Panorama

Sprachassistent wählt Notruf Mann rettet sich dank Siri das Leben

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In Iowa liegen die Fluss-Temperaturen in dieser Jahreszeit unter dem Gefrierpunkt.

(Foto: KIMT)

Künstliche Intelligenz soll Menschen das Leben erleichtern. Im Fall eines 18-Jährigen aus den USA leistet der Sprachassistent seines Telefons in diesem Bereich ganze Arbeit. Als der Mann mit seinem Auto in einen Fluss stürzt, rettet ihm Siri möglicherweise das Leben.

Ein Mann aus dem US-Bundesstaat Iowa hat sich nach einem Verkehrsunfall auf ungewöhnliche Weise Hilfe geholt. So konnte sich Gael Salcedo möglicherweise selbst das Leben retten, wie das US-Portal KIMT3 News berichtet.

Salcedo ist mit seinem Jeep auf dem Weg zur Universität, als er plötzlich auf eine mit Eis überzogene Fahrbahn gerät. Er verliert die Kontrolle über sein Auto. In einem verzweifelten Versuch, dem Gegenverkehr auszuweichen, verreißt er sein Lenkrad nach rechts - von da an sei alles verschwommen, sagte er dem Lokalsender.

"Ich wusste nicht, wohin mein Wagen fuhr und ich wusste einfach nicht, was ich tun sollte. Ich dachte nur die ganze Zeit 'ich glaube, ich werde sterben'", sagte er laut dem Bericht. Kurze Zeit später realisiert Salcendo, dass er in einem Fluss gelandet ist. Er kurbelt schnell die Fenster herunter in der Angst, dass sein Auto untergehen würde. Die Temperaturen liegen zum Zeitpunkt des Unfalls um den Gefrierpunkt.

Strömung macht Rettung schwer

Doch es kommt noch schlimmer: In seiner Panik kann Salcedo sein Handy nicht finden, um den Notruf zu wählen. Doch der 18-Jährige gibt nicht auf. Er nutzt die Apple-eigene Sprachsteuerung auf seinem IPhone, um sich Hilfe zu holen. Sein simpler Befehl lautet: "Siri, wähle 911". Die Nummer ist in den USA der Notruf. Der Sprachassistent wählt tatsächlich daraufhin den Notruf und Salcedo gelingt es, sein Handy wiederzufinden. Kurze Zeit später trifft die Feuerwehr ein.

Noch ist Salcedo jedoch nicht gerettet. Die Strömung des Flusses ist so stark, dass sich die Fahrertür nicht öffnen lässt. Zusätzlich steigt das Wasser im Jeep so schnell an, dass es für den 18-Jährigen keine andere Möglichkeit gibt, als durch den eiskalten Fluss zum Ufer zu laufen.

Doch den Rettern gelingt es, ihn zu erreichen. "Ich habe ihm erklärt, dass es keinen anderen Weg gibt", sagte Feuerwehrmann Craig Warner. Er überwacht jeden von Salcedos Schritten und hilft ihm sicher ans Ufer zu gelangen. Mit letzter Kraft kämpft sich der Student durch den Fluss. "Meine Hände waren eiskalt. Ich konnte meine Beine nicht mehr spüren. Ich hatte viel Mühe und das Wasser war einfach so stark, sodass ich immer wieder stolperte und der Feuerwehrmann mir ein paar Mal beim Aufstehen helfen musste", sagte er.

Die Einsatzkräfte mussten Salcedo schließlich in den Krankenwagen helfen. Dem Bericht zufolge wurde er im nächstgelegenen Krankenhaus wegen eines Schocks behandelt, konnte aber drei Stunden später entlassen werden.

Quelle: ntv.de, vmi