Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Polarexpress kommt - mit Mini-Schneesturm

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Für Frühlingsgefühle muss man sich warm anziehen.

(Foto: dpa)

Es ist ein denkwürdiger Absturz, den wir von der Karwoche bis zum Osterfest 2021 erleben. Am Märzende noch Spitzenwerte bis zu 28 Grad, danach die schrittweise Abkühlung, die ihren Tiefpunkt ab Ostermontag erlebt. Denn dann stellt sich eine der kältesten Wetterlagen überhaupt im April ein.

Kalte Polarluft rückt uns hinter der Kaltfront von Skandinavientief "Ulli" auf den schon auf Frühling eingestellten Pelz, der in den letzten Jahren im April auch schon mal Sommerfeeling zu spüren bekam. Doch im April 2021 ist das alles anders.

Die Langfristwettermodelle sehen einen nur durchschnittlich temperierten April. Und damit ereilt uns jetzt zuerst ein spätwinterlicher Tiefschlag, der ein langes Echo haben dürfte. Das nächste Mal 20 Grad und mehr sieht ein Gros der Wettercomputer frühestens im letzten Aprildrittel. Zudem ist es zuerst einmal wechselhaft. Ein April also, wie ihn manche von uns vielleicht nur noch vom sprichwörtlichen Aprilwetter kennen, aber im April schon Jahre nicht mehr erlebt haben. Der April ist nämlich der Monat, der im Klimawandel seinen ursprünglichen Charakter am meisten verloren hat.

Und weil es schon so lange her ist: Wie viel Regen oder Sonne können wir eigentlich im April erwarten? Das wären um die 55 Liter pro Quadratmeter und um die 160 Sonnenstunden. Zum Vergleich: Der April 2020 brachte kaum 15 Liter Regen und fast 300 sonnige Betriebsstunden. Außerdem sind für gewöhnlich gerne auch schon die ersten Sommertage mit Werten über 25 Grad möglich. Dass es hingegen in ganz Deutschland nicht für einen Sommertag reichen könnte, hat es in den letzten zwei Jahrzehnten überhaupt nur zweimal gegeben. In den Jahren 2002 und 2008.

Aber selbst für frühlingshafte 15 Grad wird es in der neuen Wetterwoche wohl nur am Ende der Woche im Südwesten reichen. Zuvor erwarten uns Nachtfrost, Schnee oder Schneeregen und auf den Mittelgebirgen sowie im Norden sogar ein kleiner Schnee- und Wintersturm.

Nacht zum Montag: Erster Schnee im Norden

Im Süden zeigt sich die Nacht noch klar und dementsprechend gerne mal leicht frostig. Richtung Norden sind derweil schon teils kräftige Schauer unterwegs, in die sich neben Graupel auch schon Schneeregen oder Schnee untermischen können. Auch gelegentliche Schneeglätte ist bis runter ins Flachland in den stärksten Schauern nicht ganz auszuschließen. Dazu dreht der Wind auf Nordwest und legt zum Teil bereits stark bis stürmisch auf.

Ostermontag: Kaltfront auf Südkurs

Im Süden können Sie den Start in den Ostermontag noch mit Sonne genießen. Unterdessen breiten sich in der Nordhälfte die oft intensiven Schauer mit Schnee und Graupelgewitter weiter aus und erreichen später dann auch den Süden. Dabei legt der Winter weiter zu und bringt aus westlichen bis nordwestlichen Richtung zum Teil Sturmböen bis ins Flach- und Binnenland mit. Die Temperaturen: vor der Kaltfront im Süden nochmal 12 oder 13 Grad, während es in der Nordhälfte maximal noch 1 bis 5 Grad werden.

Dienstag: Frostnacht und Schneeglätte

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

(Foto: ntv)

Im Januar wären solche Wetterkarten normal. Aber Anfang April will das eigentlich niemand mehr. Die Nacht bringt uns verbreitet Glättegefahr bei Frost oder Bodenfrost mit Tiefstwerten zwischen minus 6 und plus 1 Grad. Tagsüber erwarten uns dann weitere Schauer, die bis runter als Schnee niedergehen und von Blitz und Donner begleitet sein können. Dazu passt der teilweise starke bis stürmische Wind, der im Bergland sogar für Schneeverwehungen sorgen kann. Die Neuschneehöhen bewegen sich in den Staulagen dementsprechend auch mal gerne bei 10 bis 20 Zentimeter. Wenig überzeugend sind ebenso die vielfach nasskalten Temperaturen zwischen 0 und 7 Grad.

Mittwoch: Weiterhin spätwinterlich

Es geht spätwinterlich weiter und vor allem im Süden sind weitere Schneefälle mit Glätte bis runter in die tieferen Lagen zu erwarten. Gewitter sind besonders im Westen und Norden möglich. Die besten Chancen auf sonnige und trockene Abschnitte bestehen noch im Osten. Die Temperaturen ändern sich hierbei aber nur wenig. Ausgangs der Nacht bei minus 6 bis plus 1 Grad. Tagsüber werden es erneut zwischen 0 und 7 Grad.

Donnerstag: Leichte Aufwärtstrends

Bei den Nordlichtern geht es unbeständig und windig weiter, während es im übrigen Land ruhiger, trockener und freundlicher wird. Die Temperaturen zeigen sich zumindest schon mal leicht erholt bei Höchstwerten zwischen 2 Grad auf den östlichen Mittelgebirgen und 12 Grad am Oberrhein.

Freitag und am Wochenende: Im Südwesten bis zu 16 Grad

Der leichte Aufwärtstrend setzt sich fort. Insbesondere im Südwesten riecht die Luft bei bis zu 16 Grad schon mal leicht nach Frühling. Und hier spielt die Sonne auch am ehesten mal mit. Sonst zeigt sich das Wetter eher durchwachsen bei Höchstwerten von meist 8 bis 13 Grad. Immerhin verabschiedet sich dabei der Nachtfrost schrittweise aus unseren Breiten.

Quelle: ntv.de

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