Panorama

Publikumsmagnet in Australien Sydney baut seine Oper um

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Das Wahrzeichen der Stadt Sydney: Das Opern-Haus.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das weiße Dach, das an Segel erinnert, ist ein Hingucker. Aber der Klang darunter kann offenbar nicht mithalten. Deswegen soll das Innere der Oper in Sydney nun aufwendig renoviert werden. Es sind die umfangreichsten Bauarbeiten seit der Eröffnung 1973.

Das Opernhaus von Sydney soll der umfangreichsten Erneuerung seit seiner Eröffnung vor 43 Jahren unterzogen werden. Wie der Vizepremier von New South Wales, Troy Grant, bei der Vorstellung der Pläne bekanntgab, will der Bundesstaat dafür 202 Millionen Australische Dollar (rund 139 Millionen Euro) ausgeben. Die Renovierung und Erweiterung soll demnach im Mai kommenden Jahres beginnen und sechs Jahre dauern.

Im Fokus der Renovierung liegt die Konzerthalle, dem mit 2600 Plätzen größten Saal. Dort soll die Akustik verbessert werden. Den Auftrag erhielt nach Angaben des Architekten Peter Bickle das Ingenieurunternehmen Müller-BBM GmbH aus München.

Drei Viertel der Renovierungskosten gingen für die Verbesserungen in der Konzerthalle drauf, sagte die Geschäftsführerin des Opernhauses, Louise Herron. Der Konzertsaal werde dafür ab Mitte des Jahres 2019 für 18 Monate geschlossen bleiben.

Neue Erwartungen an Akkustik

"Das Äußere ist ikonisch, aber was in dem Gebäude passiert, erweckt es zum Leben", sagte Herron. Die Erwartungen der Besucher an die Akustik hätten sich seit dem Bau des Hauses verändert, fügte Bickle hinzu. "Das ist keine schlechte Halle, aber es gibt viele Eigenschaften, die verbessert werden könnten."

Die Erneuerung soll in Phasen geschehen. Auch am zweiten, kleineren Saal sind Arbeiten geplant. Das lässt sich die Betreibergesellschaft des Opernhauses zusätzliche 34 Millionen Dollar kosten. Zudem soll der Eingangsbereich renoviert werden. Außerdem ist ein "Kreativzentrum" für Kinder geplant und es soll mehr frei zugänglicher Platz unter den Stufen vor dem Eingang entstehen. Während der Bauarbeiten soll der Betrieb aufrecht erhalten werden.

Jährlich besuchen mehr als acht Millionen Menschen das Opernhaus mit dem Segeldach. Die vom dänischen Architekten Jørn Utzon entworfene Weltkulturerbe-Stätte ist damit Australiens meistbesuchte Sehenswürdigkeit. Das damals teuerste Bauwerk seiner Art wurde 1973 eröffnet. Der für vier Jahre geplante Bau hatte sich über 14 Jahre hingezogen. Aus den ursprünglich veranschlagten Kosten von 7 Millionen Australischen Dollar wurden 121 Millionen.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa