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Das Jahr beginnt an der Küste und auf den Bergen stürmisch.
Das Jahr beginnt an der Küste und auf den Bergen stürmisch.(Foto: dpa)
Sonntag, 31. Dezember 2017

Die Wetterwoche im Schnellcheck: Achterbahnwetter mit Hochwassergefahr

Ein Hoch ist auch im neuen Jahr nicht in Sicht, stattdessen beginnt es mit Sturm und Regen - und zwar so viel, dass die Pegel in Flüssen und Bächen rasant steigen. Der Überblick über die Wetterwoche von n-tv-Meteorologe Björn Alexander.

Das neue Jahr macht da weiter, wo das Alte aufgehört hat. Insofern gilt: zunächst kein Hoch in Sicht und stattdessen ziehen Tiefdruckgebiete durch. Begleitet von einem teilweise stürmischen Wind und einer ansteigenden Hochwassergefahr in der Südwesthälfte sowie entlang der Landesmitte. Und Regen gab es zuletzt ja schon mehr als genug, so dass inzwischen vor allem in der südlichen Entwässerung des Frankenlandes / Nordbayern einige Flüsse und Bäche rasant ansteigende Pegelstände zu verzeichnen haben. Rund um die Tauber beispielsweise meldeten einige Messstationen bereits Meldestufe 2 von 4.

Außerdem blicken wir im Dezember zum Teil auf eine desaströse Sonnenbilanz zurück. Das betrifft besonders den Westen (zum Beispiel Köln, Düsseldorf oder das Eifelumfeld), wo gebietsweise noch nicht einmal 10 Sonnenstunden zusammen gekommen sind. Es kann also eigentlich nur besser werden. Doch das wird vorerst leider noch dauern. Hier der Fahrplan für die erste Woche in 2018.

Nacht zum Montag / Silvesternacht

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Die Nacht bringt vom Westen und dem Südwesten bis herauf in Richtung Mecklenburg-Vorpommern immer wieder Regen mit. Auch im Norden und Nordwesten ziehen Schauer durch, die gelegentlich von Gewittern begleitet sind. Mehr Chancen auf einen durchweg trockenen Jahreswechsel bestehen von den Alpen über Sachsen bis herauf nach Berlin/Brandenburg. Dabei bleibt es verhältnismäßig mild bei Temperaturen von 3 bis 11 Grad. Für die Freunde von Raketenfeuerwerk ist allerdings Vorsicht geboten. Denn der Südwestwind weht verbreitet mäßig bis frisch, stellenweise auch mit starken bis stürmischen Böen. An der Küste und auf den Bergen sind auch Sturmböen drin. 

Montag / Neujahr

Björn Alexander
Björn Alexander

Wir sind auf der kühleren Rückseite von Tief „Horst“. Damit startet 2018 wechselhaft mit Schauern, die auf den Bergen mal wieder in Flocken übergehen können. Bei den Nordlichtern sind weiterhin Gewitter möglich. Immerhin: das wechselhafte Wetter lässt auch mal die Sonne durchscheinen, bevor am Nachmittag und Abend im Westen der nächste Regen aufzieht. Die Temperaturen gehen etwas zurück und bringen es auf  6 bis 11 Grad. Dabei weht der Wind nach wie vor ruppig mit stürmischen Böen, die im Schwarzwald Böen bis Tempo 100 erreichen können. 

Dienstag

Tendenziell ein Tag zum Durchatmen. Der Wind wird schwächer und vor allem im bislang überwiegend grauen Westen zeigen sich mal ein paar längere Lichtblicke. Ansonsten sind einzelne Schauer unterwegs, die oberhalb von 500 Metern Schnee übergehen. Denn bei 3 bis 9 Grad bleiben wir auf der kühleren Seite des Wetters.

Mittwoch

Das nächste Tief zieht auf und bringt teilweise ergiebigen Dauerregen mit. Der betrifft aus jetziger Sicht bevorzugt die Südwesthälfte und lässt die Hochwassergefahr ansteigen. Vor allem im Einzugsgebiet des Rheins, wo auch ein zwei- bis zehnjährliches Hochwasserereignis stellenweise nicht auszuschließen ist. Zudem lebt der Wind neuerlich auf. Auf den Bergen drohen orkanartige Böen, im Flachland könnte es zu schweren Sturmböen kommen. Mit dem Sturm und dem Regen schwappt abermals Warmluft zu uns rein und bringt Spitzenwerte zwischen 5 und 15 Grad.  

Donnerstag

Nach der milden Vorderseite des Tiefs, kommen wir wieder auf die kühlere Rückseite. Und bei Temperaturen von 3 bis 10 Grad sind bis auf 500 Meter runter wieder Schneeschauer dabei. Im großen Rest bleibt es ebenfalls unbeständig und windig bis stürmisch. 

Freitag und am Wochenende

Die Unsicherheiten bei den Prognosen werden größer. Unterm Strich bleibt es aber weiter wechselhaft und auch die Temperaturen schwanken irgendwo im Bereich zwischen 4 und 12 Grad. Erst für die zweite Januarwoche zeigen die Wettercomputer derzeit mal Tendenzen zur Bildung eines Skandinavienhochs, das auch uns endlich mal ruhigeres, aber auch spürbar kälteres Wetter bringen könnte.

Quelle: n-tv.de