Panorama

Krankheit an Bord Zwei China-Rückkehrer mit Coronavirus infiziert

Der Bundeswehr-Flieger, der mehr als 100 Menschen aus Wuhan nach Deutschland zurückbringt, hat auch das Coronavirus an Bord. Nach einer ersten Nacht im pfälzischen Germersheim stellen Ärzte bei zwei Passagieren eine Ansteckung fest.

Von den mehr als 100 mit einem Bundeswehrflieger aus dem chinesischen Wuhan nach Deutschland zurückgekehrten Menschen sind zwei mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte der Landrat des Kreises Germersheim ntv. In der Südpfalz-Kaserne in Germersheim sind die Passagiere des Rückkehrerflugs untergebracht.

"Die betroffenen Personen haben diesen Befund gefasst aufgenommen und wurden isoliert", hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Luftwaffe, des Deutschen Roten Kreuzes sowie des Landkreises und der Stadt Germersheim. Die beiden Infizierten sollen nun mit einem Spezialfahrzeug zur weiteren Behandlung in das Frankfurter Uniklinikum gebracht werden. Unklar sei, ob bereits Symptome einer Erkrankung aufgetreten seien, berichtet der SWR. Die übrigen unter Quarantäne stehenden Personen blieben demnach in der Kaserne.

Der Landkreis teilte mit, für die ehrenamtlichen Helfer und die Bevölkerung bestehe "kein Grund zur Sorge". Es sei nun jener "Fall eingetreten, wofür die Einrichtung dieser Schutzzone erfolgt ist", hieß es in der Erklärung weiter.

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Wegen der neuen Lungenkrankheit hatte die Bundeswehr Deutsche und ihre Angehörige aus der stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China zurückgeholt. Der Flieger mit mehr als 120 Passagieren war am Samstagnachmittag am Frankfurter Flughafen gelandet. 115 von ihnen wurden nach medizinischen Untersuchungen am Samstagabend zu einer Kaserne nach Germersheim gebracht, in der sie die nächsten zwei Wochen in Quarantäne verbringen müssen. Da die Erkrankung bis zu zwei Wochen nach der Infektion ausbrechen kann, ist die Quarantäne nötig.

Nach der Ankunft in Frankfurt war bereits gestern ein Verdachtsfall aus dem Flugzeug in die Frankfurter Universitätsklinik gebracht worden. Dieser Verdacht bestätigte sich dann jedoch nicht, wie das hessische Sozialministerium mitteilte. Zehn weitere Passagiere wurden am Samstagabend mit Verdacht auf andere Erkrankungen anderweitig in ärztliche Behandlung gegeben.

Quelle: ntv.de, jog/dpa/AFP