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Die eine oder andere Gewitterfront dürfte diese Woche am Himmel zu sehen sein.
Die eine oder andere Gewitterfront dürfte diese Woche am Himmel zu sehen sein.(Foto: picture alliance / Nicolas Armer)
Sonntag, 12. August 2018

Die Wetterwoche im Schnellcheck: Erst Unwetter, dann Durchschnittssommer

Von Björn Alexander

In der neuen Woche macht uns das Wetter erneut zu schaffen. Tief "Pamela" zieht über Deutschland und beendet die mehrwöchige Hitzewelle vorerst durch Regen und Sturmböen. Doch dann kehrt - endlich - der Durchschnittssommer ein.

Die neue Wetterwoche beginnt turbulent. Denn mit der Kaltfront von Tief "Pamela" wird es nochmal kräftig krachen. Starkregen, Hagelschlag und Sturmböen können dabei sein. Zuvor drehen die Temperaturen ebenfalls auf und bringen im Osten bis zu 34 Grad. Anschließend geht unser Sommer 2018 eher durchschnittlich weiter. Und das ist eigentlich auch gut so. Das erste Augustdrittel war im Vergleich mit dem langjährigen Mittel über 6 Grad zu warm. Definitiv ein ganzes Stück zu heiß und für viele von uns extrem anstrengend.

n-tv Meteorologe Björn Alexander
n-tv Meteorologe Björn Alexander

Das zweite, weitaus größere Problem - die Trockenheit nämlich - wird hingegen nur oberflächlich etwas eingedämmt. Zwar sind vorübergehend auch mal kräftigere Schauer mit dabei. Die werden die zum Teil sehr große Waldbrandgefahr auch deutlich mindern und vielleicht bekommen auch die mitunter wüstenartig vertrockneten Wiesen gebietsweise mal wieder grüne Anteile zurück. Allerdings dürfte sich beispielsweise an der Niedrigwasser-Situation der Flüsse und Ströme kaum etwas ändern. Auf der anderen Seite kommen natürlich die Sonnenanbeter unter uns sowie diejenigen, die das meist schöne Wetter genießen können, nach wie vor häufig auf ihre Kosten. Hier die Details:

Montag

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Von Westen breiten sich Schauer und Gewitter weiter ostwärts aus. Am Vormittag kommen sie wahrscheinlich bis zu einer Linie von Schleswig-Holstein bis zum Schwarzwald. Am Nachmittag erreichen sie dann auch die Osthälfte. Örtlich besteht Unwettergefahr durch Platzregen, Hagelschlag und Sturmböen. Am längsten sonnig und trocken bleibt es von der Lausitz bis nach Niederbayern. Hier werden zudem vorübergehend nochmal sehr heiße 32 bis 34 Grad erreicht. Hinter den Gewittern im Westen ist es deutlich kühler mit 22 bis 25 Grad.

Dienstag

Der Wind aus westlicher Richtung weht durchaus lebhaft übers Land und sorgt für eine abwechslungsreiche Situation am Himmel. Und das heißt: neben kompakteren Wolken mit Schauern, die im Norden und im Süden auch von Blitz und Donner begleitet sein können, zeigt sich auch die Sonne. Am ehesten trocken geht es im Osten durch den Tag. Die Temperaturen sind aber auch dort spürbar verhaltener bei maximal noch 27 Grad in Richtung Lausitz. Am unteren Ende der deutschlandweiten Temperaturskala rangiert die Nordsee bei 22 Grad.

Mittwoch

Der Sommer meldet sich mit mehr Sonne zurück und einzelne Regengüsse beschränken sich auf den Norden. Dazu sind die Temperaturen recht angenehm. 22 Grad sind bei den Nordlichtern möglich. Am Oberrhein werden es bis zu 29 Grad.

Donnerstag

Vom Sommer rutschen wir direkt in den Hochsommer. Der insgesamt schönste Tag der Wetterwoche verwöhnt uns mit viel Sonne bei dementsprechend harmlosen Wolken. Die Temperaturen steigen weiter an und bringen es auf 24 Grad an der Nordseeküste und bis zu 33 Grad im Südwesten.

Freitag

Von Westen her wird es wieder unbeständiger mit teils gewittrigen Regengüssen. Aus heutiger Sicht dürfte es hierbei am ehesten den Norden und den Süden treffen, während es ansonsten tendenziell freundlicher durch den Tag gehen könnte. Vor den Schauern bekommt der Südosten noch bis zu 29 Grad. Im großen Rest werden es häufig 22 bis 27 Grad.

Samstag und Sonntag

Die Details sind noch sehr unsicher. Ziemlich sicher ist aber, dass es sommerlich warm bleibt. Die Spitzenwerte dürften zwischen etwa 22 Grad im Norden und um die 30 Grad im Süden liegen. Ebenfalls sehr sicher ist, dass kein flächendeckender Landregen in Sicht ist, sondern höchstens gelegentliche Schauer oder Gewitter, die auch der Sonne einen guten Platz am Himmel lassen dürften.

Quelle: n-tv.de