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Die Säulen von Palmyra (Foto vom Mai 2015).
Die Säulen von Palmyra (Foto vom Mai 2015).(Foto: AP)

Wichtigen Hügel genommen: Assad-Truppen stehen kurz vor Palmyra

Die syrischen Regierungstruppen setzen ihre Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) fort. Sie stehen nur noch zwei Kilometer vor der historischen Oasenstadt Palmyra, die seit Mai 2015 unter IS-Kontrolle ist.

Die syrischen Regierungstruppen rücken auf die historische Oasenstadt Palmyra vor, die von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert wird. Die Einheiten von Machthaber Baschar al-Assad seien nur zwei Kilometer von der zentralsyrischen Stadt entfernt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete unter Verweis auf eine Militärquelle, die Regierungssoldaten hätten einen strategisch wichtigen Hügel südwestlich der Stadt eingenommen. Die syrische Armee hatte mit Hilfe massiver russischer Luftangriffe vor etwa zwei Wochen eine Offensive zur Rückeroberung Palmyras begonnen.

Palmyra gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Stadt war wegen ihrer gut erhaltenen antiken Ruinen weltbekannt. Die IS-Terrormiliz eroberte Palmyra im Mai 2015. Danach sprengten die Dschihadisten den 2000 Jahre alten Baal-Tempel, den Baal-Schamin-Tempel sowie mehrere einzigartige Turmgräber, den Triumphbogen und einen Teil der berühmten Säulenstraße.

Noch kein Durchbruch bei Genfer Verhandlungen

Derweil mahnte der UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, eine politische Lösung an, damit im Bürgerkriegsland endlich alle Kräfte auf den Kampf gegen die IS-Terroristen konzentriert werden könnten und damit "gegen die eigentliche Gefahr für jeden - in Europa, in der Welt, in Syrien". Der Schwede bemüht sich derzeit in Genf mit einem Mandat des UN-Sicherheitsrates, die syrischen Konfliktparteien zu direkten Verhandlungen über die Beendigung des Krieges sowie einen politischen Übergangsprozess an einen Tisch zu bringen.

Seit Anfang der vergangenen Woche führt de Mistura dazu mit Vertretern der Regierung und der Opposition separate Gespräche. Ein Durchbruch zu direkten Verhandlungen ist noch nicht in Sicht.

Quelle: n-tv.de

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