
Freenet 15,83

Der Telekomdienstleister Freenet hat seine Jahresprognose nach einem guten ersten Quartal bestätigt. Mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie sehe der Vorstand primär Risiken für das Absatzgeschäft, sei aber von der Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells überzeugt, teilte die Freenet AG mit. Allerdings sei die Prognose mit einer höheren Unsicherheit behaftet als noch zu Jahresbeginn. Die Dividende soll vorsichtshalber ausgesetzt werden. Ursprünglich sollten die Aktionäre wie im Vorjahr eine Dividende von 1,65 Euro je Aktie erhalten.

In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Umsatz um 4,3 Prozent auf 648,8 Millionen Euro. Zu dem Wachstum trug vor allem die Mobilfunksparte bei. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) ging um 3,4 Prozent auf 104,2 Millionen Euro zurück, das sei jedoch im Wesentlichen auf nachlaufende Effekte der seit einem Jahr geltenden Regulierung für Roaming und internationale Gespräche zurückzuführen. Der freie Cashflow wuchs um mehr als 10 Prozent auf 49,9 Millionen Euro.

07:00 Uhr

Eurokurs gibt etwas nach

Der Kurs des Euro ist etwas gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Morgen mit 1,0938 US-Dollar gehandelt. Am Freitagabend hatte der Euro noch knapp unter 1,10 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstag auf 1,0876 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

 

06:44 Uhr

Virus-Streit zwischen USA und China drückt Kurse

Der sich weiter verschärfende Streit um die Herkunft des Coronavirus drückt nun weltweit auf die Börsenstimmung. "Die Schwäche dürfte von Asien nach Europa überschwappen", sagt ein Marktteilnehmer. Die Trump-Regierung verfügt nach eigenen Angaben über Indizien, nach denen das Virus aus einem Labor in Wuhan stammen soll und damit nicht von Wildtieren. Sie erwägt nun Sanktionen gegen China, dessen Machthaber eine internationale Untersuchung ablehnen.

"Damit kursiert die Sorge, eine weitere Runde im Handelsstreit könnte die weltweite Rezession verstärken und verlängern", sagt ein Marktteilnehmer. Tendenziell positive Daten zu einer Abnahme der Neuerkrankungen und der akut Infizierten würden deshalb in den Hintergrund gedrängt. Neue Impulse dürften zunächst von europäischen Einkaufsmanager-Indizes ausgehen, heißt es am Markt.