Nach seinem Unfall auf der ersten Wertungsetappe der Rallye Dakar geht der deutsche Rallyefahrer Mirco Schultis nicht mehr an den Start. Schultis war am Samstag auf dem Weg nach Córdoba in einer Kurve von der Straße abgekommen und in eine Zuschauergruppe gefahren. Eine 28-jährige Frau starb später an ihren schweren Verletzungen in einem Krankenhaus. Mindestens vier weitere Zuschauer wurden zum Teil erheblich verletzt.
Das Fernsehen zeigte ein Foto von Schultis, das ihn direkt nach dem Unfall geschockt zeigt. Zeugen berichteten, der Deutsche habe nach dem Unfall verzweifelt versucht, so schnell wie möglich Hilfe für die Opfer zu organisieren und sei tief erschüttert gewesen. Die Opfer hätten zusammen mit Dutzenden anderen Schaulustigen dicht an der nicht abgesperrten Rennstrecke in einem Bereich gestanden, der nicht für Zuschauer zugelassen war, teilte die Rennleitung mit. Medien berichteten jedoch, die Opfer hätten dem Rennen von ihrem eigenen Grundstück aus zugesehen.

Vor Beginn der zweiten Etappe hat Schultis Medienberichten zufolge das Rennen aufgegeben. Er sei aber nicht disqualifiziert worden, betonte ein Sprecher der Dakar-Rallye. Die Dakar geht über insgesamt 9000 Kilometer durch Argentinien und Chile.
Den Auftakt der Rallye gewann in der Kategorie Autos der Spanier Juan "Nani" Roma im BMW X3 des hessischen X-Raid-Teams. Der 37 Jahre alte Motorradsieger von 2004 fuhr einen Vorsprung von 2:07 Minuten auf seinen Landmann Carlos Sainz im favorisierten VW Touareg heraus. In der Motorrad-Wertung setzte der Franzose David Casteu auf seiner Sherco das erste Ausrufezeichen.



