Panorama
Video
Dienstag, 12. Juni 2018

15-Jährige im Stadtpark ermordet: Polizei Viersen sucht weiter nach dem Täter

Was genau geschah in Viersen? Mitten in der Innenstadt fällt ein junges Mädchen einem Messerangriff zum Opfer. Bei der Fahndung nach dem bislang unbekannten Täter flieht ein 25-jähriger Mann vor der Polizei. Ist er der Messerstecher?

Im Fall der in Viersen durch eine Messerattacke getöteten 15-Jährigen ermittelt die Polizei weiter zu den Hintergründen. Es gebe noch keine weiteren Ermittlungsergebnisse, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen.

Video

Ob der 25-jährige Mann, der am Vortag bei einer Polizeikontrolle zunächst geflohen war und sich dann am Abend auf einer Polizeiwache gestellt hatte, über Nacht bei der Polizei bleiben musste, konnte die Sprecherin am Morgen nicht sagen. Unklar ist noch, ob es sich bei dem Mann um den mutmaßlichen Täter handelt.

Die Ermittlungen dauern an. Zuständig für den Fall ist die Kriminalpolizei in Mönchengladbach. Am Morgen werde es eine weitere Besprechung der Polizei-Ermittler und der Staatsanwaltschaft geben, hieß es.

Der Fall wirft zahlreiche, drängende Fragen auf: Das Mädchen war am Montag in einem Park, dem sogenannten Casinogarten, im niederrheinischen Viersen niedergestochen worden. Der Täter floh. Nachdem ein Zeuge die Polizei per Notruf alarmiert hatte, wurde die Schwerverletzte durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlag sie nach kurzer Zeit ihren Verletzungen und verstarb.

Das Opfer führte keine Ausweispapiere mit und ihre Identität war zunächst unklar. Erst Ermittlungen führten zur Identifizierung des Opfers. Demnach handelt sich um eine 15-jährige Jugendliche aus Viersen mit rumänischer Herkunft.

Bei der umgehend eingeleiteten Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter kam es dann zu jenem Vorfall, durch den sich ein 25-Jähriger verdächtig machte: Der Mann geriet in eine Polizeikontrolle, verlor offenbar die Nerven und flüchtete. Der aus der Türkei stammende Mann stellte sich am frühen Abend auf der Polizeiwache in Viersen. Er ist polizeilich bekannt und seine mögliche Tatbeteiligung wird derzeit geprüft. Möglich ist, dass sich er aufgrund ganz anderer Hintergründe der Polizeikontrolle entziehen wollte.

Der Mordfall von Viersen sorgt bundesweit für Aufsehen: Die Umstände der Tat wecken Erinnerungen an andere Tötungsdelikte wie etwa der Fall der 14-jährigen Susanna aus Mainz oder den Mord an einer 15-Jährigen im rheinland-pfälzischen Kandel. Wer sich für die Bluttat von Viersen vor Gericht verantworten muss, steht noch nicht fest.

Die Polizei sucht weiter nach dem Täter. Die Mönchengladbacher Kriminalpolizei richtete dazu eine eigene Mordkommission ein, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Noch nicht erfasste Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02161 - 290 bei der Mordkommission zu melden.

Datenschutz

Quelle: n-tv.de