Panorama

Drei Wochen nur Zweitspritze Rheinland-Pfalz impft erst Mitte Februar wieder

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Rheinland-Pfalz wird erst Mitte Februar wieder Erstimpfungen vornehmen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Impfstoff-Knappheit hat erste deutlich spürbare Folgen: In Rheinland-Pfalz werden in den kommenden drei Wochen keine Menschen mehr erstgeimpft. Die Verabbreichung der zweiten Dosos habe Vorrang. Die Landesregierung fordert nun verlässliche Pläne aus Berlin.

Wegen der Lieferengpässe des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer werden in den Impfzentren in Rheinland-Pfalz in den kommenden drei Wochen ausschließlich zweite Spritzen gesetzt. Die Erstimpfungen müssten solange ausgesetzt werden, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in Mainz. Die gefährlichen Mutanten des Coronavirus wie die in Großbritannien verbreitete B.1.1.7 seien in Rheinland-Pfalz noch nicht nachgewiesen worden.

Über 80-Jährige und die anderen Angehörigen der Gruppe mit dem höchsten Infektionsrisiko sollten sich aber weiterhin für Impftermine registrieren lassen. Die Internetseite für die Terminvergabe sei stabil und das Call-Center in den Randzeiten und an den Wochenenden gut erreichbar, sagte Gesundheitsstaatssekretär und Landesimpfkoordinator, Alexander Wilhelm.

Das Bundesgesundheitsministerium habe noch keine konkreten Angaben zur Lieferung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer nach dem 15. Februar gemacht und auch für den Impfstoff des US-Herstellers Moderna gebe es noch keinen konkreten Liefertermin, kritisierte Bätzing-Lichtenthäler. Das sei "zunehmend ärgerlich", weil dies die Planung erschwere.

Wenn nach dem 16. Februar alles wie zugesagt geliefert werde, sei das Ziel aber noch zu halten, allen Rheinland-Pfälzern bis nach den Sommerferien einen Impftermin anzubieten. Spätestens im 2. Quartal sei laut Bundesgesundheitsministerium mit deutlich größeren Mengen des Impfstoffs zu rechnen.

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Biontech/Pfizer hatten mitgeteilt, wegen Umbauten in einem Werk vorübergehend weniger Impfdosen zu liefern als zunächst angekündigt. Nach Abschluss der Arbeiten sei man jedoch in der Lage, die Produktion auszuweiten, hatte es weiter geheißen. Ungeachtet der Änderungen soll die EU aber im ersten Quartal die zugesicherten Impfdosen erhalten.

Quelle: jwu/dpa