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Die Wetterwoche im Schnellcheck Der Frühling kehrt für kurze Zeit zurück

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Winterlich wird es erst mal nicht. Dafür aber schmuddelig.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem trockensten Herbst seit vielen Jahrzehnten will es der Winter nun ganz anders machen. Denn mit dem meteorologischen Winterbeginn lebt die bisher in diesem Jahr chancenlose West- bis Südwestströmung auf. Und damit wird sich die Niedrigwasser-Lage an den Flüssen und Strömen deutlich entspannen.

So kommen im Laufe der neuen Wetterwoche vor allem in den westlichen Staulagen der Mittelgebirge bis zu 100 Liter auf den Quadratmeter zusammen, was sich bevorzugt an den Pegelständen von Rhein, Main und Mosel ablesen lassen wird.

n-tv Meteorologe Björn Alexander

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Gleichzeitig ist an der Winterfront erst einmal Ruhe angesagt. Denn wer A sagt, in diesem Fall die regenreiche Strömung aus westlichen Richtungen, der muss auch B sagen, nämlich fast schon frühlingshaft milde Temperaturen. Aber für die Winter- und Wintersportfans gibt es in dieser Woche ebenfalls noch berechtigte Hoffnung. Für das zweite Adventswochenende deutet sich zumindest nasskaltes Wetter an.

Auf den Bergen oberhalb von 500 bis 700 Metern könnte es am zweiten Advent ziemlich weiß werden. Und auch für die Alpen und die Skigebiete sieht es für das kommende Wochenende dementsprechend gut aus. Denn die nordwestliche Anströmung dürfte - wenn es so kommt - besonders in den Nordalpen für Stauniederschläge und damit für ordentlich Neuschnee sorgen. Und selbst im Flachland könnte es am zweiten Adventswochenende zum Teil mal für ein paar nasse Flocken reichen.

Kurzum: Eine spannende Woche steht an. Selbst Blitz und Donner sind in den subtropisch durchmischten Luftmassen zum Wochenbeginn möglich. Lediglich die Sonne wird sich sehr rar machen. Hier die Details.

Montag

Es geht mild los. Am Oberrhein bei bis zu 16 Grad. Zum Teil sind aber in der extrem milden Luft aus südlichen Breiten auch Gewitter drin. Derweil bleibt es im äußersten Osten noch verhältnismäßig frisch bei 5 Grad. Für alle gilt: zwischendurch ist es immer mal wieder nass. Einzig über der Nordhälfte sind vorübergehend längere Regenpausen möglich. Hierbei weht ein teils starker, besonders auf den Bergen und an der See auch stürmischer Wind.

Dienstag

Es wird nicht mehr ganz so gruselig. Denn zwischendurch zeigt sich mal zaghaft die Sonne und die Schauer werden seltener. Dabei mischt sich kurz mal kühlere Luft unter, so dass auf den Mittelgebirgen und in den Alpen Flocken fallen. Zuvor bringen es die Temperaturen auf 7 bis 14 Grad.

Mittwoch

Die kühlere Luft, die uns am Dienstag erreicht hat, sorgt für einen frostigen Start in den Tag. Doch schon bald rückt aus Westen der nächste Schwall milder Regenluft heran. Zum Teil regnet es kräftig und auch der Wind legt stark bis stürmisch zu. Dabei schaffen es die Temperaturen auf 15 Grad am Rhein und 5 Grad in Vorpommern.

Donnerstag

Es ist Nikolaus, viele haben da das Bild vor Augen, dass selbiger mit dem Schlitten kommt, oder eben nicht. In diesem Jahr ist es - wie in den meisten Jahren zuvor - die unwinterliche und windige bis stürmische Variante bei 4 bis 12 Grad sein. Eine Wetterbesserung steht hierbei im Norden an, während es von der Mitte südwärts wechselhaft mit Schauern weitergeht.

Freitag

Aus heutiger Sicht ist es der Freitag der letzte milde Tag mit Spitzenwerten von 9 bis 14 Grad. Zugleich öffnet der Himmel nochmals seine Tore und lässt es teilweise ergiebig regnen. Abgerundet wird das herbstlich nasse Bild vom Wind, der uns mal wieder stramm um die Ohren weht.

Das zweite Adventswochenende

Unterdessen könnte sich aber was in Sachen Winter-Comeback tun. Das Regentief für den Freitag nähert sich nämlich von den Britischen Inseln. Zunächst mit milder Luft. Auf der Rückseite dürfte sich ab Samstag allerdings polare Kaltluft bei uns niederlassen. Im Flachland würde es damit nasskaltes und ungemütliches Usselwetter geben, während in den Bergen der Winter den nächsten Anlauf macht und für glatte Straßen sorgt. Das heißt für die Temperaturen: am Samstag 4 bis 9, am Sonntag maximal 1 bis 7 Grad mit astreinem, aber auch ziemlich unbeständigen bis grauen Glühwein-, Punsch- oder Couchwetter.

Quelle: n-tv.de

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