Panorama

Zwölf Personen verletzt Seniorin fährt in Essen in Menschenmenge

An einer Straßenbahnhaltestelle in Essen rast eine 81-Jährige mit ihrem Auto in eine Menschengruppe. Zwölf Menschen werden verletzt, drei von ihnen schweben in Lebensgefahr. Die Polizei spricht von einer "dramatischen Lage".

Eine 81-Jährige ist in Essen an einer Straßenbahn-Haltestelle in eine Menschenmenge gefahren. Zwölf Menschen seien verletzt worden, drei von ihnen schwebten in Lebensgefahr, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem Unfall aus.

Wie es zu dem Vorfall im Stadtteil Frohnhausen kommen konnte, ist unklar. Die Straßenbahn hatte nach Angaben der Sprecherin gegen 17.15 Uhr an der Haltestelle Gervinusstraße gehalten und die Gäste waren ausgestiegen. In dem Moment ist die Seniorin mit ihrem BMW demnach ungebremst in die aussteigenden Menschen gefahren. Elf Verletzte kamen ins Krankenhaus, unter ihnen auch die 81-Jährige und ihr Beifahrer, ein ebenfalls älterer Mann. Bei Polizei und Feuerwehr gingen sofort zahlreiche Notrufe ein.

Ein Polizeisprecher sprach gegenüber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" von einer "dramatischen Lage". Beim Eintreffen der Einsatzkräfte habe es ausgesehen wie auf einem Schlachtfeld. "So etwas habe ich noch nicht gesehen", so der Sprecher weiter. Viele Zeugen standen unter Schock. Zahlreiche Passanten hätten sich bereits um die Menschen gekümmert, ehe Notärzte und Sanitäter die Versorgung übernahmen. "Es hatten wirklich alle Verletzten jemanden an ihrer Seite, das war ganz vorbildlich", sagte ein Feuerwehrsprecher. "Oft hilft es ja schon, wenn jemand dem Verletzten einfach gut zuredet." 

Laut der "Waz" gibt es neben den drei lebensgefährlich Verletzten, vier Schwerverletzte und fünf Personen mit leichten Verletzungen. Die Haltestelle befindet sich nach Polizeiangaben in der Mitte der Straße, so dass die Fahrgäste die Fahrbahn überqueren müssen. Für die nachfolgenden Autos gebe es dort eine Ampel. Die Polizei will nun Zeugen befragen, um zu ermitteln, wie es zu dem Vorfall kommen konnte.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa