Panorama

50 Prozent mehr pro Ampulle US-Behörde erweitert Moderna-Zulassung

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In den USA sind bereits 16,8 Prozent mit der zweiten Dosis gegen das Coronavirus geimpft worden.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die ohnehin schon rasante Impfkampagne in den USA wird nun beschleunigt. Aus den Ampullen des amerikanischen Impfstoffherstellers Moderna darf in Zukunft eine Dosis mehr gezogen werden. Zudem erlauben die Behörden dem Unternehmen, die Fläschchen mit noch mehr Impfstoff zu füllen.

Der Corona-Impfstoffhersteller Moderna darf in den USA jede Ampulle mit bis zu 15 Dosen füllen. Die Zulassungsbehörde FDA erlaubt außerdem dem Gesundheitspersonal, aus den bisherigen, auf offiziell zehn Impfdosen ausgelegten Ampullen bis zu elf Dosen zu ziehen. Voraussetzung für die Ausnutzung beider Anzahlen seien jedoch spezielle Spritzen und Nadeln.

"Beide Änderungen wirken sich positiv auf die Versorgung mit dem Moderna Covid-19-Impfstoff aus, was dazu beitragen wird, dass mehr Impfdosen für die Bevölkerung zur Verfügung stehen und die Impfstoffe schneller in die Arme der Bevölkerung gelangen", sagte FDA-Impfstoffregulator Peter Marks in einer Erklärung, wie die Zeitschrift "Politico" berichtet.

Auch die Lagerung des Impfstoffs wurde durch die jüngste Zulassung der FDA erleichtert. Moderna darf künftig nach der Entnahme aus dem Kühlschrank bis zu 24 Stunden bei Raumtemperatur gelagert werden - doppelt so lange wie bisher. Bislang galt der Impfstoff bei Raumtemperaturen bis zu zwölf Stunden lang als stabil. Sobald eine Ampulle geöffnet ist, kann der Impfstoff nun zwölf Stunden lang verabreicht werden, eine Erhöhung von den vorherigen sechs Stunden.

Die neue Dosierung soll dazu beitragen, die Impfvorräte in den USA zu verbessern und die Impfungen zu beschleunigen. In den Vereinigten Staaten haben bereits 29,8 Prozent der Bevölkerung die erste Impfung bekommen. 16,8 Prozent der Amerikaner haben die zweite Dosis erhalten. "Wir sind bestrebt, ständig zu lernen und uns zu verbessern, um die Verabreichung unseres Covid-19-Impfstoffs für das medizinische Personal zu vereinfachen und Immunisierungsprogramme zu beschleunigen", sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel in einer Erklärung, schreibt ebenfalls "Politico".

Quelle: ntv.de, cls/dpa/DJ

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