Panorama

Monate nach Kopf-Verletzung Kind erleidet bei Baseballspiel Hirnschaden

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Auf der Tribüne wurde das Mädchen hart getroffen. Die Folgen sind schlimmer als befürchtet.

(Foto: AP)

Vor acht Monaten wird ein Kleinkind bei einem Profi-Baseball-Spiel mit dem Ball am Kopf getroffen. Jetzt stellt sich heraus, dass das Mädchen dauerhaft geschädigt bleiben wird. Der Baseballspieler ist untröstlich, denn die Zweijährige wird ihr Leben lang unter den Folgen leiden.

Ein zweijähriges Mädchen, das bei einem Profi-Baseballspiel in den USA schwer am Kopf verletzt worden war, wird wohl für immer an einem Hirnschaden leiden. Das berichten übereinstimmend mehrere US-Medien.

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Der Spieler war nach seinem Wurf untröstlich und brach zusammen.

(Foto: dpa)

Das Kind saß im Mai 2019 im Publikum beim Spiel der Chicago Cubs gegen die Houston Astros, als es von einem Ball getroffen wurde, der von Cubs-Spieler Albert Almora Jr. gespielt worden war. Das Ausmaß der Kopfverletzung wird jedoch erst Monate danach deutlich: Rechtsanwalt Richard Mithoff, der Sprecher der betroffenen Familie, erklärte gegenüber dem "Houston Chronicle", dass es sich bei den Hirnverletzungen des Kindes um einen permanenten Schaden handele. "Sie erleidet weiterhin Anfälle und nimmt Medikamente ein. Möglicherweise wird es den Rest ihres Lebens so sein, falls keine medizinische Lösung dafür gefunden wird."

Mediziner beschreiben die Erkrankung des Mädchens als eine Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems, vergleichbar mit den Folgen eines Schlaganfalls. Die inzwischen Dreijährige leide an Sensibilitätsverlust, auch ihr räumliches Denken sei beeinflusst. Noch ist nicht bekannt, ob die Verletzung auch die kognitiven Fähigkeiten des Mädchens verändert hat.

Die Baseball-Liga hatte sich nach dem Unfall darauf verständigt, die Sicherheitsvorrichtungen für das Publikum mit Netzen deutlich zu verbessern, damit sich so ein Vorfall nicht wiederholen kann. Cubs-Spieler Almaro Jr. zeigte sich nach dem Ereignis schwer bestürzt und gab sich die Schuld. Er war unmittelbar nach dem Vorfall in Tränen ausgebrochen und erklärte später schockiert: "Im Moment bete ich nur und finde keine Worte. Ich bin selbst Vater zweier Söhne. Aber wenn Gott will, werde ich für den Rest meines Lebens eine Beziehung zu diesem kleinen Mädchen haben können. Aber jetzt bete ich einfach."

Nach Angaben des Opfer-Anwalts wurden bislang noch keine rechtliche Schritte gegen den betroffenen Verein eingeleitet.

Quelle: ntv.de, sgu