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Messerattacke auf 15-Jährige Viersener Mörder muss lange in Jugendhaft

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Die Richter stufen die Tat als heimtückisch ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weil er ein 15-jähriges Mädchen in einem Viersener Park mit einem Messer ermordet, muss der ebenfalls jugendliche Täter mehr als neun Jahre in Jugendhaft. Die Strafe fällt auch deshalb so hoch aus, weil der Angriff nach Auffassung der Richter heimtückisch war.

Nach dem Mord an einer 15-Jährigen in Viersen im Juni 2018 hat das Landgericht Düsseldorf den 17-jährigen Täter zu einer Jugendhaftstrafe von neuneinhalb Jahren verurteilt. Die Staatsanwaltschaft sowie der Anwalt der Eltern, die Nebenkläger sind, hatten zuvor die höchstmögliche Jugendstrafe von zehn Jahren gefordert. Weil der Angeklagte damals aber ein Teilgeständnis abgelegt hatte, blieb das Gericht unter der Höchststrafe.

Die Richter sehen es als erwiesen an, dass er seine Ex-Freundin mit einem Messer getötet hat, weil er mit der Trennung von ihr nicht zurechtkam. Der angeklagte Jugendliche soll Iuliana R. unter einem Vorwand in einen Park in Viersen gelockt haben. Die Richter werten das als heimtückisch.

Im Park durchsuchte der Angeklagte das Handy der jungen Frau, um eventuelle Hinweise auf einen neuen Partner zu finden. Als er glaubte, Indizien entdeckt zu haben, stach er mit einem 25 Zentimeter langen Messer auf die 15-Jährige ein. Die junge Frau erlitt sechs Stiche in den Oberkörper und starb noch am Tatort. Das Opfer hatte sich nur wenige Tage vor der Attacke von dem Angeklagten getrennt.

Während des Prozesses ließ der Angeklagte eine Erklärung verlesen und behauptete, dass er vor der Tat "reichlich Kokain konsumiert" habe. Die mehrfachen Äußerungen, dass er das Mädchen töten wollte, seien "nicht ernst gemeint gewesen".

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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