Wirtschaft
Gambino war seit elf Jahren für die Deutsche Bank tätig.
Gambino war seit elf Jahren für die Deutsche Bank tätig.(Foto: picture alliance / dpa)

Verhandlungen nach Libor-Skandal: Deutsche-Bank-Manager erhängt aufgefunden

Ein Top-Manager der Deutschen Bank hat sich in New York wohl das Leben genommen - bereits am Montag ist Calogero Gambino von seiner Frau tot aufgefunden worden. Es wäre in diesem Jahr bereits der zweite Freitod eines hochrangigen Deutsche-Bank-Mitarbeiters.

Ein Anwalt der Deutschen Bank hat sich offenbar das Leben genommen. Wie Polizeivertreter der Stadt New York und andere mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten, war Calogero Gambino am Morgen des 20. Oktober von seiner Frau erhängt an einem Treppengeländer in New York aufgefunden worden. Der 41-Jährige war Chefsyndikus, geschäftsführender Direktor und seit elf Jahren für die Deutsche Bank tätig.

Gambino sei eng in die Verhandlungen der Rechtsstreitigkeiten der Deutschen Bank eingebunden gewesen, darunter die mutmaßliche Manipulationen an den Devisenmärkten und des Refenzzinssatzes Libor, sagten Informanten. Die Deutsche Bank bedauerte den Tod Gambinos in einer Mitteilung und sprach von einem geschätzten Mitarbeiter, den man vermissen werde. Die juristischen Altlasten kommen die Deutsche Bank teuer zu stehen. Allein im abgelaufenen Quartal hat das Geldhaus 894 Millionen Euro für Rechtsstreitigkeiten ausgegeben oder reserviert.

Der mutmaßliche Suizid Gambinos wäre bereits der zweite Freitod eines hochrangigen Deutsche-Bank-Mitarbeiters in diesem Jahr. Im Januar hatte sich William Broeksmit, ein ehemals hochrangiger Mitarbeiter, in seiner Wohnung in London das Leben genommen. Der in Chicago geborene William Broeksmit, der als rechte Hand von Co-Chef Anshu Jain galt, war im Februar 2013 in den Ruhestand gegangen.

Offenbar hatte den 58-Jährigen die Angst vor behördlichen Ermittlungen in Bereichen der Bank, in denen er tätig gewesen war, in den Suizid getrieben. Eine Sprecherin der Deutschen Bank hatte damals erklärt, Broeksmit sei in keiner Weise irgendeines Fehlverhaltens verdächtigt worden.

Quelle: n-tv.de

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