Panorama

Gesamte Fahrbahn zerstört Brücke in Norditalien stürzt ein

Am helllichten Tag stürzt im Norden Italiens eine Brücke über einen Fluss zwischen Ligurien und der Toskana ein. Trotz des Corona-Lockdowns in der Region ist auf der Brücke Verkehr, wenn auch nur wenig. Das Unglück nährt die scharfe Kritik an Italiens maroder Infrastruktur.

In Italien ist eine Brücke einer Staatsstraße zwischen Ligurien und der Toskana eingestürzt. Es habe nach ersten Informationen nur Leichtverletzte gegeben, teilte das Verkehrsministerium in Rom mit. Die Straße führt in Albiano Magra über einen Fluss zwischen La Spezia und Massa Carrara, der Unglücksort liegt zwischen Florenz und Genua.

Zwei Kleintransporter waren auf der Brücke, als diese einstürzte, hieß es bei der Feuerwehr. Rettungskräfte waren mit mehreren Fahrzeugen und einem Helikopter am Unglücksort im Einsatz. Die Fahrer seien in Krankenhäuser gebracht worden. Auf Bildern und Videos war zu sehen, wie die Brücke am Boden liegt.

Um die nun eingestürzte Brücke gab es in den vergangenen Monaten bereits längere Kontroversen. Berichten zufolge sollen Anwohner bereits im vergangenen Jahr infolge mehrerer Unwetter Risse an der Brücke bemerkt und den Behörden gemeldet haben. Eine Inspektion im November soll allerdings keine Sicherheitsrisiken festgestellt haben. Die Gemeinde selbst hatte italienischen Medien zufolge den Bürgern seinerzeit versichert, dass der Verkehr aufgrund der großen Bedeutung der Brücke für die Region nicht eingeschränkt werde.

Im August 2018 war im nahen Genua ein Autobahn-Viadukt eingestürzt. Die Morandi-Brücke über den Fluss Polcevera stürzte 45 Meter in die Tiefe, 43 Menschen kamen ums Leben. Seitdem wird über die vielfach marode Infrastruktur in Italien diskutiert.

Quelle: ntv.de, mra/dpa

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