Panorama

Getötete Britin in Neuseeland Jury spricht Tinder-Mörder schuldig

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In einem Vorort von Auckland fand man die Leiche der britischen Studentin.

(Foto: AP)

Im Fall der getöteten britischen Backpackerin in Neuseeland spricht die Jury den Angeklagten schuldig. Während des Urteils brechen selbst die Jury-Mitglieder in Tränen aus. Die junge Frau wurde bei einem Tinder-Date am Abend vor ihrem Geburtstag getötet, sie wurde tagelang gesucht.

Elf Monate nach dem gewaltsamen Tod der britischen Backpackerin Grace Millane ist der Angeklagte von einem neuseeländischen Gericht schuldig gesprochen worden. Wie mehrere lokale Medien berichten, urteilte die Jury einstimmig. Die 21-jährige Britin war Ende 2018 nach Neuseeland gereist und traf sich kurz vor ihrem Geburtstag zu einem Tinder-Date mit dem angeklagten 27-Jährigen.

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Die beiden besuchten zunächst mehrere Bars in Auckland und gingen dann gemeinsam in ein Hotelapartment, wo sie Geschlechtsverkehr hatten. Dabei wurde die Studentin stranguliert und getötet. Der Angeklagte versuchte seine Tat zu vertuschen, kaufte für den Leichentransport kurzerhand einen großen Koffer und legte die Frau in einem Vorort von Auckland ab. Vor Gericht ließ er über seinen Anwalt ausrichten, dass Millanes Tod ein Sex-Unfall gewesen sei.

Bei der Urteilsverkündung offenbarte der Mann nach Angaben des "New Zealand Herald" keinerlei Emotionen, während die Mutter der Getöteten in Tränen ausbrach. Auch Mitglieder der Jury zeigten sich von dem Fall berührt.

Nach dem Urteil traten Millanes Eltern vor die Presse und bedankten sich bei den Ermittlern und bei den Neuseeländern, die mit ihrem Mitgefühl "ihre Herzen für Grace und ihre Familie" geöffnet hätten. Außerdem gaben sie Einblicke in ihre Trauer: "Wir müssen nun nach Hause zurückkehren und jeden Teil unseres Lebens ohne unsere geliebte Grace führen", berichtet der Vater unter Tränen. Sie sei ihr Sonnenschein gewesen. "Sie hat es nicht verdient, auf so eine barbarische Art und Weise ermordet zu werden." Die Familie werde Grace immer vermissen.

Während des Prozesses war außerdem herausgekommen, dass der Täter intime Fotos von der getöteten Frau geschossen hatte und nach der Leichenablage ein weiteres Tinder-Date besuchte. Alle diese Fakten sorgten in Großbritannien und Neuseeland für großes Entsetzen. Der Mörder von Grace Millane wird seine endgültige Strafe im Februar 2020 erhalten.

Quelle: ntv.de, sgu