Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Gewinner und Verlierer beim Umschwung

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In der neuen Woche ist auch Starkregen möglich.

(Foto: imago/Ralph Peters)

Der sonnige Frühsommer bekommt eins auf die Mütze: Für viele Regionen Deutschlands ist der wegen der Trockenheit ersehnte Regen angesagt, teilweise sogar Gewitter. Es wird spürbar frischer zum Monatswechsel. Das erste Mai-Wochenende verspricht wieder sommerlicher zu werden.

Es tut sich was beim Wetter. Denn unsere Wetterlage mit einem stabilen Hoch über Skandinavien löst sich schrittweise auf. Und damit kommen zwei Big Player zurück in die Wetterküche: Wolken und Regen. Dadurch geht es der größten Trockenheit jetzt erst einmal an den Kragen. Es wird sogar Regionen geben, die bis zum Ende der Woche auf eine stramme Regenbilanz von 30 bis 70 Litern auf den Quadratmeter blicken können. Das betrifft nach jetzigem Stand den Bereich von den Alpen und dem Bayrischen Wald rauf bis in die zentralen Mittelgebirge und nach Westfalen. Auch Richtung Schwarzwald könnten es bis zu 50 Liter werden. Insgesamt bekommen der Süden sowie der Alpenraum hierbei am meisten Regen ab. Lokal sind im Bereich der Alpen auch Mengen über 100 Liter auf jeden Quadratmeter nicht auszuschließen.

Ansonsten dürften hierzulande häufig um die 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter zusammen kommen. Schön verteilt über mehrere Tage. Lediglich im Osten sieht es mancherorts in Sachen Regen leider ganz schlecht aus. Nach jetzigem Stand fällt im Lee vom Harz bis rüber in die Niederlausitz wenig bis gar nichts.

Björn Alexander

Björn Alexander

Wichtig wäre in dieser Woche sicherlich auch das Wetter zum Tanz in den Mai. Doch in diesem Jahr wird wohl eher Dis-Tanz in den Mai draus und deshalb ist das wechselhafte und kühle Wetter zum Monatswechsel auch zweitrangig. Anschließend strahlt der Mai am Samstag und Sonntag ein bisschen mehr Souveränität aus und sorgt für ansteigende Temperaturen und für mehr Sonnenanteile.

Last but not least erwartet uns mit der Monatsbilanz des Aprils vielleicht noch ein neuer Rekord. In Sachen Sonnenschein bewegt sich der April 2020 auf den 2007er April zu. Der brachte knapp 290 Sonnenstunden. Aktuell sind wir schon bei über 260 Stunden. Dabei sind wir temperaturtechnisch aber ganz weit von den wärmsten Aprilmonaten entfernt. Und das liegt unter anderem an den teils ziemlich kalten Nächten. An etlichen Wetterstationen gab es in jeder Nacht des Aprils Frost oder Bodenfrost. Und mit Frost beginnen wir jetzt auch die Reise durch die neue Wetterwoche.

Nacht zum Montag

Im Süden sind einzelne Schauer nicht auszuschließen. Ansonsten bleibt es trocken und locker bewölkt bis sternenklar und damit wird es auch wieder ziemlich frisch. Die Luft kühlt sich auf 10 bis minus 2 Grad ab und besonders im von der Mitte nordwärts gibt’s gebietsweise leichten Bodenfrost.

Montag

Die Reste von Hoch "Odilo" liegen genau über uns und damit ist - ein vorerst letztes Mal - lupenreines Sonnenstunden-Zählen angesagt. Bei den Nordlichtern und an den Alpen gibt es zwar ein paar Einschränkungen mit 9 oder 10 Sonnenstunden. Im großen Rest werden es aber verbreitet 11 bis 14 sonnige Betriebsstunden. Ein leicht erhöhtes Schauer- und Gewitterrisiko gibt es dabei lediglich im Bereich Südschwarzwald und Alpen. Die Temperaturen markieren - deutschlandweit betrachtet - bereits den Höhepunkt der Wetterwoche und bringen es auf frühlingshafte bis frühsommerliche 18 bis 26 Grad. Frischer ist es nur an den Küsten im Seewind bei 14 Grad.

Dienstag

Die Wetterumstellung kommt. Von Westen und Südwesten her breiten sich Schauer und Gewitter aus. Zum Teil sind auch Unwetter durch Starkregen und Sturmböen nicht auszuschließen. Nur nordöstlich der Elbe bleibt es trocken, lange schön und warm bei bis zu 26 Grad. Derweil bekommt der Frühsommer in der Westhälfte schon mal eins auf die Mütze bei 13 bis knapp 20 Grad.

Mittwoch und Donnerstag

Der Osten zeigt sich freundlich und trocken, der große Rest hingegen wechselhaft mit weiteren Regengüssen, die zum Teil von Blitz und Donner begleitet sind. Die Temperaturen zeigen sich hierbei eher aprilfrisch mit 12 bis 20 Grad.

Dis-Tanz in den Mai und Maifeiertag

In der Nacht zum 1. Mai ziehen von Westen her weitere Schauer durch, die dann tatsächlich auch den Osten erreichen. Manche Wettermodelle sehen sogar eine nasse Nacht. Die Temperaturen gehen zurück auf 10 bis 5 Grad. Und auch der Maifeiertag kommt eher leicht unterkühlt und nach wie vor durchwachsen daher. Denn bei den Temperaturen ist bei 11 bis knapp 20 Grad Schluss.

Das erste Mai-Wochenende

Die Wettercomputer sehen deutlich mehr Wonne und Sonne. Die Schauer werden immer seltener und das schöne Wetter meldet sich zurück. Das spüren wir ebenfalls bei den Temperaturen. Am Samstag zwar noch nicht wirklich bei 12 bis 20 Grad. Doch am Sonntag werden es meistens 15 bis 25 Grad.

Quelle: ntv.de

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