Panorama

Angriffe auf Menschen und Vieh Gefährliche Löwen werden umgesiedelt

imago94859564h.jpg

Weltweit leben nur noch 20.000 Löwen.

(Foto: imago images/Cavan Images)

In Tansania wird der Lebensraum für Löwen immer knapper. Zwischen den Raubkatzen und Menschen kommt es daher immer öfter zu Begegnungen und gefährlichen Konfrontationen. Drei Dutzend Wildtiere werden deswegen eingefangen und umgesiedelt.

Die Behörden im ostafrikanischen Tansania haben die Umsiedlung von insgesamt 36 Löwen angekündigt. Sie begründen den Schritt mit mehreren Angriffen, die die gefährdeten Raubkatzen auf Menschen und Vieh verübt hätten. Elf Löwen seien bereits in der Gegend um den Nationalpark Serengeti im Norden des Landes eingefangen worden, sagte Simon Mduma, Leiter des nationalen Wildtier-Forschungsinstituts.

Die elf Löwen sollen demnach in den nordwestlich gelegenen Nationalpark von Burigi Chato überführt werden. Dorthin sollen insgesamt 20 Löwen kommen. Wohin die übrigen 16 Tiere gebracht werden, ist bislang offen. "Früher haben wir einen Löwen getötet, wenn er Menschen angriff, aber es handelt sich um eine riesige Gruppe, da kann man das nicht genauso machen", sagte Mduma. Zudem sei den Behörden daran gelegen, die Raubkatzen zu "unterstützen".

In Tansania verfügen Löwen über immer weniger Lebensraum, in welchem sie ungestört von Menschen sind. Erst im September hatte die Regierung zwölf Schutzgebieten ihren Status aberkannt, um Streit um Land zu beenden. In den Gebieten darf künftig Vieh- und Landwirtschaft betrieben werden, auch können Häuser errichtet werden.

Weltweit ist die Zahl der Löwen zuletzt drastisch eingebrochen. Sie sank nach einer Schätzung von Umweltschützern binnen 20 Jahren um 43 Prozent auf rund 20.000 Exemplare.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP