Panorama

Todesfall in Sachsen-Anhalt Mehr als 29.000 Infizierte in Deutschland

Noch immer steigt die Zahl der Corona-Infektionen. In Deutschland nähert sie sich der Marke von 30.000. Mehr als 100 Menschen haben die Krankheit hierzulande nicht überlebt. Die WHO registriert auch in anderen Ländern eine anhaltende Ausbreitung und spricht von einer "herzzerreißenden" Entwicklung.

In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter. Inzwischen ist bei 29.019 Menschen das Virus nachgewiesen worden, wie ntv-Berechnungen auf Grundlage der Angaben von Ländern und Kommunen ergeben. 120 Menschen sind bislang an der Infektion gestorben.

Am Abend meldete das Sozialministerium in Sachsen-Anhalt den ersten Corona-Todesfall für das Bundesland. In Halle sei bereits am Samstag eine 80-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen gestorben, bei der auch das Coronavirus festgestellt wurde, teilte die Stadt Halle.

Derweil wächst das Wissen über den Erreger und seine Verbreitung in der Bevölkerung: Das Durchschnittsalter der Covid-19-Patienten in Deutschland zum Beispiel liegt derzeit bei 45 Jahren, wie der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, mitteilte. Männer sind demnach über fast alle Altersgruppen hinweg etwas häufiger betroffen als Frauen. In der Masse tritt die von dem Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung demnach vor allem unter Erwachsenen auf. Kinder und Jugendliche stellen nur einen geringen Anteil der in der Statistik erfassten Patienten. Kleinkinder sind kaum betroffen. Die Verstorbenen waren im Durchschnitt 82 Jahre alt.

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"Die Pandemie beschleunigt sich"

Auch weltweit steigen die Zahlen der Infizierten und Todesopfer. "Die Pandemie beschleunigt sich", warnte der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus und nannte die Entwicklung "herzzerreißend".  Doch noch immer sei es möglich, den Verlauf der Pandemie zu beeinflussen. Die Zahl der Infektionsfälle steigt Tedros zufolge immer schneller. Von den ersten gemeldeten Fällen bis zu 100.000 Fällen seien 67 Tage vergangen, erklärte Tedros. Nach elf weiteren Tagen seien es bereits 200.000 Fälle gewesen, und nach nur vier weiteren Tagen seien weltweit 300.000 Fälle erreicht worden.

In Frankreich meldet Gesundheitsminister Olivier Veran einen Anstieg der Todesfälle um 28 Prozent auf 860 und einen Zuwachs der Neuinfektionen binnen 24 Stunden um rund 20 Prozent auf 19.856.

In Italien bleibt die Lage weiter dramatisch. Die Behörden meldeten rund 600 neue Corona-Tote im Land. Insgesamt kletterte die Zahl der registrierten Todesopfer der Coronavirus-Pandemie auf knapp 6080, wie der Zivilschutz in Rom mitteilte. Die Zahl der Infizierten lag am Montag bei fast 64.000. Trotz der dramatischen Zahlen registrierten die Behörden einen langsameren Anstieg.

"Heute ist vielleicht der erste positive Tag, den wir in diesem harten, sehr schweren Monat hatten", sagte Giulio Gallera, der führende Vertreter der Gesundheitsbehörden in der norditalienischen Region Lombardei, die von dem Virusausbruch am stärksten betroffen ist. "Es ist nicht die Zeit, einen Sieg zu feiern, aber wir sehen langsam Licht am Ende des Tunnels." Der Chef der nationalen Gesundheitsbehörde, Silvio Brusaferro, gab allerdings zu bedenken, es sei noch zu früh um zu sagen, dass der jüngste Rückgang bei den täglichen Todesfällen und Neuinfektionen sich fortsetzen werde.

In England sind derweil 46 weitere Covid-19-Patienten der Krankheit erlegen. Sie seien zwischen 47 und 105 Jahren alt gewesen und hätten alle Vorerkrankungen gehabt, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Insgesamt seien nun 303 Corona-Todesfälle bekannt. Am Montag waren 37 Tote gemeldet worden.

Quelle: ntv.de, jwu/mba/rts/dpa