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Hackerangriff nicht überraschend: Hollande kündigt Reaktion an

Einen Tag vor der französischen Stichwahl ums Präsidentenamt wirbelt ein Hackerangriff die Republik auf. Der betroffene Kandidat Emmanuel Macron darf sich so kurz vor der Abstimmung nicht mehr äußern. Dafür reagiert Noch-Präsident Hollande und kündigt eine Antwort an.

François Hollande hat seinen letzten Tag im Amt.
François Hollande hat seinen letzten Tag im Amt.(Foto: imago/PanoramiC)

Frankreichs Präsident François Hollande hat eine Reaktion auf den großangelegten Hackerangriff auf Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron angekündigt. Nach den Erfahrungen unter anderem in den USA sei mit einem derartigen Angriff zu rechnen gewesen, sagte Hollande während eines gemeinsamen Museumsbesuchs mit dem marokkanischen König Mohammed VI. in Paris. Dieser werde nicht "ohne Antwort" bleiben.

Sollten tatsächlich Dokumente des Kandidaten gehackt oder gefälscht worden sein, gebe es Verfahren, "die dann in Kraft treten", sagte der scheidende sozialistische Staatschef weiter. Gleichzeitig rief er dazu auf, zunächst die Ermittlungen abzuwarten.

In der vergangenen Nacht waren zehntausende interne Dokumente der Bewegung des pro-europäischen Präsidentschaftskandidaten im Internet veröffentlicht worden. Macrons Bewegung "En Marche!" sprach von einer "massiven und koordinierten" Destabilisierungskampagne einen Tag vor der Stichwahl um das Präsidentenamt. Nach ihren Angaben wurden neben echten Unterlagen auch gefälschte Dokumente online gestellt. Die Wahlkommission rief die Medien dazu auf, die gehackten Unterlagen nicht weiterzuverbreiten.

Die französische Regierung hatte wiederholt vor einer russischen Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf gewarnt. Sie verdächtigte Moskau, die Wahl zugunsten von Macrons rechtspopulistischer Gegnerin Marine Le Pen beeinflussen zu wollen, die als russlandfreundlich gilt.

Quelle: n-tv.de

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