Panorama

Bis zu 60 Liter Regen in Berlin Die Woche bringt weitere Unwetter

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"Land unter" hieß es vor zehn Tagen in der Hauptstadt.

(Foto: dpa)

Erst vor wenigen Tagen suchen heftige Niederschläge die Region Berlin-Brandenburg heim. Inzwischen ist die Rede von einem Jahrhundertregen. Nun warnen Meteorologen erneut. Auch im Südosten und Westen ziehen neue Regenfälle heran.

Für die Region Berlin-Brandenburg besteht wieder die Gefahr von Unwettern. Bis zum Abend könne es zu schweren Gewittern mit heftigem Regen von 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit kommen, warnte der Deutsche Wetterdienst. Lokal begrenzt seien sogar extreme Niederschläge von mehr als 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde beziehungsweise mehr als 60 Litern pro Quadratmeter in sechs Stunden möglich.

Der mit Gewittern durchzogene Starkregen zieht von Berlin-Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt weiter Richtung Ostsee. "Dabei sind nach wie vor Regenmengen von bis zu 20 bis 40 Liter in einer Stunde möglich und daher auch lokale Überflutungen - aber kein Sintflut-Ereignis wie zuletzt", sagt n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Zu spüren bekam die heftigen Regenfälle bereits der Fußball-Bundesligist Hertha BSC. Als im Trainingslager im brandenburgischen Bad Saarow starker Regen und Blitze einsetzten, flüchteten die Spieler vom Platz und fuhren zurück ins Hotel. "Wir mussten das Training abbrechen, es war zu gefährlich", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai.

Nur am Donnerstag bleibt es trocken

Unwetter mit Hagel könnte es am Nachmittag auch im Osten Vorpommerns geben, warnte Björn Alexander. "Auch im übrigen Land sind von Südwesten her teils kräftige Gewitter unterwegs. Aber alles eher punktuell und keine großflächige Unwetterlage."

Im Südwesten Deutschlands hatte es bereits in der Nacht gewittert, kräftig geregnet und gestürmt. Dort sank das Unwetterrisiko am heutigen Montag, schon in der Nacht zum Dienstag könnte sich das aber wieder ändern. In Saarbrücken fielen in der Nacht auf Montag pro Quadratmeter und Stunde mancherorts 49 Liter Regen. Viele Keller liefen voll, Bäume stürzten um.

Erst vor anderthalb Wochen hatte sintflutartiger Regen in Berlin und Brandenburg zu starken Überschwemmungen geführt. Örtlich fiel binnen weniger als 24 Stunden mehr als doppelt so viel Regen wie sonst im ganzen Monat. Am Dienstag wird es laut Wetterexperte Alexander weitere Schauer und Gewitter geben, vor allem im Südosten. Die Unwettergefahr sei dabei aber geringer. Am Mittwoch droht Dauerregen aus Westen, Donnerstag wird nach jetzigem Stand der "trockene Tag" der Woche.

Quelle: ntv.de, nsc/jwu/dpa/chr/sid