Wirtschaft
Das wird den Aktionären nicht gefallen: Die beiden Co-Chefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen (l.) und Anshu Jain (Archivbild).
Das wird den Aktionären nicht gefallen: Die beiden Co-Chefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen (l.) und Anshu Jain (Archivbild).(Foto: REUTERS)

Insider deuten neue Zahlen an: Deutsche Bank droht hohe Strafe

Neuer Ärger für die Deutsche Bank: Gerüchten zufolge wollen die Aufseher in New York und London das Strafmaß verschärfen. Der Skandal um die Manipulation von Referenzzinssätzen wird womöglich teurer als bislang bekannt.

Für Deutschlands größtes Geldhaus könnte die Aufarbeitung des Libor-Skandals schmerzhafter ausfallen als bislang vermutet. Die Aufsichtsbehörden aus den USA und Großbritannien wollen der Bank in den kommenden Monaten hohe Strafen wegen der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor auferlegen, heißt es aus Finanzkreisen.

Der genaue Zeitplan der Untersuchungen und die Höhe der Strafen seien aber noch unklar. Ein Insider wies darauf hin, dass wohl erst 2015 mit offiziellen Verlautbarungen dazu zu rechnen sei. Die Behörden hoffen Branchenkennern zufolge, dass die Deutsche Bank mehrere hundert Millionen US-Dollar zahlen muss.

Die Deutsche Bank wäre das jüngste Kreditinstitut, das im Zuge der Aufarbeitung des Skandals von den US-Behörden mit einer Geldstrafe belegt wird. Der Libor ist einer der wichtigsten Referenzzinssätze der Welt. Am Libor-Satz orientieren sich Transaktionen im Volumen von mehreren Billionen US-Dollar, darunter auch Kredite für private Bankkunden in Deutschland.

Für die Deutsche Bank ist der Skandal mit einem schweren Imageschaden und erheblichen Rechtsrisiken verbunden. Geld, das womöglich an die Aktionäre ausgeschüttet werden könnte, muss für mögliche Belastungen durch Strafen zurückgelegt werden. Die Bank kooperiert eigenen Angaben zufolge mit den verschiedenen ermittelnden Behörden. Daneben führt das Haus auch eine eigene interne Untersuchung durch, um das Ausmaß der Manipulationen zu ermitteln.

Quelle: n-tv.de

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