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Mann in München festgenommen Drei Schulen nach Drohmails durchsucht

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Die Rupert Egenberger Schule in München gehört zu den betroffenen Einrichtungen, die geräumt und durchsucht wurden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine verdächtige E-Mail versetzt die Münchener Polizei in Alarmbereitschaft. Ermittler sehen eine "mögliche Bedrohungslage und durchsuchen drei Schulen. Sie entdecken dort nichts - doch inzwischen ist der mutmaßlichen Täter festgesetzt.

Die Polizei hat drei Schulen in München durchsucht. Am Morgen ging an einem Gymnasium eine E-Mail ein, deren Inhalt nach Polizeiangaben "eine mögliche Bedrohungslage" zuließ. Das Gelände wurden abgesperrt. Auch ein benachbartes Gymnasium ist geräumt und durchsucht worden. Die Ermittlungen führten zu einem 30-jährigen Münchner, der die E-Mail abgeschickt hatte. Er wird vernommen.

Ein weiterer Polizeieinsatz lief an einer dritten Schule in München, nachdem es dort nach Polizeiangaben einen Hinweis auf einen gefährlichen Gegenstand gegeben hatte. Gefunden wurde nichts. Um was für einen Gegenstand es sich genau gehandelt habe, teilten die Beamten nicht mit. Demnach habe ein Unbekannter einen Angestellten der Schule informiert, dass er etwas an dem Gebäude abgelegt habe.

In allen Fällen waren die Schüler noch nicht in den Schulgebäuden, so dass für sie den Angaben zufolge zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestand. Die Schulen blieben geschlossen. Auch die mündlichen Abiturprüfungen fielen damit aus. An dem Einsatz waren insgesamt 120 Beamte beteiligt. Laut Informationen von "T-Online" seien Bomben-Spürhunde im Einsatz gewesen, die aber keinen Hinweis auf einen Sprengsatz gefunden hätten.

In Baden-Württemberg gab es derweil eine Bombendrohung gegen das Amtsgericht Weinheim. Die Behörde wurde geräumt und weiträumig abgesperrt. Die Durchsuchung unter anderem mit vier Sprengstoffsuchhunden blieb ergebnislos. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten gegen Unbekannt.

Quelle: n-tv.de, joh/AFP

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