Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Vorfrühling kommt mit Sturmgefahr daher

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Im Flachland sind Böen um die 50 bis 80 km/h zu erwarten.

(Foto: imago images/Jochen Tack)

Zwei aufeinanderfolgende Tiefdruckgebiete bringen eine kurzzeitige Verschnaufpause von den winterlichen Temperaturen. In der Wochenmitte kommt es sogar zu Spitzenwerten von bis zu 13 Grad. Dann nimmt der Wind Fahrt auf und pfeift uns teils kräftige Sturmböen um die Ohren.

Die Ausgangslage für Winterfreunde ist eigentlich perfekt. Östlich von uns lauert richtige Hochwinterluft, die Teilen Polens in der letzten Nacht locker unter minus 20 Grad gebracht hat. Derweil fielen sogar an Rhein und Ruhr einige Zentimeter Schnee und damit hat es in vielen Teilen Deutschlands im Januar 2021 bis jetzt schon mehr Schnee gegeben als im ganzen letzten Jahr. Viel besser könnte es wirklich kaum sein. Wenn da nicht Tief "Flaviu" wäre, das dem Winter jetzt mit milderer Luft die erste Breitseite gibt.

Das alleine wäre wohl noch zu verkraften. Allerdings donnert unterdessen vom Atlantik her bereits das nächste Tief heran. "Goran" mit einem satten Warmsektor. Damit zündet Stufe zwei der Tauwetter-Attacke. Bis zur Wochenmitte mit Spitzenwerten bis zu 13 Grad am Mittwoch. Gleichzeitig scheint am Rhein die Sonne und damit wird sich das Ganze zum Teil eher wie Vorfrühling als wie Winter anfühlen.

Die Schneefallgrenze steigt dementsprechend auf über 1000 Meter an und auch im Bergland setzt Tauwetter ein. Angetrieben nicht nur von der milden Luft, sondern auch vom teilweise starken bis stürmischen Wind. Die größte Sturmgefahr besteht am Donnerstag. Auf den Bergen mit Orkanböen.

Anschließend schlägt das nasskalte Wetter zurück und sorgt zumindest im Bergland erneut für Schnee, während es im Flachland wiederholt wechselhaft bis regnerisch weitergeht. Hier die Details für eine abwechslungsreiche Wetterwoche.

Nacht zu Montag: Teils strenger Frost und Glätte

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

(Foto: ntv)

In der Nacht breiten sich die leichten Schneefälle nordostwärts aus und in einem Streifen von Schleswig-Holstein über die Mitte bis zu den Alpen kann es teilweise sehr glatt werden. Denn mit den Schneefällen trifft die mildere Atlantikluft auf sehr kalte Luft weiter östlich. So liegen die Tiefstwerte diese Nacht im Westen bei plus 3 Grad, während im äußersten Osten Tiefstwerte bis zu minus 15 Grad möglich sind.

Montag: Glatteis - Vorsicht im Nordosten!

Zum Start in die neue Wetterwoche setzt sich die mildere Luft auch im Osten durch und es geht raus aus dem Dauerfrost. Gleichzeitig sitzt der Frost aber natürlich noch in den Böden, was wiederum eine kritische Glättelage zur Folge hat. Insbesondere im Osten und Nordosten, wo Schnee und Regen auf die gefrorenen Böden treffen heißt es: Akute Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Glatteis. Am freundlichsten verläuft der Montag unterdessen im Südwesten. Dabei klettern die Temperaturen meistens auf 0 bis 6 Grad und vor allem im Nordwesten frischt der Wind lebhaft auf.

Dienstag: Viel Regen in der Nordhälfte

In der Nordhälfte ist der nächste Tiefausläufer ziemlich aktiv und lässt ordentlich Regen ab. Zudem weht der Wind teilweise stark bis stürmisch. Ganz anders sieht es im Süden aus. Hier ist es freundlich und trocken bei Höchstwerten zwischen 2 Grad in Ostbayern und 10 Grad im Westen.

Mittwoch: Der schönste Tag der Wetterwoche

Von den grauen Wolken im Norden mal abgesehen dürfte der Mittwoch für viele von uns der schönste Tag der Wetterwoche werden. Oft ist es nämlich freundlich, zum Teil auch sonnig und sehr mild. Bei bis zu 13 Grad dürfte es besonders am Rhein schon ein bisschen nach Frühling riechen. Der Wind ist allerdings nach wie vor eine lebhafte Partie. Zumal es in Richtung Alpenrand zunehmend föhnig wird.

Donnerstag: Der nächste Wetterwechsel ist im Anmarsch

Im Norden und Westen lassen die nächsten Schauer nicht allzu lange auf sich warten. Außerdem frischt der Wind weiter auf. Im Flachland oft mit Böen um die 50 bis 80 km/h. An der Küste mit Böen um die 100 km/h. Auf den Bergen sind auch Orkanböen dabei. Am heftigsten dürfte es auf dem Brocken kacheln bei Böen bis Tempo 150. Ebenfalls stramm unterwegs ist der Föhn auf den Alpengipfeln, sodass es im Süden und Südosten auch noch am längsten trocken und schön weitergeht. Die Temperaturen dazu: 5 Grad in Niederbayern und bis zu 11 Grad an Rhein und Ruhr.

Freitag und am Wochenende: Nasskalt mit Schnee im Bergland

Schwups. Da sind wir schon wieder auf der Rückseite der Tiefdruckgebiete angelangt. Zumindest auf den Bergen kehrt damit der Winter zurück. Oberhalb von 400 bis 500 Metern mit Schneeschauern, darunter mit Regen oder Schneeregen und eher nasskalten Temperaturen. Am Freitag mit 3 bis 7 Grad. Das Wochenende bringt uns maximal noch 0 bis 6 Grad.

Quelle: ntv.de