Panorama

Bitterer Frost bis minus 22 Grad Eiseskälte umklammert Deutschland

In der letzten vollen Januarwoche entfaltet der Winter seine ganze Kraft: Bei sternenklarem Himmel und knackiger Kälte sinken die Temperaturen fast überall in den negativen Bereich. Wetterstationen in den Höhenlagen der Mittelgebirge verzeichnen zweistellige Tiefstwerte.

Der Winter erfasst das Land von den Alpen bis nah an die Küste: Auf leichte Plusgrade konnten am Morgen nach einer eiskalten Nacht lediglich die Bewohner der Küstenregionen hoffen. Bei wolkenfreiem Himmel und anhaltendem Hochdruckeinfluss sanken die Temperaturen vielerorts weit unter den Gefrierpunkt.

Strenger Frost herrschte dabei vor allem in der Mitte Deutschlands. "Im Bereich der Mittelgebirge lagen die Frühwerte im zweistelligen Frostbereich zwischen minus 10 und minus 20 Grad", fasst n-tv Meteorologe Björn Alexander die Lage zusammen. Die Wetterstation Marienberg-Kühnhaide etwa meldete am Morgen sogar Tiefstwerte von minus 22 Grad Celsius.

Der strenge Frost hat auch Vorteile: "Im Tagesverlauf bleibt es vielerorts beim schönen Winterwetter", wie Björn Alexander erklärt. In weiten Teilen Deutschlands ging der Tag bereits freundlich oder sogar sonnig los. "Doch es gibt auch neblig trübe Regionen, in denen die Sichtweiten zu Beginn unter 100 Meter liegen", betont er. Mit schlechten Sichtbedingungen muss demnach in Teilen von Schleswig-Holstein und von Mecklenburg-Vorpommern sowie gelegentlich auch im Süden Deutschlands gerechnet werden.

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n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Schnelle Wetteränderungen sind nicht in Sicht. Frostig kalt und teilweise sonnig bleibt es auch am Dienstag. "Lediglich im Westen verdichten sich die Wolken und bringen später von der Eifel über das Rheinland und das Ruhrgebiet bis rauf an die Nordsee Schnee mit entsprechender Glätte mit", warnt der n-tv Meteorologe.

Frost legt Schulklos in Essen lahm

Im Südosten und im Bergland bleibt es bei leichtem Dauerfrost. In den übrigen Regionen dürften die Temperaturen im Tagesverlauf über den Gefrierpunkt steigen, dabei aber zwischen null und drei Grad bleiben. Am Nachmittag zieht von Westen her ein Tiefausläufer auf, der zwischen Emsland und Eifel leichten Schneefall bringen dürfte. Auf dem gefrorenen Boden müssen Autofahrer mit eisglatten Fahrbahnen und Verkehrsbehinderungen rechnen.

Für Schüler im Ruhrgebiet fiel am Montag aufgrund des Winterwetters sogar der Unterricht aus. Eingefrorene Wasserleitungen in den Klos einer Essener Gesamtschule bescherten den Schülern einen unverhofften freien Tag. Die eisigen Temperaturen hätten die Leitungen der derzeit in Containern untergebrachten Toilettenanlage der Erich-Kästner-Gesamtschule einfrieren lassen, sagte eine Stadtsprecherin. Die Schüler seien daher am Morgen wieder nach Hause geschickt worden. Eine Firma habe die Leitungen anschließend wieder eisfrei gemacht. Am heutigen Dienstag soll der Unterricht wieder wie geplant stattfinden.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa