Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Der Winter trödelt, doch er kommt

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Sonne über dem Murnauer Moos: Fühlt sich an wie Frühling, ist aber noch nicht der Frühling.

(Foto: picture alliance/dpa)

Können wir die Winterjacken schon in den Keller räumen und den Vollfrühling ausrufen? Nein, das wäre voreilig. Zwar fliegen schon die ersten Pollen und es bleibt noch mild, aber die Vorzeichen fürs letzte Januar-Drittel stehen auf Winter-Comeback.

Zu Beginn der neuen Wetterwoche geht es erst einmal mild weiter. Den Höhepunkt erleben wir voraussichtlich am Mittwoch, wenn es verbreitet über 10 und stellenweise bis zu 15 Grad gibt. Kaum verwunderlich also, dass auch die Natur weiterhin auf den Frühlingszug aufspringt. Denn immer in solchen milden Phasen proben Erle und Hasel schon mal, was in Sachen Pollenflug so geht. Die Allergiker gegen diese sogenannten Frühblüher werden das sicherlich schon kennen.

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Ntv-Weterexperte Björn Alexander.

Zu verdanken haben wir diese winter-feindliche Situation nach wie vor dem tiefen Druck über dem Atlantik. Bis einschließlich Freitag liegen wir damit in der westlichen bis südwestlichen und somit milden Strömung. Der Süden Deutschlands erlebt dabei leichten Hochdruckeinfluss. Dadurch ist es hier windschwach, und die warme Luft setzt sich nicht ganz so gut durch. Entsprechend droht in Bayern und Sachsen nachts auch weiterhin Frost. Ansonsten werden die Nächte vor allem im Nordwesten sehr mild.

Jedoch können wir damit bei weitem noch nicht den Vollfrühling ausrufen. Denn der Polarwirbel, der maßgeblich für das derzeitige Wettergeschehen verantwortlich ist, wird nun immer öfter attackiert. Warmluftvorstöße in polare Regionen sorgen dafür, dass sich der Wirbel nicht mehr so ungestört dreht wie in den letzten Wochen. Dies eröffnet hierzulande definitiv das Potenzial für eine Weichenstellung in Richtung Winter. Allerdings dauert dieser Vorgang noch länger und frühestens im letzten Monatsdrittel könnte sich mal mehr in Sachen Winter-Comeback tun.

Montag

Es ziehen immer wieder Wolkenfelder durch, die ab und zu mal etwas Regen oder Nieselregen mitbringen. Besonders in Niederbayern kann es hierbei stellenweise glatt werden. Denn bei 2 Grad ist es dort eher kühl, während im Breisgau bis zu 11 Grad drin sind. Der Wind weht besonders an der Nordsee stark bis stürmisch.

Dienstag und Mittwoch

Der Süden zeigt sich abseits von Nebel oder Hochnebel überwiegend freundlich bis sonnig und trocken. Im übrigen Land bleibt es dagegen unbeständiger, teils windig bis stürmisch und zum Teil nass. Dazu am Dienstag 5 bis 13, am Mittwoch 7 bis 15 Grad. Am wärmsten ist es weiterhin am Oberrhein.

Donnerstag

Kaum Schauer und zeitweise aufgelockert bis sonnig. So präsentiert sich der wahrscheinlich schönste Tag der Wetterwoche. Die Temperaturen liegen noch deutlich über dem jahreszeitlichen Durchschnitt, bleiben aber im Vergleich zum Mittwoch etwas hinter dem Vortag zurück bei 6 bis 13 Grad.

Freitag

Es wird erneut durchwachsener. Vor allem in der Nordwesthälfte mit Schauern. Länger schön bleibt es hingegen im Süden und Südosten bei 5 bis 11 Grad, bevor es am Wochenende kühler weitergeht.

Samstag und Sonntag

Mit einem von Westen heranrückenden Hoch dreht der Wind auf nördliche Richtung. Dabei lässt ein kleiner Schwall Polarluft am Samstag die Schneefallgrenze auf unter 500 Meter sinken. Durch das Hochdruckgebiet halten sich die Niederschlagsmengen allerdings in Grenzen, und für viele von uns geht das Geschehen trocken über die Bühne. Nach den meisten Modellen liegen wir dann ab Sonntag vorerst unterm Hoch. Das bedeutet, dass die Nächte wieder frostiger werden und tagsüber dann meist bei 2 bis 7 oder 8 Grad Schluss ist.

Quelle: ntv.de