Panorama

Separatisten-Angriff in Pakistan Bewaffnete Männer stürmen Luxushotel

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Auf das Pearl Continental ist im Juni 2009 bereits ein blutiger Terroranschlag verübt worden.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das Pearl Continental Hotel ist ein Luxushotel in der pakistanischen Unruheprovinz Baluchistan. Bewaffnete Separatisten greifen den Komplex an. Mindestens ein Mensch stirbt.

In der südpakistanischen Stadt Gwadar haben am Nachmittag drei bewaffnete Männer ein Luxushotel angegriffen und mindestens einen Menschen erschossen. Bei dem Toten handele es sich um einen Wachmann, sagte ein Militärsprecher. Die Angreifer seien in den Treppenhäusern "umstellt". Die Gäste seien in Sicherheit. Der Einsatz dauere an.

Zuvor hatte der Provinz-Innenminister Ziaullah Langu von "bis zu vier bewaffneten Männern" gesprochen, die in das Pearl Continental Hotel in Gwadar eingedrungen seien und "das Feuer eröffnet" hätten. Er sprach von "mehreren Leichtverletzten". Die Mehrheit der Gäste des Fünf-Sterne-Hotels sei in Sicherheit gebracht worden. Von der Polizei hieß es ursprünglich, in dem Gebäude habe sich nur Personal aufgehalten.

Die Separatistengruppe Befreiungsarmee von Baluchistan bekannte sich im Kurzbotschaftendienst Twitter zu dem Überfall. Das Hotel gehört zu einem millionenschweren chinesischen Infrastrukturprojekt in der pakistanischen Hafenstadt.

Unruheprovinz Baluchistan

Gwadar liegt in der Unruheprovinz Baluchistan. Die Stadt ist ein Standort des chinesischen Mega-Infrastrukturprojektes "Neue Seidenstraße". Zwischen dem Hafen der Stadt am Arabischen Meer und der nordwestchinesischen Stadt Kashgar in der Provinz Xinjiang soll ein neuer "Wirtschaftskorridor" entstehen. Dieser umfasst eine knapp 400 Kilometer lange Autobahn von Peshawar nach Karachi, die dieses Jahr fertig werden soll. Außerdem gehören ein Flughafen und ein Krankenhaus in Gwadar dazu sowie Wasserkraftwerke.

Pakistan will mit diesen Projekten seine Wirtschaft ankurbeln. Viele Bewohner der Provinz fühlen sich jedoch von den Profiten, die derartige Projekte bringen, ausgeschlossen. Erst vor drei Wochen hatten in Baluchistan bewaffnete Männer 14 Buspassagiere erschossen. Zu dem Überfall bekannte sich eine Separatistengruppe.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP