Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Auf die Schafskälte folgt Sommerwärme

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Anfang der Woche bleibt es noch kühl und regnerisch. Am Wochenende wird es dann aber sommerlich warm.

(Foto: picture alliance/dpa)

Regen, Gewitter, kühle Temperaturen - auch in der kommenden Woche lässt sich in weiten Teilen Deutschlands die Sonne nur selten blicken. Erst nach Fronleichnam klettern die Temperaturen wieder langsam nach oben. Am Sonntag könnten es sogar bis zu 30 Grad werden.

Auch wenn wir uns fürs Wochenende sicherlich mehr Sonne und Wärme gewünscht hätten, so war doch der Regen der letzten Tage definitiv nicht schlecht. So fielen verbreitet 10 bis 50 Liter, örtlich sogar bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter (Schwarzwald), was zumindest zu einer leichten Entspannung der Trockenheit beigetragen hat.

Und auch die längerfristigen Berechnungen machen vermehrt Hoffnung, dass uns in diesem Jahr kein großer Dürresommer bevorsteht. Denn einerseits kommt der nächste Schwall Sommerluft am Ende der Woche mit Schauern und Gewittern einher. Andererseits zeigen die experimentellen Langfristprognosen des US-amerikanischen Wetterdienstes, dass der Juni 2020 am Ende verbreitet zu nass und der Juli eher durchschnittlich in Sachen Regen ausfallen soll. Von Dürre ist da somit nichts mehr zu sehen. Ebenso findet die große Hitze bei den Berechnungen nicht mehr statt.

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Sommerliche Wärme wird es aber natürlich dennoch geben und das merken wir ab Fronleichnam. Denn dann geht es mit den Temperaturen spürbar aufwärts und am Ende der Woche sind sogar die 30 Grad wieder greifbar. Jedoch wird es dabei auch schwül und dementsprechend gewittrig.

Deutlich brisanter als bei uns ist die Lage übrigens derzeit im Süden der USA. Hier erreicht Tropensturm "Cristobal" nun die Küste im Bereich zwischen Florida und Louisiana. Die Hauptgefahr geht weniger vom Wind als von den zu erwartenden Regenmengen aus: verbreitet 100 bis 200, stellenweise auch bis zu 300 Liter pro Quadratmeter mit entsprechenden Überflutungen. Damit ist die atlantische Hurrikan-Saison jetzt schon reif für die meteorologischen Geschichtsbücher: Noch nie gab es so früh im Jahr bereits den dritten benannten Sturm. Sicherlich kein gutes Omen für die Hurrikan-Saison. Zumal auch das Klimaphänomen La Niña für eine starke Saison mit vielen Stürmen spricht.

Damit nun zurück zu unserem Wetter in der neuen Woche. Hier der Fahrplan:

Montag

Im Südosten und im Westen sind weitere Schauer unterwegs, die zum Teil mit Blitz und Donner einhergehen können. Ansonsten bleibt es aber weitgehend trocken und zeitweise sonnig. Die Temperaturen hängen nach wie vor spürbar hinter ihren Möglichkeiten zurück und bringen es auf 12 Grad an den Alpen und auf 22 Grad in Brandenburg.

Dienstag und Mittwoch

Die Temperaturen wirken wie zementiert und verharren bei 15 bis 22 Grad. Dabei scheint im Süden nur selten die Sonne und häufig fällt Regen, der teilweise mit Gewittern durchsetzt ist. Zeitweise erreichen die Schauer auch die Mitte Deutschlands. Richtung Norden nehmen die sonnigen Anteile dagegen zu und es bleibt überwiegend trocken.

Donnerstag (Fronleichnam)

Die Temperaturen klettern nach oben und bringen es immerhin auf 17 bis 23 Grad. Am kühlsten ist es nach wie vor an den Alpen, am wärmsten im Osten. Wettertechnisch haben der Norden und der Westen hierbei die Nase noch knapp vorne mit einem trockenen Sonne-Wolken-Mix. Doch auch im Süden und Südosten werden die Schauer seltener und die Sonne traut sich öfter hervor.

Freitag und am Wochenende

Die Temperaturen klettern weiter bis auf sommerlich warme, allerdings auch zunehmend schwüle 22 bis knapp 30 Grad am Sonntag. Dazu erwarten uns - neben viel Sonne - auch einige, teils kräftige Schauer und Gewitter.

Quelle: ntv.de