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Wladimir Putin nahm im Jahr 2007 erstmals an der Münchener Sicherheitskonferenz teil.
Wladimir Putin nahm im Jahr 2007 erstmals an der Münchener Sicherheitskonferenz teil.(Foto: REUTERS)

Einladung zu Sicherheitskonferenz: Putin soll sich in München erklären

Kommt er oder kommt er nicht? Die Münchener Sicherheitskonferenz will Mitte Februar Wladimir Putin in Bayern begrüßen – und zwar gerade wegen dessen umstrittener Außenpolitik. Auch Linken-Politikerin Wagenknecht macht sich für Russland stark.

Die Organisatoren der Münchner Sicherheitskonferenz hoffen auf eine Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin in diesem Jahr. "Erläuterungen von Putin persönlich zu den Gründen für die russische Politik in Syrien, aber auch in der Ukraine wären besonders interessant. Denn er allein entscheidet in Moskau", sagte Konferenzchef Wolfgang Ischinger. Das weltweit wichtigste informelle Treffen zur Sicherheitspolitik findet vom 12. bis 14. Februar in der bayerischen Landeshauptstadt statt.

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Auf seine Einladung an Putin hat Ischinger noch keine verbindliche Antwort bekommen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat allerdings schon zugesagt. Putin hatte 2007 erstmals an der Münchner Sicherheitskonferenz teilgenommen. Damals sorgte er mit seiner Rede für Furore, in der er dem Westen und besonders den USA schwere Vorwürfe machte.

Ischinger hatte Putin auch schon im vergangenen Jahr trotz der vom Westen scharf verurteilten Annexion der Krim nach München eingeladen. "Die Münchner Sicherheitskonferenz hat über 50 lange Jahre hinweg den Ruf größtmöglicher Unabhängigkeit erworben, das ist unser Markenzeichen", sagte er zur Begründung. "Deshalb kommen alle gerne, um ganz informell Lösungen zu den aktuellen Krisen und Konflikte zu sondieren."

Wagenknecht: Ausgrenzung führt zu Eskalation

Indes plädiert Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht für eine Rückkehr Russlands in die Gruppe der acht führenden Industriestaaten. "Es war von vorneherein ein Fehler, Russland auszuschließen. Wir sehen ja in Syrien, dass es keine politischen Lösungen ohne Russland gibt", sagte Wagenknecht. "Je mehr man Russland ausgrenzt, desto größer ist die Gefahr, dass Konflikte eskalieren."

Russland war 2014 nach der Annexion der Krim aus der G8 ausgeschlossen worden. Seitdem tagen die Staats- und Regierungschefs aus den USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada im G7-Format. Das nächste Treffen findet im Sommer in Japan statt.

Quelle: n-tv.de

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