Panorama

Staatsschutz ermittelt Gruppe Deutscher greift Syrer in Stralsund an

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Die Polizei nahm Strafanzeigen wegen Körperverletzung und dem Verwenden von Kennzeichnen verfassungswidriger Organisationen auf.

(Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild)

In Stralsund muss die Polizei zwei Gruppen von Deutschen und Syrern voneinander trennen. Offenbar rufen die Deutschen zuvor rechte Parolen und werfen Glasflaschen auf eine Syrerin. Nun ermittelt der Staatsschutz.

In Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern hat eine Gruppe Deutscher nach Polizeiangaben eine Gruppe von Syrern attackiert. Ersten Erkenntnissen zufolge warfen ein 24-jähriger Deutscher und eine 27-jährige Deutsche zwei Glasflaschen in Richtung einer 47-jährigen Syrerin. Die Flasche des 24-Jährigen habe die Syrerin verfehlt, die von der deutschen Frau geworfene Flasche traf das Opfer demnach am Arm - die Syrerin sei leicht verletzt worden.

Anschließend lieferten sich die deutsche und die syrische Frau laut Polizei eine körperliche Auseinandersetzung, bei der auch die 27-jährige Deutsche leicht verletzt wurde. Die Polizei trennte die beiden aus fünf Deutschen und sechs Syrern bestehenden Gruppen anschließend. Wie sich dabei herausstellte, hatten zwei Mitglieder der deutschen Gruppe zuvor offenbar rechte Parolen gerufen.

Die Polizei nahm vier Strafanzeigen wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf. Der Staatsschutz ermittelt.

Quelle: ntv.de, ftü/AFP