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Engländer sind empört Feuchttücher werden zur Strandplage

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Pro Strandkilometer fanden die Umweltschützer rund 35 Feuchttücher.

(Foto: www.twitter.com/BBCNews)

Mal eben schnell das Gesicht der kleinen Tochter abwischen oder die eigenen Hände sauber machen - Feuchttücher sind praktisch und handlich. Doch wenn sie nicht richtig entsorgt werden, werden sie schnell zur Plage. Das ärgert momentan besonders die Engländer.

Gebrauchte Feuchttücher, wie sie etwa beim Abschminken oder beim Windelwechseln verwendet werden, sind zur Seuche an britischen Stränden geworden. Statt sie in den Mülleimer zu werfen, spülten viele Menschen die Tücher aus Baumwolle durch die Toilette, bemängelte die britische Umweltschutzorganisation Marine Conservation Society, in ihrem Jahresbericht.

Über das Meer werden sie dann wieder an den Strand gespült, weil sie nicht rechtzeitig biologisch abgebaut werden könnten. Die Zahl der Feuchttücher an britischen Stränden habe sich im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2013 mehr als verdoppelt. Auf jedem Strandkilometer, den Freiwillige der Organisation säuberten, fanden sich demnach rund 35 der Tücher.

Auch in deutschen Abwasserkanälen ist das Problem mit den Feuchttüchern bekannt. Zwar sind die Einmaltücher praktisch in der Handhabe, jedoch bei unsachgemäßer Entsorgung über die Toilette verknoten sie sich in den Wasserkanälen und werden zu einem Klumpen. So verstopfen sie zum Beispiel Pumpen. Die Folgen machen sich über die höheren Gebühren beim Verbraucher bemerkbar.

Experten raten, Feuchttücher stets über den Hausmüll zu entsorgen. Sie bestehen aus Materialien wie Polyster, Viskose, Zellstoff oder Baumwolle und sind zusätzlich noch mit Pflege- oder Reinigungslösungen getränkt. Folglich dauert die biologische Zersetzung lange.

Quelle: ntv.de, hla/dpa