Panorama

Kamera filmt Verborgenes Teenager löst 27 Jahre alten Vermisstenfall

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Die Unterwasser-Aufnahme zeigte ein bislang unentdecktes Autowrack mit einer Leiche.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein 13-Jähriger hilft in Kanada einen jahrzehntealten Vermisstenfall aufzuklären. Der Jugendliche will eigentlich nur seine Kamera ausprobieren und macht dabei einen Fund, der die Polizei in Aufruhr versetzt.

Ein kanadischer Jugendlicher hat durch Unterwasseraufnahmen seiner Kamera zufällig eine Leiche gefunden, die fast 30 Jahre verschollen war. Mithilfe der Sequenzen konnte ein Vermisstenfall aus Alberta nun geschlossen werden, wie unter anderem "Vancouver Island CTV News" berichtet.

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Im August war der 13-jährige Max Werenka am Griffin Lake in British Columbia unterwegs, als er seine GoPro-Kamera ausprobierte und damit unter Wasser filmte. Was er fand, war eine kleine Sensation: Die Filmaufnahmen zeigten ein Autowrack, einen schwarzen Honda, von dem bis dahin niemand etwas ahnte. Daraufhin informierte der Jugendliche die Royal Canadian Mounted Police, um seinen außergewöhnlichen Fund zu melden.

Als die Polizei Taucher zu dem Wrack schickte, leitete der Hobbyfilmer die Experten an. In viereinhalb Metern Tiefe fanden sie das Auto. Doch noch ungewöhnlicher als das Wrack war das, was sie darin fanden. Im Wageninneren befand sich eine Leiche. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine seit fast drei Jahrzehnten vermisste Frau: Die 69-jährige Janet Farris aus Vancouver Island war 1992 verschwunden und wurde seitdem vermisst. Niemand wusste, was mit ihr geschehen war.

Die Polizei glaubt nun, dass die Frau mit ihrem Wagen einem Wildtier ausweichen wollte und deshalb in den See gefahren ist. Die Familie der Frau ist froh, endlich Gewissheit über das Schicksal von Janet Farris zu haben. "Wir konnten vorher nie so richtig um sie trauern, da sie immer noch vermisst war", erzählt Enkelin Erin Farris-Hartley "Global News". Die kanadische Polizei lobte den Einsatz des 13-Jährigen. Nun könne die Familie endlich Abschied nehmen.

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Quelle: n-tv.de, sgu