Panorama

Blutiger Vorfall in China Frau greift Kinder mit Hackmesser an

RTR2TFX3.jpg

Millionenmetropole am Zusammenfluss von Jangtsekiang und Jialing.

(Foto: REUTERS)

Ein brutaler Überfall auf Minderjährige in einem chinesischen Kindergarten löst in der Volksrepublik Aufsehen aus: Eine Frau geht offenbar ohne Vorwarnung auf die Kinder los. Nur mit Mühe können Sicherheitsleute die Angreiferin stoppen.

Vor einem Kindergarten in der chinesischen Großstadt Chongqing ist eine Frau wahllos mit einem Hackmesser auf Kinder losgegangen und hat 14 von ihnen verletzt. Wie die Polizei berichtete, konnte die Angreiferin festgenommen werden. Ihr Motiv liegt noch vollkommen im Dunkeln. Wie schwer die Kinder verletzt wurden, und ob einzelne Opfer gar in Lebensgefahr schweben, teilten die Behörden nicht mit.

*Datenschutz

Der Angriff ereignete sich nach Angaben chinesischer Staatsmedien gegen 9.30 Uhr am Morgen, als Betreuer die Kinder vom Frühsport im Freien zurück in die Räume des Kindergartens führen wollten. Am Eingang der Tagesstätte im Stadtbezirk Banan habe die 39-jährige Frau die Kinder mit dem Messer attackiert, hieß es. Sicherheitsleute und Mitarbeiter hätten sie überwältigt. Die verletzten Kinder mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Millionenmetropole Chongqing liegt am Jangtsekiang-Strom in Zentralchina rund 1400 Kilometer südwestlich von Peking. Im Stadtgebiet leben Schätzungen zufolge insgesamt rund 30 Millionen Menschen. Der Stadtteil Banan zählt rund 900.000 Einwohner.

In China kommt es immer wieder zu solchen Angriffen auf Kinder aus Grund- oder Mittelschulen oder Kindertagesstätten. Als Reaktion sind die Sicherheitsvorkehrungen vielerorts verschärft worden. Fremde und selbst Eltern dürfen meist nicht auf das Schulgelände. Ohnehin werden jüngere Kinder üblicherweise von Erwachsenen, meist Eltern oder Großeltern, zur Schule gebracht und wieder abgeholt.

Vorfälle dieser Art lösen in der Volksrepublik immer wieder großes Aufsehen aus: Indirekt stehen dabei auch die lokalen Behörden am Pranger, da es ihnen offenbar nicht gelingt, die Sicherheitsvorkehrungen in ausreichendem Maße zu verstärken. Erst im Juni hatte ein Mann in Shanghai auf dem Fußweg nahe einer Schule mehrere Grundschüler in Begleitung von Eltern auf dem Heimweg angegriffen und zwei von ihnen getötet.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa