Leben

Smachnoho! Ukrainische Wareniki - Kochen mit Anastasia

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Wareniki - machen satt und glücklich!

(Foto: imago images/YAY Images)

Jetzt sind wir bereits vier Wochen in Berlin. Unglaublich, was seitdem passiert ist. Unsere Heimat ist weiterhin unter Beschuss, wir haben die schrecklichsten Bilder gesehen, es passieren Dinge, die sich niemand vorstellen konnte. Und doch versuchen wir, auch für unsere Kinder, ein möglichst normales Leben hinzukriegen. Wir gehen arbeiten, lernen Deutsch, gehen mit den Kindern in den Zoo oder ins Legoland, neulich waren wir sogar im Naturkundemuseum. Das sind die schönsten Ablenkungen von der Realität. Ganz wichtig ist auch das gemeinsame Essen, auch mit anderen UkrainerInnen oder Leuten, die wir in Berlin kennengelernt haben. Ich koche dann gerne Wareniki - ukrainische Teigtaschen. Die machen satt und glücklich. Und die Zubereitung ist ein bisschen meditativ.

Wareniki

Zubereitung für 4 Personen

Beginnen Sie mit der Füllung, denn sie braucht Zeit zum Abkühlen. Waschen Sie die Kartoffeln unter fließendem Wasser mit einer Bürste gut ab.

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Man kann natürlich auch andere Füllungen benutzen.

(Foto: IMAGO/YAY Images)

Schälen Sie die Kartoffeln und schneiden Sie sie in Hälften oder Viertel, je nach Größe der Knollen, dann in dem Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Salz hinzufügen. Dann ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Mit einem Messer prüfen, ob die Kartoffeln gar sind - es sollte frei in den Stücken stecken. Das Wasser aus dem Topf abgießen, etwa 200 ml für das Püree zurücklassen.

Während die Kartoffeln kochen, kümmern Sie sich um die Zwiebeln. Schälen Sie sie und schneiden Sie sie dann in kleine Würfel - die Zwiebeln kommen in die Füllung: Je kleiner sie geschnitten sind, desto schmackhafter werden sie sein.

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Hilfe in der Küche ist immer gern gesehen.

(Foto: imago images/Westend61)

Erhitzen Sie eine Pfanne auf kleiner Flamme, geben Sie Pflanzenöl hinein. Geben Sie auch die Butter hinein und lassen Sie sie schmelzen. Warum werden zwei Ölsorten verwendet, fragen Sie sich? Wenn Sie nur mit Butter braten, kann die anfangen zu brennen. Pflanzenöl hat eine höhere Brenntemperatur und verhindert dies. Geben Sie die Zwiebel in Butter und Öl. Fügen Sie Zucker hinzu. Warum Zucker? Mit ihm karamellisiert die Zwiebel schneller - sie wird mit einer köstlichen Kruste überzogen. Sautieren Sie die Zwiebeln, bis sie goldbraun sind, etwa 5-7 Minuten.

Zutaten

Für den Brühteig:
400 g Mehl
1 Ei
200 ml kochendes Wasser
1 EL Pflanzenöl
1/2 TL Salz

Für die Füllung:
600 g Kartoffeln
1 Zwiebel
2 EL Pflanzenöl
20 g Butter
1/2 TL Zucker
Pfeffer und Salt nach Belieben

Die Kartoffeln pürieren und die restliche Brühe dazugeben. Die gebratenen Zwiebeln und das Öl, in dem sie gebraten wurden, hinzugeben. Umrühren. Die Füllung abkühlen lassen.

Während die Füllung abkühlt, bereiten Sie den Teig vor. Beim Mehl habe ich nur eine ungefähre Menge angegeben, es kann weniger oder mehr genommen werden. Das hängt von vielen Faktoren ab - Mehlqualität, Eiergröße. Achten Sie auf den Zustand des Teigs und fügen Sie das Mehl portionsweise hinzu.

Nehmen Sie eine große Schüssel und schlagen Sie ein Ei hinein. Fügen Sie Pflanzenöl und Salz hinzu. Mit einer Gabel leicht auflockern.

150 Gramm Mehl hinzugeben und umrühren. Sie erhalten eine krümelige Masse. Gießen Sie kochendes Wasser dazu, während Sie den Teig kräftig mit einer Gabel rühren. Sie erhalten einen klebrigen Teig. Unter dem Einfluss von heißem Wasser entwickelt sich das Gluten im Teig sehr schnell - es sorgt dafür, dass der Teig glatt und elastisch wird. Ohne kochendes Wasser wird dies nicht so schnell geschehen.

Fügen Sie das restliche Mehl schubweise hinzu. Rühren Sie zuerst mit einer Gabel um und dann mit den Händen, um die Konsistenz des Teigs besser zu spüren. An seinem Zustand erkennen Sie, wann das Mehl ausreicht. Der Teig wird weich, aber nicht klebrig. Ich habe weniger Mehl gebraucht, etwa 350 Gramm.

Kneten Sie den Teig schließlich auf dem Brett. Eine Kugel formen, diese mit einem Handtuch abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Dann kneten Sie den Teig erneut und lassen ihn erneut unter einem Handtuch oder einer Frischhaltefolie ruhen.

Der fertige Teig ist sehr geschmeidig, er klebt überhaupt nicht an der Arbeitsfläche. Rollen Sie ihn auf eine Dicke von einigen Millimetern aus. Dann mit einem Wasserglas kreisrunde Scheiben ausstechen. Den ausgestochenen Teig mit jeweils etwa einem Esslöffel Kartoffelfüllung belegen, in Form eines Halbmondes falten und die Ränder durch festes Zusammendrücken verkleben. Die Ränder für die bessere Verklebung leicht mit Wasser bestreichen.

Zum Schluss in einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen - es sollte genügend Wasser vorhanden sein, damit die Knödel frei schwimmen und nicht zusammenkleben. Salzen Sie etwas nach. Die Knödel hineingeben und sofort umrühren, damit sie nicht am Boden kleben bleiben.

Die Knödel nach dem Aufkochen etwa 5 Minuten kochen - sie schwimmen und treiben an der Oberfläche. Servieren Sie die Knödel mit Butter, saurer Sahne oder Röstzwiebeln.

Smachnoho - guten Appetit!

Quelle: ntv.de

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