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In der Nacht zu Samstag hatten die Randalierer fast 30 Autos in Berlin-Kreuzberg beschädigt.
In der Nacht zu Samstag hatten die Randalierer fast 30 Autos in Berlin-Kreuzberg beschädigt.(Foto: picture alliance / dpa)

Senator spricht von "Straßenterror": Vermummte randalieren in Neukölln

Die zweite Nacht in Folge ziehen mutmaßliche Linksautonome randalierend durch Berlin, diesmal beschädigen sie Autos in Neukölln. Der Innensenator will dem "linken Mob nicht die Straßen überlassen".

Berlins Innensenator Henkel bezeichnete die Krawalle als "Terroraktionen".
Berlins Innensenator Henkel bezeichnete die Krawalle als "Terroraktionen".(Foto: picture alliance / dpa)

In Berlin ist es die zweite Nacht in Folge zu Krawallen von Linksautonomen gekommen. Dieses Mal zogen sie randalierend durch Berlin-Neukölln. Die vermummte Gruppe war nach Zeugenangaben etwa 50 bis 100 Mann stark. Die Polizei berichtet von etwa 20 demolierten Autos. Verletzte oder Festnahmen gab es nicht.

Schon in der Nacht zu Samstag waren 20 bis 40 Vermummte auf Fahrrädern durch Berlin-Kreuzberg gezogen und hatten zwei Warnbaken und vier Autos angezündet. Weitere 24 Wagen beschädigten sie, indem sie etwa die Scheiben einschlugen. Auch Fenster von Geschäften und Wohnhäusern wurden demoliert. Die Autos seien höherwertige Modelle gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. In der Straße waren vor kurzem Neubauwohnungen entstanden.

Als die Polizei eintraf, waren die Randalierer schon in einem Park verschwunden. In einem Bekennerschreiben auf einer von Linken und Autonomen genutzten Website war wenig später von einem "sozialdemokratischen Volksfahrräderkommando" die Rede, das " Luxuskarren entglast und warm verschrottet" habe.

Berlins Innensenator Frank Henkel bezeichnete die Randale in einer Stellungnahme als "Terroraktionen". Die Bilder zeigten, dass es linken Chaoten nur um Zerstörung gehe und sie vor dem Eigentum ihrer Mitbürger keinen Respekt hätten. "Wir werden dem linken Mob nicht die Straßen überlassen."

In Berlin kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen der linken Szene und der Polizei. Mitte Januar hatten 500 Polizeibeamte ein Haus im Bezirk Friedrichshain gesichert, nachdem ein Polizist von mutmaßlichen Linksautonomen beim Knöllchenschreiben angegriffen worden war.

Quelle: n-tv.de

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